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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1930-01-01 · Heft 5 · p. Seite 370

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
74 (1930)
Issue
Heft 5
Article
Narbatta und die jüdischen Siedlungen westlich von Samaria
Date
1930-01-01
Page
Seite 370 (sequence 2)
Language
German
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והקיפוה ער/חומה ונסמכו לה עיירות רבות מישראל והיו קירי] איתר, ערי נברכתא. kamen nach Sebaste und bewohnten es, und umgaben es mit befestigten Städten, und es wurden ihm nahegebracht viele Städte aus Israel und man nannte es Nabrachta-Städte. Dieser dunkle Text ist seit seiner Abfassung sicher nicht intakt geblieben. Wie die in der Neubauerschen Ausgabe in eckigen und runden Klammem enthaltenen Worte zeigen, wurde an ihm mehrfach herumkorrigiert1. Neubauer teilt auch einen in einer Oxforder Handschrift enthaltenen Text mit2, der besondere Beachtung verdient: 2) כשעלו בד ישראל מן הגולה, לא רצו לישב במטלית של כורדים, אלא באו (לסיתסטא) נלסיבסטא] וישבוה ועשו שם חומה בצורה ונסמכו להם עיירות הרבה ומלאו כל עיר נרבונא, Als die Kinder Israels aus dem Exil hinauf zogen, wollten sie nicht wohnen in Flecken der Kutim, sondern sie kamen nach Sebaste und bewohnten es, und errichteten dort eine feste Mauer, und es wurden ihnen nahegebracht viele Städte, und sie füllten die ganze Stadt נרבלנא. Dieser Text ergibt einen einigermaßen brauchbaren Sinn. Er besagt etwa folgendes: Zur Zeit des Aufzuges der ersten Exilsgemeinde wollten die (im samaritanischen GebietWohnenden) nicht weiter im engen Gebiet der Kutim3 verbleiben; sie gingen nach Sebaste, das sie (neu) besiedelten und zur festen Stadt umgestalteten. Sie gingen dann auch auf Eroberungen aus: sie brachten ihrer Hauptstadt mehrere kleine Städte nahe, d. h. sie schlossen diese ihr an, und sie füllten die ganze Stadt נרבלנא. Von diesem Berichte aus läßt sich auch der an erster Stelle angeführte Text wie folgt deuten bzw. korrigieren: Als die erste Exilsgemeinde hinaufzog, da kamen die im Flecken der Kutim Wohnenden zu den Israeliten, aber sie ließen sie nicht (zudem Bau des Tempels); sie kamen darauf nach Sebaste und bewohnten es und umgaben es mit Mauern, daß es werde eine ummauerte Stadt, und es wurden ihm viele Städte angeschlossen und man nannte sie Nabrachte-Städte. ־ In diesen dürftigen Mitteilungen, deren hohes Alter unverkennbar ist4־, wird ein Stück samaritanischer Geschichte auf gerollt. Die 1 Neubauer, Mediaeval Jew. Chronicles II 13, Z. 12—!5. Als einigermaßen von Wichtigkeit nenne ich die Varianten: רבה neben dem Namen von Schomron, also: ,,Hauptstadt“; statt באר — תלכו. 2 Anm. 36. כטלית של כותים ף; vgl. dazu Echa r. 3, 7: גדר בעדי ולא אצא רבנן אמרי זו מטלית של כותיים . . .; Pes. d. RK 114a: כותים מה היו עושיץ מטליות מטליות, Siehe Aruch Kohut V 122a/b. Der Ausdruck hat die gleiche Bedeutung wie רצועה של כרתים b. tfagiga 25a; oder פסימייא של כותים j. Hagiga III 4 (79c,); Demaj Y 9 (25a6). ' 4 Freilich kann unser Text erst nach der durch Herodes erfolgten Gründüng von Sebaste (an Stelle von Schomron) redigiert worden sein. Aber die in ihm erhaltene Tradition kann nichtsdestoweniger bedeutend älter sein.

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