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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1930-01-01 · Heft 4 · p. Seite 265

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
74 (1930)
Issue
Heft 4
Article
Zur Pluralbildung im Hebräischen
Date
1930-01-01
Page
Seite 265 (sequence 7)
Language
German
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265 So z. B. 1m Wortanlaut neben יארוג fol. 176b, עלך־ן fol. 148a, יבקר fol. 38a, ישבתם fol. 186b, יסוך fol. 40b, יפ(י fol. 14.1b. Das Hirek wird da auch im Auslaut einer Silbe an Stelle von Swa quiescens gesetzt, wie ביטוי fol. 42b, וידוי fol. 56b (vgl. hierzu bei Kahle, Masoreten des Ostens 165: גוי, ib. 133: אויבי)• Eine ähnliche Verwendung scheint noch das Hirek gefunden zu haben in ולאיל נזיר (tib.ולאיל נדר), obenerwähnte Hs. folia 71a, 74a b, 100a, ferner in den palästinisch vokalisierten Pijütim, veröffentlicht in Masoreten des Westens I von Paul Kahle mit Beiträgen von Dr. Israel Rabin (Stuttgart 1927), wie ולילה (f.עלילה s.n, 1,שנים עשר (f.שנים עשי) s.ה, v1. Esgibt aber auch tib. punktierte. Bibelhandschriften, die שדי ,שי ,נוי u. ä. aufweisen2. Wie im ה der Mappik-Punkt, so zeigt hier dieses Hirek an, daß das י lautbar auszusprechen ist. Danach dürfte auch unsere Endung EP: noch in späterer Zeit einsilbig gesprochen worden sein. Die entsprechenden Umschreibungen des Hieronymus wie enaim u. a. scheinen übrigens dies ebenfalls zu bezeugen3, und man müßte schon in ihnen nicht ,,ungenaue Transkriptionsweise vermuten4. — Die vorangehenden Ausführungen könnten auch a.ls Erklärung dienen für die Segolatformen der Nomina ל״י wie ליל ,זית und dergleichen, bei denen es auffällt, daß das י da als Hilfsvokal gerade Hirek erfordert, während z. B. das ו in און wie gewöhnlich Segöl behält. Sodann befremden hier die verhältnismäßig häufigen Nebenformen im St. abs. wie חיל ,ניא ,ליל ZU חלל ־ללל. Die entsprechenden Nominalformen werden bei Hieronymus mit diphtongiertem ai umschrieben: sait (= 5(שית. Daraus mag also hervorgehen, daß, wie in זית, wir ebenso in den masoretischen תיש ,חיל u. ä. teils ursprüngliehe, teils kontrahierte katl-Formen noch vor uns haben, die nachträglich im Plural nur gelegentlich zu den üblichen Segolatformen gezogen worden sind: תישים ,חילים, hingegen ית] t זיתים und dergl. mehr. Der Form wie der Aussprache nach ist also תיש (vgl. arab. aram. תישא) nicht anders als ניא bzw. ניא zu werten. Auch hier wird bisweilen das ai zu 1:;דישו: ד:ש;עירו: עלד;שיחו*: שית קינים : ר!;ן;עינות : ע:ן. 1 Aus Kahle, Masoreten des Westens II (Stuttgart 1930), S. 18, 21, 34 ist noch anzuführen: מצדדות für שפטי ,מצךדות für שפמי u.a.m. —Wenn man hierbei die polnische bzw. bayerische Aussprache des Sere in Erwägung zieht, so liegt es nicht ferne, eine ähnliche Aussprache desselben für Babylonien bzw. Palästina voraus zusetzen, so daß der Unterschied zwischen ולאיל und שנ;ם ,ולאיל U. שנים kein qualitativer, sondern ein quantitativer gewesen wäre, den genau zu bezeichnen schließlich kein Vokalisationssystem imstande gewesen sein konnte. 2 Kahle in Bauer-Leander, Gram. § 7k. 3 Siehe Siegfried, ZAW IV (1884) 44 ff. 4 B.-L., Gram. §17n. — G hat hier wohl euji; vgl. jedoch folgende Anm. 5 G umschreibt ALv (= עין), Katv (=1^). Die befremdende Verschiebung des Akzentes soll hier vielleicht die einsilbige Aussprache der betreffenden Wörter andeuten.

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