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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1930-01-01 · Heft 5 · p. Seite 380

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
74 (1930)
Issue
Heft 5
Article
Narbatta und die jüdischen Siedlungen westlich von Samaria
Date
1930-01-01
Page
Seite 380 (sequence 12)
Language
German
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380 Hyrkäns. ,,Bundesgenossen'' der Juden1. Das will, besagen, daß dieses Gebiet wohl nicht zu Judäa gehörte, aber seine Bewohner am religiösen Leben des jüdischen Volkes und am Tempel zu Jerusalem teilhatten. Daher darf in der gleichfalls von Josephus angewandten Bezeichnung der ־ Landschaft als zonapyta von Narbatta ein teehnischer Ausdruck für einen der 24 jüdischen Ma'amadot-Bezirke angesehen werden2. Was war das Ende dieses jüdischen Siedlungsgebietes? — R. Abahu hat angedeutet, daß 13 Orte infolge Eheschließungen mit Samaritanern untergingen. Aber noch um die Wende des 2. und 3. Jahrhunderts war die Stadt Narbatta (Nabrachta) jedenfalls zum Teil noch jüdisch, da Bar Kappara in ihrem Gasthaus gespeist hat. Und noch aus dem 4. Jahrhundert berichtet der aus Palästina nach Babylon gekommene Rab Dimi über einen religionsgesetzlichen Fall, der im Bade von בית היד sich ereignete und vor die Weisen gebracht wurde3, — ohne freilich die Zeit des Vorfalls genauer anzugeben. Bet-Hini ist — wie bei früherer Gelegenheit gezeigt wurde4 — das oben genannte Bet Jannaj, wo auch Eusebius warme Quellen nennt. — Dies scheint die letzte Nachricht vom Vorhandensein einer, jüdischen Bevölkerung in diesem Ort und in dieser Landschaft in der Literatur zu sein. Doch darf die Hoffnung nicht aufgegeben werden, daß archäologische Funde5 in dieser sehr mangelhaft erforschten Gegend doch noch einmal weitere Kunde über die Existenz einer jüdischen Bewohnerschaft von Narbatta bringen werden, wo heute nach vielen Jahrhunderten wieder die Anfänge einer vielversprechenden jüdischen Kolonisation zu beachten sind6. Nachträgliche Bemerkungen (beL der Korrektur): 1. Herr Prof. Dr. He ine mann schrieb mir am4.30 .22־״: ,,Ist כדבתא נברכחא->■ Volksetymologie? Einschwärzung eines günstigen Sinnes ist doch üblich: MaXosis < Maleventum «< Beneventuml“ 2. Vorliegende Abhandlung!!wurde April d. Js. an IdiegSchriftleitung geschickt; somit konntejdarin auf den im Heft 5/6 der MGWJ dieses Jahrganges erschienenen topographischen Beitrag von® J. Press, wo auch eine der oben be-handelten* Stellen angeführt wird, nicht verwiesen werden. 1 Ant; XIII 40, 2 .... dxoLy.ouz ovr ac, I0ü$altuv xal . . . 2 S. meine Abhandlungen in ספר השנה של ארץ ישראל I 24 ff. und II—III 1ל ff.; Palästina-Studien (I) 4, S. 44 ff. 3 HuIIin 53a, Varianten in Dikd. Sofr. (64b Anm. 4), aber חודו ist sicher nicht ursprünglich. Vielleicht ist der oben S. 374 Anm. 5 vermutete Ort dieses"1ביוו הנ1י. 4 MGWJ 1910, 21 f. w 5 Ich denke an Reste einer Synagoge, an einen Grabstein oder ein beschriftetes Ossuarium. Die letzten Jahre haben uns mehrfach derartige lieberraschungenfgebracht, zuletzt die Entdeckung der Mosaikinschriften aus der Synagoge von Gerasa im Ostjordanlande aus|dem 5. oder 6. Jahrhundert. Darüber vgl. meine Ausführungen in den Mitteilungen des historisch-etbnographischen Vereins ציון I, Heft 2. 6 Hier liegen die Fluren von IJedera (1^DP •גידלד s. dazu תרביץ I I, S. 140) und Sichron Jakob und noch einiger kleineren Kolonien.

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