Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 75 (1931)
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 238 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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238 Michael Fraenkel, Ludwig Traube, ein oberschlesiseher Wohltäter der leidenden Menschheit, Oppeln 1930, Sonderdruck des ,,Oberschlesiers“, Monatsschritt für das heimatliche Kulturleben, 10 Seiten. Schildert den Lebensgang Traubes und seine Bedeutung als Mensch und als Arzt. Ein Lichtbild ist beigegeben. Lector M. Friedmann, zur 100. Wiederkehr seines Geburtstages 15. Juni 1831 — 15. Juni 1931, neubearbeitetes bibliographisches Verzeichnis eingeleitet durch Schilderungen aus seinem Leben, Wien 1931, im Selbstverlag von Bankdirektor Friedmann, Wien, Schiffamtsgasse 16, 24 S. Enthält die Biographie sowie eine Bibliographie des verdienten Gelehrten aus der Feder seines Sohnes. S. 12 ff. erwähnt der Verfasser, daß die Friedmannschen Erben 1912 Manuskripte der S i f r a - Ausgabe, ferner ältere Ausgaben des Sifra mit Randbemerkungen Friedmanns und Lichtbilder von Handschriften an die Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums, Berlin, gesandt haben; diese hat das Paket an Rabbiner Professor Porges in Leipzig weitergegeben•, seit dessen Tode ist der gesamte Inhalt unauffindbar. Der Verfasser bittet öffentliche Bibliotheken, die im Besitz dieser Sammlung oder eines Teiles gelangt sein sollen, um Mitteilung und ersucht Privatgelehrte in gleichem Falle um Zusendung an die Bibliothek der Wiener Kultusgemeinde. Wir geben diese Bitte zur Kenntnis unserer Leser. Marie Ther&se Gadala, Le Feminisme de la Bible, Paris, Librairie Orien" taliste Paul Geuthner, 106 S. Feminismus, also Einfluß der Frau auf die Kultur, gilt als etwas Modernes; er findet sich aber nach der Verfasserin bereits in der Bibel. In der Absicht dieses Nachweises gibt die mit dem Orient durch Reisen vertraute Schriftstellerin Bilder aus dem jüdischen Frauenleben von der Urzeit bis auf Moses. J. XL Hertz, Changing the Calendar, consequent dangers and confusions, London, Oxford University Press, Humphrey Milford, 1931, 16 S. bespricht und begründet die Anliegen der Judenheit bei der geplanten Kalenderreform. Jawne, privates jüd. Reform-Realgymnasium i. E., Köln. Bericht über das 12. Schuljahr 1930/31, erstattet von dem Leiter, Dir. Dr. Erich Klibansky. Marcus, Jacob Räder, The American! zation of Isaac Mayer Wise. Cincinnati 1931. Privately printed. 23 S. Enthält den Werdegang des bekannten Führers der amerikanischen Reformbewegung der vorigen Generation., Nehnan, Praktisches Judentum (Richtlinien) מדריך נבוכים, Leipzig 1931. Gustav Engel Verlag, 174 S. Der Verfasser ist weder Schriftgelehrter (vgl das Bibelzitat S. 69 oben) noch Philosoph, er fühlt sich an das überlieferte Judentum weder dogmatisch noch durch grundsätzlichen Konservatismus gebunden; seine Kritik an ihm ist sogar manchmal etwas unhöflich: die Gegenüberstellung des schlauen Feindes Laban und des brutalen Gegners Pharao in der Haggada gilt ihm kurzerhand als ,,ungereimtes Zeug“ (112). Aber noch schärfer wendet er sich gegen den Liberalismus, der gegenüber den eigentlichen Schäden des Judentums versagt. Diese Schäden liegen in der sittlichen Schlaffheit, die sich sowohl in Luxus und in geschlechtlicher Entartung wie in der stillschweigenden Duldung unedler Menschen durch die Ge- Seilschaft bekundet. Die positiven Vorschläge des Verfassers zur Besserung sind, zumal soweit es sich um religiöse Reformen handelt, reichlich naiv (z. B. S. 63 und 68), und seine Zeitkritik ist nicht gerade originell; aber seine Ausführungen sind zweifellos ehrlich und gut gemeint, und sie werden vielleicht manchen zum Nachdenken anregen. Ne‘man, Schächtfrage und Sehächtgegner, ein Beitrag zur Sitten- und Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts, Leipzig 1931, Gustav Engel, 60 S. Der Verfasser hatte seine Broschüren ״Schächtfrage und jüdische Speisegesetze“ (Leipzig 1927) und ״Schächtfrage und Tierschutz“ (Leipzig 1929) mehreren Befürwortern eines Schächtverbotes zugesandt und setzt sich mit deren Antworten kritisch auseinander. Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Handwörterbuch für Theologie und Religionswissenschaft, zweite, völlig neu bearbeitete Auflage in Verbindung mit Alfred Bertholet, Hermann Faber und Horst Stephan herausgegeben von Hermann Gunkel und Leopold Zscharnack, Tübingen 1931, Verlag von J. G. B.