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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 2 · p. Seite 186

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 2
Article
Geschäftsbericht [der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums] über das Jahr 1931
Date
1932-01-01
Page
Seite 186 (sequence 1)
Language
German
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186 Geschäftsbericht über das Jahr 1931 Geschäftsbericht über das Jahr 1931. Die Gesellschaft ist in ihr 30. Geschäftsjahr eingetreten, sie blickt also auf die Wirksamkeit eines vollen Menschen alters zurück und, wie nicht erst besonders gesagt zu werden braucht, auf ein ungewöhnlich schwieriges. Weltkrieg, Inflation und Weltwirtschaftskrise haben die allerschwersten Erschütterungen für kulturelle Organisationen gebracht, und auch unsere Gesellschaft\hat die stärksten Anstrengungen machen müssen, um sich zu behaupten. Aber in dieser Zeit des allgemeinen Klagens sei hier in tiefster Dankbarkeit betont, daß es uns gelungen ist, uns zu behaupten. Die Gesellschaft war in der Lage, ihre Tätigkeit fortzusetzen und ihren Mitgliedern weiter wertvolle Schriften zu bieten. Die Gesellschaft konnte das nur, weil ihre Existenz auf der breiten Grundlage eines ausgedehnten Mitgliederbestands, der die Schriften erwirbt, aufgebaut ist; ,sie dankt ihren Mitgliedern, daß sie dadurch einen wesentlichen Teil ihrer Aufgabe erfüllen kann. Die Mitglieder der Gesellschaft haben erkannt, daß ihnen von der Gesellschaft für einen sehr mäßigen Jahresbeitrag außerordentlich viel Vorteile geboten werden, nicht nur reichliche geistige Anregung, sondern auch materielle Ersparnis beim Ankauf gediegener wissenschaftlicher Werke. Es wird in diesen harten Zeiten sicher vielen unserer Mitglieder schwer, ihren Jahresbeitrag weiter zu zahlen. Wir erhalten Schreiben, die rührende Zeichen der Anhänglichkeit und Dankbarkeit gegenüber der Gesellschaft sind und uns zeigen, wie schwer es den Mitgliedern ward, sich von der Gesellschaft zu trennen, und daß sie zu diesem äußersten Mittel nur greifen, wenn sie wirklich nicht mehr imstande sind, ihren Jahresbeitrag weiter zu zahlen. Der Vorstand hat nach sachlicher Prüfung derartige Vorstellungen, so weit es irgend anging, wie in den vergangenen Jahren, in einer Reihe von Fällen den Jahresbeitrag wieder ermäßigt oder gegen Erstattung der Auslagen ganz erlassen. Eine dankenswerte Hilfe gewährt uns der Beitrag voii 100.— $, den uns unser Mitglied, Herr Ludwig Vogelstein in New York für diesen Zweck alljährlich zur Verfügung stellt. Wir waren in der Lage, im Ganzen 262 Mitgliedern den Beitrag zu ermäßigen. Neu eingetreten sind im Jahre 1931 93 Mitglieder, ausgeschieden hingegen 284, so daß sich ein Minderbestand von 191 Mitgliedern ergibt, im Ganzen ein Rückgang von 1649 Mitgliedern (Ende 1930) auf 1458 (Ende 1931). Dieser Rückgang erklärt sich nicht nur aus den ungewöhnlich schwierigen Wirtschafts Verhältnissen, sondern hängt damit zusammen, daß der Vorstand eine große Reihe von Mitgliedern, die seit mehr als 2 Jahren weder bezahlt noch auf irgendeine Zuschrift geantwortet hatten, aus der Mitgliederliste gestrichen hat, um nicht länger die Barauslagen für die Zu- Sendung der ,;Monatsschrift.“ ' und deränderen Drucksachen tragen zu müssen. Etwa;zwei Drittel dieser Streichungen lallt auf das Ausland, wohin die Portokosten besonders hoch sind. Die Einnahmen aus den Mitgliedsbeiträgen blieben um etwa 10% hinter denen des Vorjahres

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