Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 76 (1932)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Die Anfänge der israelitischen Gemeinde zu Kiel
- Date
- 1932-01-01
- Page
- Seite 239 (sequence 11)
- Language
- German
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Die Anfänge der israelitischen Gemeinde zu Kiel (1863—18239 (2ל zahlen. Daher verlieren Personen, die ihre Steuern nicht zahlen, bei denen aber nichts zu pfänden ist, die Mitgliedschaft. Deshalb wird auch zur Deckung von Mehrausgaben einmal ein Aufschlag von 15% erhoben. So zeichnet die Anfangsgeschichte der Israelitischen Gemeinde die Linien für die Zukunft vor. Trotzdem die Zahl klein ist und erhebliche Opfer notwendig werden, ist man bemüht, alle Insti־ tutioneii aufrecht zu erhalten und für Kultus und Schule bestens zu sorgen. Die stetige Entwicklung der Gemeinde hielt mit der der Stadt doch nicht Schritt, während Kiel von 31 000 Einwohnern im Jahre 1871 auf 233 000 im Jahre 1915 wuchs, hat die Gemeinde sich bestenfalls verdreifacht, und dies auch hauptsächlich nur durch Zuzug aus dem Osten. Die Blütezeit hob allerdings das Niveau der Gemeindemitglieder und machte den Bau einer neuen Synagoge nötig und möglich. Sie wurde im Januar 1910 eingeweiht.. Zur Amsterdamer Haggadah. In meinem Aufsatz S. 269. ff. des vorigen Jahrgangs habe ich nachgewiesen, daß 1. die Bilder der Amsterdamer Haggadah nach den Kupferstichen des Matth. Merian d. Ä. gestochen sind, und zwar zum Teil nach den Bibelbildern des schweizer Stechers und z. T. nach dessen Illustration zur alten römischen Geschichte, daß 2. sich die Proopssche Ausgabe der Amsterdamer Haggadah von 1712 von der Weselschen von 1695 wesentlich unterscheidet, namentlich durch engere Anpassung der Merianschen Bilder an die neue Bestimmung und durch Ergänzung aus dem Holzschnittzyklus der Venezianischen Haggadah. Zu meinen Feststellungen äußerten sich u. a. die Herren Dr. Grünwald und Toeplitz ebd. S. 465. / .G. erklärt, daß er ״bereits 1898 (vgl. Mitteilungen für Jüd. Volkskünde, 1929, S. 57) nachgewiesen habe, daß die Kupfer der Amsterdamer , Haggadah aus einer ebendort erschienenen Bilderbibel stammen, die er in Hamburg im Besitz des Herrn Moses Mainz vorgefunden habe“. Auf eine persönliche Anfrage bei Herrn G. erfahre ich, daß sich seine Mitteilung auf Aufzeichnungen aus dem Jahre 1898 stützt, die er unter seinen Papieren gefunden hat, auf unveröffentlichtes Material, also.' Er erinnert sich jedoch, in..den ,,Mitteilungen“ die Amsterdamer Bilderbibel irgendwo erwähnt zu haben. Aus diesen Erklärungen des Herrn Dr. Grünwald geht :hervor, daß• *er* sich ־selbst nach dem;־ Gedächtnis 1 zitiert!hat. ־: •־•׳ '!Es isbmöglichvdaß er an:mgend,.einer Stelle: die.Merianbibel:genannt־; hat, aber־.wohl; kaum :.mit genaueren Angaben über den Druck•, (Nameides c: