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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1930-01-01 · Heft 5 · p. Seite 390

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
74 (1930)
Issue
Heft 5
Article
Der Estherstoff in der jüdischen Illustration
Date
1930-01-01
Page
Seite 390 (sequence 10)
Language
German
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390 als Initiator der kunsthistorischen Erforschung hebräischer Hand- Schriften ich in meinem Aufsatz ״Jüdische Kunstgeschichtsschreibung'' in der Festschrift zum 70. Geburtstag Simon Dubnows (Jüd. Verlag, Berlin 1930) kürzlich hingewiesen habe. Einige Irrtümer hat Dr. Silberstein aus der leider höchst unverläßlichen Literatur über die Estherrolle mit übernommen. Die Megillah des Salom Italia ist nicht die, die im Jüd. Lexikon, Bd. IV, als solche reproduziert ist. Ueber Veröffentlichungen und Aufenthaltsorte von Exemplaren dieser Rolle s. o. S. 386. Die Lokalisierungen und Datierungen von H. Frauberger haben sich zum großen Teil als willkürlich erwiesen (vgl. meinen Aufsatz ,,Estherrolle in der Kunst", Encyclopaedia Judaica, VI). Es ist auch nicht richtig, daß die Rolle der Kirschstein-Sammlung, die im Jüd. Lexikon, Bd. IV, farbig reproduziert ist, dem 16. Jahrhundert angehört. Besprechungen Reallexikon der Assyriologie. Unter Mitwirkung zahlreicher Fachgelehrter herausgegeben von Erich Ebelin g und Bruno Meißner. 1. Bd. 1.—4. Lieferung. Berlin und Leipzig 1928—80. Walter de Gruyter & Co. Subskriptionspreis der Lieferung 8 RM. Dieses, unter der Aegide der Berliner Assyriologen Meißner und Ebeling herausgegebene Nachschlagewerk bezweckt, dem weiteren Kreise der Forscher und interessierten Laien ein Bild von dem zu geben, was die Assyriologie (d. h. die Wissenschaft von den in Keilschrift geschriebenen Texten) im Laufe der letzten 100 Jahre erarbeitet hat. Von. dem I. Bande sind bisher 4 Lieferungen erschienen, die die Schlagwörter A—Ausgrabungen enthalten. Bei der weiten Verbreitung, die die Keilschrift in Vorderasien gefunden hatte, fußen die einzelnen Artikel dementsprechend nicht nur auf Texten, die aus Mesopotamien stammen, sondern auch auf solchen, die in anderen Ländern des alten Orients geschrieben waren; es sind also auch diejenigen Texte verwertet, die aus Palästina, Syrien usw. stammen, sowie die, die auf diese Länder bezugnehmen. Es handelt sich hier um ein wissenschaftliches Unternehmen, dem die weiteste Verbreitung gewünscht werden kann. Breslau. Jirku. Torczyner, Harrys Der Numerus im Problem der Sprachentstehung. Berlin .1928.’27S. Der Verf. wendet sich gegen die Anschauung, daß ,,die Kategorien der Sprache, Singular und Plural, Namen und Verbum, ewige Tatsachen seien, die man überall hin projizieren könne“ (22). Er versucht insbesondere nachzuweisen, daß ,,Pluralform und Gesamtbedeutung des im Plural Umfaßten älter sind als Form und Bedeutung des Singulars“ (21). Form und Bedeutung im Semitischen, im Indogermanischen und in jeder Sprache seien vom Plural aus zu erklären, der Singular sei in beiden Beziehungen jünger (ibld.); auch die Brücke zwischen Nomen und Verbum führe über den Plural (22). Im Semitischen sei der Plural oft allen Sprachen gemein, während der Singular in den einzelnen Sprachen verschiedene Bedeutung zeige (26). Wie immer es mit diesen Theorien stehen mag, die Schrift ist schon deshalb verdienstlieb, weil sie zu einer Nachprüfung des Problems der ,,Wurzeln“ zwingt. Jos. H. Chainioch Albeck: Untersuchungen über die halachischen Midraschim, Veröffentlichung der Akademie für die Wissenschaft des Judentums, talmud. Sektion,1 3. Bd״, Akademie-Verlag, Berlin 1927* Dem Verfasser war es nicht sowohl darum zu tun, neue Theorien aufzustellen, ־als vielmehr das gesamte in: Betracht kommende Material, soweit als ihm möglich, zu sammeln und die sich aus ihm ergebenden Schlüsse zu

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