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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1930-01-01 · Heft 4 · p. Seite 312

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
74 (1930)
Issue
Heft 4
Article
Altsinaitische Schrift und Inschriften [Rezension]
Date
1930-01-01
Page
Seite 312 (sequence 4)
Language
German
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312 Talm. Archäol. II, 313), das ,,am Rumpfe des Werkzeuges befindliche Lo cid‘ (das., 304). קוטינא — die Stiel Öffnung des Hackeneisens“, also: Loch. Ambrosius spricht symbolisierend von c i r c u m spicere. Dazu&bemerkt H. D. Müller, Ambrosius spreche von ״einschließen, einfassen“, also weder der Rundbegriff. — Auf all das habe ich u. a. auch in MGWJ seinerzeit hingewiesen. צ. Der Name צדי. Zur Entstehung der volkstümlichen Benennung צדיק sei die feinfühlige Bemerkung des Rabh Kook angeführt: :רדף הוא דזצד׳״י במבטאו הנסמך אל הקוף הבא אחדיר להיות מבוטא בשם צדי״ק!. — in einem.|der wichtigsten Texte der Cairo-Statue Nr. 3462 kommt ein sehr deutlich eingeritztes Zeichen zum Vorscüein, das mutmaßlich, auch von Gr. in seiner Tabelle, als צ angesehen wird. Ich habe das Zeichen als einen fast ganz ovalen Flächenraum, an den sich an der Spitze ein ganz kleinesf.Rund anschließt, beschrieben. Furlanis Beschreibung, ebenfalls auf,Grund von Autopsie, kam der von mir angegebenen sehr nahe. Welcher Lautwert ist hier dargestellt? — Gr.s Stellung zur Frage ist folgende: Statt das Zeichen aus seiner eigenen Tafel 8, wo die Aufnahme eine gelungene ist, zu reproduzieren, gibt Gr. jetzt (AS, S. 6, Tafel II) für צ ein verunstaltetes, auch diesmal mit einem Fragezeichen versehenes Ding. Hingegen liest er das von uns beschriebene Zeichen als . . . ״Beth I“. B e t h־rundlich־oval? (Das Beth ist viereckig.) Und wie dann das kleine anhaftende Rund erklären*? Das letztere will Gr. in keinem seiner Werke berücksichtigen. Keinesfalls! Er hat es zwar in der genannten Tafel 8 genau aufgeführt; Furlani und ich haben es genau gesehen und beschrieben und ich habe das Lichtbild abgedruckt. Allein das Zeichen m u ß zum Beth werden, denn die Inschrift, die früher (AH) vonJMenaseh-Moseli handeln mußte, muß jetzt רבב משב, vom ,,Oberen der Genossenschaft des Sinai“ (AS, S. 35) handeln. Der Text enthält übrigens laut meiner Aufnahme elf Schriftzeichen; genau dieselbe Anzahl und dieselben Formen ergaben Mr. Leibovitz seine letztens neuerdings ausgeführten Aufnahmen. Gr. findet und liest immer noch deren vi e r ze h n. Und wir müssen ihm dafür Dank sagen, denn AH, S. 47 fand er in demselben Texte z w a n zig (1) Schrift Zeichen. — Zur Erklärung des Schrift Zeichens (Oval und kleines Rund an der Spitze) führt Gr. immer noch das Ideogrammgesicht (mit Nase, Augen, Ohren, Mund und Hals) an! All das für Ovalfläche und ein winziges Rund an dem oberen Ende! Selbstredend ist es die ■Mutterbrust. Man lese nur N öl de kes Bemerkungen: 0״ a d Brustwarze. Wohl ursprünglich ein Lallwort wie t1־c9-d<;. Hebräisch שד Pausalform“ usw.3. Aus dem neuentdeckten Inschriftenmaterial wähle ich z. B. die N. 349; in AS, Tafel XXIII und Tafel XXIV, Kopie Nr: 349. Gr. meint, die Inschrift wäre linksläufig, und wir folgen ihm in dieser Annahme. Zeile 1 beginnt mit ,,Kopf mit Hörnern, nicht mit Diadem“, wie Gr. S. 77 bemerkt. Freilich ohne Diadem; ist es doch ein Kuhkopf. Zeile 3, Zeichen 3 ist ganz bestimmt die Handfläche mit Fingern, von Gr. übrigens in der Kopie richtig nachgezeichnet. Und dennoch liest Gr. S. 79 dieses Zeichen ,,Ligatur aus Aleph und Beth bestehend“ und dies, um nur dem von ihm gefaßten Prinzip treu zu bleiben, daß im Alphabet der Begriff ,,Handfläche“ nicht Vorkommen kann. Wenn es כ wäre, müßte es doch ,,Rispe“ sein, Rispe ist es_ nun bestimmt nicht, und so wird das Kaf Handfläche zu einer von Gr. mit Frage zei eben versehenen Ligatur von א und ב. Ist das Wissenschaft? — Ist Gr.s Kopie richtig, so enthält die Zeile ganz bestimmt das 61011611^-צ; in der Gr.schen Umschreibung keine Spur von einem צ. Welchen Wert haben dann die Transkriptionen, Uebersetzungen, lexikographischen und religionsgeschichtlichen Schlüsse? Trieste. I. Zoller. אברהם יצחק הכהן קוק, ראש מלין. רשמי מחשבה למדרש האותיות, התגין, 1 הנקודות, והטעמים, לונדון, ש׳ עזרת. דף כיו. 2 Gr. ÄH., Taf. 8; I. Zoller, Una iscrizione votiva antico-sinaitica, in SMSR (= Studi e Materials di Storia delle Religioni), Organ derUniv. Rom, Scuola di Storia delle Relig., I, 1926, Taf. III. 3 Nöld e ke, Neue Beitr. z. semit. Sprachw., S. 121. — Ganz deutlich ist das Bild ,,Mutterbrust“ in der zweiten Hälfte der Tafel Nr. 351 und in der Kopie derselben bei Gr. AH, Taf. XV und XVI. Hier liest auch Gr. צ S. 56).

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