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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1931-01-01 · Heft 5 · p. Seite 378

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
75 (1931)
Issue
Heft 5
Article
Die Gottesbezeichnung Elohim im Jelamdenu
Date
1931-01-01
Page
Seite 378 (sequence 2)
Language
German
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378 gewandt. Für הקב״ה bedient man sich der Abkürzung כרוך הלא, ohne הקדוש. Es gibt auch Fälle, in denen Namen außer Brauch kommen, weil sie an Kraft einbüßen oder der veränderten Geistesrichtung nicht mehr genügen. Durchaus unrichtig aber ist Wilhelms Meinung, daß man den alten Namen Elohim nur in Schwur und Gebet beibehalten habe. Im Zeitalter der Tannaiten und der Amoräer wird, wie ich ,,The Old Rabbinic Doctrine of God I“ (London 1927) S. 67—72 gezeigt habe, Elohim auch im gewöhnlichen Leben und auf der Kanzel auf die Götter der Heiden, Engel, Richter und Propheten angewendet. Erst die hebräischen Schriftsteller der gaonäischen Periode bedienen sich dieses Namens, wenn sie von Gott sprechen. Zu all dem kommt noch die Beobachtung, daß alle Jelamdenus von tannaitischen wie amoräischen Quellen durchaus abhängig sind. Die Namen der jüngsten uns bekannten Agadisten werden angeführt. Wie ist es bei diesem Sachverhalt denkbar, daß der Jelamdenu prätannai tisch oder älter als seine eigenen Quellen sei? Warum, möchte ich ferner die Gegenfrage stellen, warum zeigen nur die zur allerjüngsten Schicht der Midraschkompositionen gehörigen Werke Spuren von dem Einfluß des Jelamdenu, und nicht die älteren? Damit fällt auch der angebliche Beweis für das Alter des Jelamdenu aus dem Gebrauch der aramäischen Sprache weg. Erstens handelt es sich um ein Sprichwort, das auch in einem hebräischen Text wörtlich angeführt werden kann. Zweitens ist es bisher meines Erachtens noch nicht erwiesen, daß in jüngerer Zeit Hebräisch mehr vorherrschend gewesen wäre als Aramäisch. So weit zur Frage! Einige Worte zum Fragment selbst. Es besteht aus vier Teilen, u. z. zwei Jelamdenus, a) zu Deut 22 Mischna Schebuoth VII 8 und b) zur selben Seder, über die Quelle s. wei ter unten; und schließlich Tanhuma-Homilien zu Deut 29 f. Zum ersten Jelamdenu sei bemerkt, daß die Mischna in den Editionen mehrere Varianten aufweist. Alle Textzeugen lesen, so weit ich sehen kann, ואלו statt אלו im Fragment. ובן בית fehlt im Fragment, statt אגד למה ist zu lesen אמ[ד] ל[ו] מה. Der Satz ולמד. חייבו חכמים ist nicht aus der Mischna, aber auch aus dem Talmud kann er nicht geschöpft sein. Von כל ומן weiter ist wieder die Mischna als Quelle zu betrachten. Der Uebergang von Halachah zur Agada ist sonderbar. Wenn Jacob und Esau als Erben aufgefaßt werden, so haben sie nicht die legale Position von Gesellschaftern (השותפין), sondern die der Käufer (לקוחות), nach R. Jochanan, vgl. b. Gittin 25a, 45a etc. Statt נתפקין darf man wohl נת2שין annehmen (S. 138, Z. 14). Ebd. Z. 25 wohl statt ריחק חלק gelesen werden. Zu לקעקע ביצתו, s. Zunz, Literaturgeschichte S. 640, und meine Bemerkung O. L. Z. 1913, 437—438. Zum zweiten Jelamdenu wird keine richtige Quelle angegeben (S. 239, Z. 4 ff.). Sie. ist aber aus Eccl. rabba 7, 32 und Eccl. zutta, ed. Buber S. .114 nachzutragen. An erster Stelle ist zu lesen: 1םפני שלשה דברים אמר ר׳ יאשיה הקב״ה מאריך פנים עם הרשעים בעילם הזה, שמא יעשו תשובה, או יעשו מצות שישלם להם הקכ״ה שכרן בעוה״ו, או שמא יצאי מהן בנים צדיקים שכן מצינו האריך פנים לאחז ויצא ממנו חולויה, עם אמון יצא ממנו ואשיהו, שמעי יצא ממנו מרד־כ,. Der zweite Text kürzt den Satz und hat nur: אמר ר׳ יאשיה מפני שלשה דברים מאריכין

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