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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1931-01-01 · Heft 2 · p. Seite 123

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
75 (1931)
Issue
Heft 2
Article
Jüdische Studenten und Doktoranden der Universität Duisburg im 18. Jahrhundert
Date
1931-01-01
Page
Seite 123 (sequence 6)
Language
German
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rn lernt hatte, immatrikuliert worden1. Ich habe ihn an anderer Stelleausführlich behandelt2. Am 21. September 1735׳ wurde Moses Samuel aus Duisburg im Alter von achtzehn Jahren immatrikuliert. ’ Er hat die vorgeschriebenen Prüfungen in Duisburg abgelegt uiid wurde am 16. November 1740 von Professor Timmermann promoviert. Seine Dissertation behandelte den Gebrauch von Blasenpflastem bei ■Brustkrankheiten und ist der Familie Gomperz in Kleve zugeeignet3. Am Schlüsse der Arbeit befindet sich ein lateinisches Glückwunschgedieht des gleich zu erwähnenden Moyses Emanuelvon Geldern aus.. Düsseldorf4; Dieser gehörte der bekannten Familie ah und wurde, nachdem er in Heidelberg' von 1738—40 studiert hatte, am 19. Oktober 1740 an der Duisburger Universität immatrikuliert und daselbst am 16. November 1742 wegen Krankheit des Professor Timmermann' von dem Professor Scherer5 vor dem akademischen Senat proinoviert6. Am 29. Januar 1742 würde Marcus Cosmah Gumpe rtz aus Kleve immatrikuliert. Er selbst trägt sich in die Matrikel —■ gewöhnlich zeichneten die Studenten ihren Namen selber ein — mit hebräischen Schriftzeichen als Gumpel, Söhn des Gelehrten Cosman Kleve, ein7. Er ist also ein Enkel des Löb Kleve und Sohn des unglücklichen königlichen Agenten Cosman Kleve׳. Er hat die Universität nach privater Vorbereitung bezogen und wurde am 20’ Mai 1745 an derselben auf Grund der Dissertation 1 Moses Abrahamus Wolff, Neoweda-Wedanus. Hebraeus, Confluentiae ap. P. S. Jesu et dein per anmim in GymnäSio Duisburgensi hümaniores literas dididicit. Promotus hic ad lect. publicas medicinae;operam dabit (Matrikel S. 331). Vgl, oben S. 119.. 2 Rheinische Judendoktoren S. 211 ff. Nach zu tragen wäre, daß ihm auch der freie Eintritt in die Reichsstadt Köln am 28. Okt. 1763 zur Behandlung des Freifräuleins von Bl an ckert gestattet wurde (Stadtarchiv Köln, Rats- Protokolle a. 1763), und daß sein Sohn, wie. er in der Franzosenzeit heißt, Dr. med, Jacques Wolff (geb.. 1759) zu den Gisrhenanen gehört (Alphab. Verzeichnis der Gisrhenanen in Bonn 1798,י Nachtrag S. 3), ein ausgezeichnetes Französisch schreibt und am 15. Febr. 1811 von Kaiser Napoleon zum Laienmitgliedder Konsistorialsynagoge in Bonn ernannt wird (Staatsarchiv Koblenz, Abt. 256, Nr. IV 1129). 3 Moses Samuel Duisbergensis aetatis XVIII studio medico operam datunis (Matrikel S.337). Moses SamuelDuisburgensis, med.cand., d.20. Octobr:. 1740 tentamen subiit, eod(em) et 21 Octobr. e3:aminatus et approbatus pro gradu disputavit de usu vesicantium in morbis pectoris.d. 7. novembr. ac de angina lectionem cursoriam habuit. Promotus a me J. A. Timmermann a. d. 16. Nov. 1740 (Album n. 170). 4 Siehe Kaufmann-Freudenthal S. 286. ,! 5 Siehe W. Ring S. 176. 6 Moyses Emanuel de, Geldern, Dusseldorpis -.Montanus, Hebraeus., medicinae studiosus, ex Academia Heidelbergensi huc accessit.(Matrikel S. 356). Moyses Emanuel von Gelderen Dusseldorpis־ Montanus, medicinae candidatus, tentamen subiit 1742 d. 15, Augusti. Examinatus d. 16. et 17. Aug. et approbatus. Disputavit pro gradu d; 14; Novembr. de antimonii crudi usu interne tuto et efficaci. Promotus coram senatu academico a me G. A. Scherer, quoniairi D. D. collega Timmermann officia promotoris satisfacere propter morbimt non potuit. Promotio habita fuit d. 16. Novembr. 1742 (Album n. 179). Vgl. Kaufmann, Aus Heinrich Heines Ahnensaal S. 165 ff. Nur ist das Promotionsdatum bei Kaufmann falsch angegeben. Vgl. ferner Rieger 1. c. S. 182. :7 Marcus Cosman Gumpertz Cliye.nsis, גומפיל. בן במהודר ■קאשמן קליווא, privata usus institutione et publica Glivo Glivensis ad nos accessit, arti salutari operam daturus examinatusque a me dignus repertus, qui ad lectiones publicas admitteretur (Matrikel S. 360); vgl. Kaufmann-Freudenthal S. 286 ff. :

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