Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 75 (1931)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Neue Dokumente über Salomo Molcho
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 135 (sequence 9)
- Language
- German
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135 להשיב1 בשפר חקי חאלקים ותורותיו, ולהסינ אחור טקש לב ונפתל מסלף ארחותיו, באשר תעשינה שאר הקריות: מנטובד. ופידארה ובולוניאה ולמארקח ולומברדיאה וסביבותיה ארצות2, נם כי בכפם דבק מומים, האמנם בזד. יתנו כבוד לאלקינו, לשמוע לקול מוריהם, ישתו בצמא את דבריהם, ולא יתנכרו בחוצות.. . ראוי להחרים סתם שכל מי שתפס מנכסי כמ׳ אברהם כ״ץ הנ״ל, בין בחייו בין לאחר מותו, שיעלה ויניד לאחד מהרבנים משמה ויניציאה, או אל חוקן ונשוא פנים כמה״רר בינידיטי ישר״ו, או אל החכם חרשים כמהר״ר משה נווירה מיי׳, או אל חביבי הנבון לחש כמהרר׳..., או אל איש האלקים כמה״ר אשר משולם סג״ל תוך.ג" ימים אחר ישמעו גזרתנו.... _ Ein Jelamdenu-Fragment. Von Rabbiner Dr. Kurt Wilhelm in Dortmund. Die Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel besitzt eine Mappe mit 19 Fragmenten von hebräischen Pergamenthandschriften, 5iignatur B. nov., die weder in Eberts Verzeichnis der hebräischen Hss.3 noch in von Heinemanns Katalog4 aufgeführt sind. Sämtliehe Fragmente sind Blätter, die aus alten Hss. herausgerissen oder herausgeschnitten sind und als Einbände von Büchern dienten. Die Einbände wurden, wie auf den Umschlägen der Fragmente angegeben, im 18. Jahrhundert wieder von den Büchern abgelöst und gesondert verwahrt. Von den Fragmenten stammen 13 aus Bibelhss., die teilweise Varianten des massoretischen Textes haben. Der Helmstedter Hebraist Anton August Heinrich Lichtenstein hat einen Teil der Varianten handschriftlich verzeichnet, seine Bemerkungen liegen der Mappe bei. Ferner hat Johann David Michaelis in der Orientalischen und Exegetischen Bibliothek VIII 167 drei dieser Bibel- Fragmente beschrieben5. Einleitend läßt er sich über den Wert solcher Fragmente folgendermaßen aus: ״Solche Fragmente sind unter andern deshalb wichtig, weil bey ihnen der Einwurf wegfällt, sie möchten neu, und von gewinnsüchtigen Juden geschrieben seyn, um Geld zu verdienen, wenn sie den Codex für alt verkaufften; denn aus Gewinnsucht beschreibt niemand so mühsahm Pergamen, 1 Muß wohl להציג heißen, nach Am. 5ls.j 2 Scheint auf eine gemeinsame Verordnung einer Rabbinersynode der :genannten Länder anzuspielen, die mir unbekannt ist. Unter den Verordnungen der bekannten Rabbinersynode zu Ferrara 1554 bezieht sich die zweite auf unseren Gegenstand. Bezeichnend, daß auch im jüdisch-deutschen Roman ״Paris un’ Vienna“ aus der ersten Hälfte des 16. Jahrh., gedruckt Verona 1594 in der Einl. zum ל. Teil die Juden Venedigs gerügt, und ihnen die Gemeinden Mantova, Ferrara etc. als Beispiel gegenübergestellt werden. 3 F. A. Ebert: Cat. Codd. mss. or. Bibi. Ducal. Guelferb. Leipzig 1831. Vgl. Steinschneider: Vorlesungen 86. 41 O. v. Heinemann: Die Handschriften der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel. 1884 ff. 5 ,,Von Helmstädter Fragmenten einer Hebräischen Handschrift.“ Lichtenstein in Helmstedt hatte laut den Fragmenten beiliegender Quittung die Fragmente ausgeliehen und hatte Michaelis Nachricht von ihnen gegeben, der sie daher als ,,Helmstädter“ Fragmente beschreibt.