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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1931-01-01 · Heft 6 · p. Seite 467

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
75 (1931)
Issue
Heft 6
Article
Zur Pessach-Haggada [Nachricht]
Date
1931-01-01
Page
Seite 467 (sequence 3)
Language
German
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467 der Haggadah verwendet wird. Von dem ״Moadim“־Kupfer liegt mir ein losgelöstes Blatt vor, mit der Angabe des Stechers: ״I. van Sasse fecit“. Welcher Ausgabe es gehört, ist mir unbekannt, jedoch wahrscheinlich einer älteren als 1689, da in der letzten kein Name angegeben ist. Firenze, September. 1• Sonne. Erwiderung. In Bezug auf die venezianischen Di Gara-Drucke von 1599 und 1608 scheint ein Mißverständnis vorzuliegen. Sie enthalten nicht den Bilderkreis der Venezianischen Haggadah, sondern den der Mantuaner, wie sich Herr Dr. Sonne selbst überzeugt hat. Unter ״Venezianische Haggadah“ versteht man den Typ von Haggaden, die den Bilderkreis der venezianischen Ausgabe von 1629 enthalten, nicht aber jede in Venedig gedruckte Haggadah. Herr Dr. Sonne hat diesen Bilderkreis neuerdings in einem venezianischen Druck von 1609 festgestellt. Für die Lokalisierung und Datierung des Bilderkreises ist mit der Kenntnis eines früheren Druckes und biographischer Daten über den Drucker einiges gewonnen, aber die Identifizierung des Urhebers der Illustration wird wohl erst durch die kunstgeschichtliche Erforschung des einschlägigen Bildmaterials gelingen. Das Bild der ״Hasenjagd“, das übrigens schon vor der Prager Haggadah im jüdischen Bilddruck nachweisbar ist, würde sich eben infolge seiner Verbreitung nicht als Ausgangspunkt der Untersuchung empfehlen. Es ist möglich, daß sich in der Venezianischen Haggadah, ähnlich wie ich es in der Amsterdamer von 1712 nachweisen konnte, mehrere Bilderfolgen verschiedener Herkunft auf zeigen lassen werden. ״Der Savonarola-Stuhl der Renaissance“ hat als Datierungsbehelf gute Dienste getan. Das beweist nun das Vorhandensein des Bilderkreises im Druck von 1609. Rahel Wischnitzer-Bernstein. Zur Geschichte der Pfälzer Juden. In Salfelds ״Martyriologium des Nürnberger Memorbuchs“ (Berlin 1898) ist der Ortsname קוזולא (S. 81) auf S. 282 durch Kosel wiedergegeben. Dies ist ein Irrtum, da die Ortschaften dieses Namens in Ost- oder Norddeutschland liegen und es sich um einen zum Bistum Speyer gehörigen Ort handelt. Gemeint ist vielmehr Kusel, eine Bezirksamtstadt von 3000 bis 4000 Einwohnern in der bayrischen Pfalz, wo noch heute eine (zum Bezirksrabbinat Kaiserslautern gehörige) Gemeinde besteht. Wiesbaden. S. Lilienthal. Besprechungen Aaron Ember: Egypto-Semitic-Studies. Aus den Ueberresten des Originalmanuskripts hergestellt und nach älteren Arbeiten des Verfassers ergänzt von Frida Behnk. Mit einem Vorwort von Kurt S e t h e. Veröffentlichungen der Alexander Kohut Memorial Foundation, Philologische Reihe, Bd. 2, 1930. Verlag Asia Major G. m. b. H. Leipzig G 1. Als Aaron Ember im Jahre 1911 (vgl.: Semito-Egyptian sound-change s. Ztschr. für ägypt. Spr. 49, 87) mit dem Versuche« in die Oeffentlichkeit trat, die VerwandtsGhaftsVerhältnisse zwischen der altägypt. Sprache und den semit. Sprachen darzulegen, hatte er ein Gebiet der Wissenschaft zu seinem Spezialfach auserwählt, zu dem kaum jemand besser prädestiniert war wie er. Vollkommen vertraut nicht nur mit der hebräischen Sprache, sondern auch mit den anderen Zweigen der semitischen Sprachfamilie suchte er auch mit den Geheimnissen der ägyptologischen Sprachforschung vertraut zu werden, was ihm um so leichter gelang, als er das Glück hatte, in seinen ägyptologischen Studien von Sethe, einem schon damals rühmlichst bekannten Meister auf altägyptisehern Sprachgebiet, unterstützt, zu werden. Und seitdem hat er bis zu seinem im Jahre 1926 erfolgten tragischen Tod — also 15 Jahre hindurch — dieses Gebiet der Wissenschaft־ liehen Forschung* in einer Reihe von Aufsätzen, die zum Teil in den Spalten 30*

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