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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 2 · p. Seite 172

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 2
Article
Zu Mose Cordovero [Nachricht]
Date
1932-01-01
Page
Seite 172 (sequence 5)
Language
German
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172 G. Scholem zweiten Schülers Lurjas, sehr mißgünstig sah!) gegen das Buch Emek ha-melech zu tun haben soll, weiß ich nicht. Ich habe das Werk ja ausdrücklich nur beispielshalber angeführt; der Inhalt jener Kapitel läßt sich aufs genaueste in den Schriften des Israel Sarug und aller seiner Schüler nachweisen; was soll also hier der sinnlose Vorwurf der ,,Fälschung?“ Daß diese von Vital zum großen Teil (und zwar mit vollem Bewußtsein) unterdrückten Spekulationen im Kern sicher von Lurja selbst herrühren, ist zudem philologisch genau erweisbar. Zu 3. Ein offensichtlicher Fehler wie die Identifikation des von G. genannten R. David mit David ihn Simra ist, mußte von H. korrigiert, aber nicht abgeschrieben werden. Was er damit beweisen will, daß er jetzt den ganzen Irrtum noch einmal wiederholt, weiß ich nicht. Ibn Simra hat seine Meinung natürlich nicht geändert. Er sagt in dem, H. offenbar unbekannt gebliebenen, Lemberg 1883 edierten, Migdal David zum Hohenlied Bl. 60 d: ,,Wenn er (Menachem Rekanati) aber lange Beweise dafür bringt, daß der Schöpfer über den Sefiroth ist imd daß die Sefiroth nicht wesenseins mit dem Schöpfer sind, so stimme ich ihm darin bei, und seit ich denke, habe ich dies anerkannt, und in meiner Jugend habe ich ein Buch über die Buchstaben ״Magen David“ geschrieben, wo ich Beweise hierfür angeführt habe, und es ist die klare Wahrheit, daß die Sefiroth nicht wesenseins mit dem Schöpfer sind.“ Ja, mehr: ich bin jetzt auch in der Lage, klar anzugeben, wer jener R. David ist, gegen den sich Cordoveros übrigens sehr achtungsvolle Kritik richtet: es.ist der vor 1506 schreibende R. David, der Sohn des bekannten Mantuaner Rabbiners Juda Messer Leon, der in der Tat, wie er selbst in seinen! More-Kommentar En ha-Kore bezeugt, eine eigene Schrift ״Magen David“ geschrieben . hat, um zu beweisen, ״daß die Sefiroth die Gottheit selbst sind“ שהספירות הם הם האלהות (Vergl. den Passus in Steinschneiders Hebr. Bibliogr. VIII, 65). Die von Reggio 1833 erwähnte Hs. (vgl. meine Kritik S. 453) ist nichts als die jetzt in Oxford liegende, aus seinem Besitz stammende des En ha־kore, in der sich offenbar, wie aus Steinschneiders genauerer Beschreibung hervorgeht, große Auszüge aus dem erwähnten ״Magen David“ befinden. Cordovero wird die Handschrift des Textes durchseinen aus Saloniki, dem Wohnsitz des R. David ben Juda Leon (Rosanes I2, S. 85), gekommenen Lehrer Salomo Alkabez erhalten haben. Jedenfalls ist diese literarhistorische Frage durch diesen Nachweis endgültig beantwortet. Möchten diese wenigen Bemerkungen der von H.s Arbeiten über Kabbala keineswegs hinreichend befolgten einfachen Grund-These Nachdruck verleihen, der zuliebe ich meine Kritik im vorigen Jahrgang schrieb: daß exaktes Quellen- Studium und begriffliche Klarheit es sind, die der Kabbalaforschung vor allem not tun. Gerhard Scholem, Jerusalem.

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