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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 2 · p. Seite 174

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 2
Article
[Rezension]
Date
1932-01-01
Page
Seite 174 (sequence 2)
Language
German
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174 Besprechungen Nach einer kurzen Schriftlehre folgt eine Lautlehre, die ebenso wie die folgenden Kapitel sich der Disposition des Grundrisses anschließt. Sehr interessant und, wie mir scheint, in der Hauptsache recht glücklich ist der Versuch des Verf., in der Übersichtstabelle über die Laute die moderne phonetische Terminologie ins Hebräische zu übersetzen; allerdings sieht er sich genötigt, eine Reihe von solchen Übersetzungen in einem Anhang durch die deutschen Äquivalente zu erläutern. Nicht ganz verständlich ist mir, warum er die Artikulation der sogen. ,,Emphatischen4‘ S. 30 als מתרבץ bezeichnet, was 394 durch ,,pharyngisiert“ wiedergegeben wird. Ist für sie wirklich, was noch nicht feststehen dürfte, die Aktion an der Pharynx und nicht am Velum ausschlaggebend, so erweckt doch die Form der Bezeichnung den Anschein, als ob nach der Meinung des Verf. diese Aktion etwas sekundäres, dem Wesen der Laute ursprünglich fremdes (vgl. die Termini labialisiert, nasaliert 11sw.) wäre, und diese Meinung hätte er dann näher erläutern müssen. Die Stellung des Verf. zu den Fragen der Lautgeschichte ist durchweg gut begründet. Nur in einigen Einzelheiten wäre eine nähere Ausführung erwünscht gewesen. S. 41—54נ wie in der Formenlehre S. 126 ב betrachtet er תי als die ursprüngliche Endung der 1. Pers. Perf., während im Grundr. I 573 Anm. gegen Nöldeke erwiesen ist, daß das Aramäische ursprünglich die Endung tu hatte (vgl. auch zahlt ,,ich bin rein“ in der akkad-aram. Beschwörung Acta Or. V 269, 10) und daß vereinzeltes tl im Jüdaram. durch Analogiebildung und im Mand. durch lautliche Einflüsse bedingt ist. S. 48 ג verweist er wieder auf seinen oben bereits erwähnten Aufsatz לשזן דזנגב für die Behauptung, daß ודידא und ולדא der Sprache der Amoriter entlehnt seien. Die schon erwähnten Schwierigkeiten in der Beurteilung der traditionellen Aussprache führen den Verf. manchmal zu gekünstelten Erklärungen. So stellt er S. 49 mit der regulären Entwicklung von betontem e in Parallele die angeblich gleiche Entwicklung im Vorton; als Beispiele dienen ihm זיהרא ,,Zorn“1 und טיהדא ,,Morgen“, die er und טרילא schreibt, während aus der Vokalschreibung doch wohl zunächst auf tihrä und zihrä zu schließen ist, eine Aussprache, die auch Levy vorschreibt. Ersteres ist ohne Zweifel identisch mit dem hier metaphorisch verwendeten Worte für ,,Gift“, das bekanntlich dem pers. zahr entlehnt ist; das a hat sich also, wie für das zweite syr fahrä zeigt, zu i wohl unter dem Einfluß des folgenden h entwickelt. In diesen Formen dürfte wie in den von Nöldeke Mand. Gramm. § 17 behandelten mand. (vgl. Grundr. I 172) der Einfluß des akkadischen Substrats zu erkennen sein. Weiter wird damit אנשא verglichen, dessen e aber doch wie gewöhnlich im Ararn nach festem Einsatz einen Murmelvokal vertritt. Endlich das letzte Beispiel א???? ,,Nachbar“ statt des syr. sebäha läßt sich schwer beurteilen, da die Etymologie unklar ist. Methodisch noch bedenklicher ist der folgende §, in dem aus ,,Käufer“, ליי£א£ ,,Latte“ und אהינא 1 Aber auch in der Bedeutung ,,Grundstück“, die er 75 u. allein angibt, und in der von ihm nicht erwähnten ,,Glanz“, die beide echtsemitisch sind.

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