Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 74 (1930)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Biblische Kleinprobleme
- Date
- 1930-01-01
- Page
- Seite 259 (sequence 6)
- Language
- German
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259 ,,־and die . . * wird ruhen auf seiner Schulter“ bietet sich als genaue Parallele die Weissagung Jesajas über Eljakim den Sohn des Hilkijahu 22alf.: ,,Und er wird sein ein Vater für die Einwohner von Jerusalem und das Haus Juda. Und ich werde den Schlüssel des Hauses David auf seine Schulter legen, und er wird öffnen und niemand schließt, und wo er schließt, wird niemand öffnen. Und ich werde ihn einschlagen als Pflock an sicherer Stelle und er wird ein Ehrenthron sein für sein Vaterhaus. “ Ganz analog soll auch der neugeborene Knabe später das in dem Worte משרה symbolisch bezeichnete hohe Amt auf seinen Schultern tragen und eine Vertrauensstellung um das Königshaus bekleiden. Aber die eigentliche Bedeutung der Rede liegt nicht in der Geburt des Kindes und in seinem Schicksal selbst, sondern in der Aussage, deren Träger er mit seinem symbolischen Namen für die Zukunft sein soll: ,,Wunderbares beschließt der Heldengott.“ Es ist klar, daß es nicht der künftige König sein kann, den Jesaja so zum Zeugen für die Wahrheit seiner vom Schicksal des Knaben unabhängigen Voraussage macht. Nach Analogie der anderen Namen seiner Kinder und nach Jes 8!g ,,Siehe, ich und die Kinder, die mir Jhwh als Zeichen und Beweise in Israel gegeben hat“, ist zu schließen, daß es sich auch hier um einen weiteren, den vierten Sohn des Propheten selbst handelt: פלא יועץ אל גבוד ,,Wunderbares beschließt der Heldengott.“ Zur Pluralbildung im Hebräischen. Von E. P 0 r a t h in Czernowitz1. I. Die hebräische Nominalendung aiim, deren m sekundär hinzugetreten ist2, und die vorzugsweise an den Bezeichnungen von Körperteilen angehängt erscheint, wie z. B. עעים ,,Augen“, אפים ,,Nasenlöcher“ (,,Nase“, ,,Angesicht“), wird allgemein als Dualform betrachtet. Es gibt jedoch eine Anzahl von Nomina, die auf aiim ausgehen und deren duale Bedeutung sich trotzdem nur schwer erklären läßt. Vgl. DWJ ״Wege“ (Spr 2 86.18) neben דרכים, dTiöjjn ״buntgewirkte Kleider“ (Ri 5g0) neben ךכןמות (Ps 4515), ימים (Ps 242) ״Meere“ für שמים ,3ימים und dergleichen4. 1 Der vorliegende Aufsatz bildet einen Ausschnitt aus einer größeren Arbeit verwandten Inhalts, deren Fertigstellung in Anbetracht der Schwierigkeiten der Beschaffung aller einschlägigen Literatur an meinem gegenwärtigen ,Wohnorte noch ziemlich lange auf sich warten lassen dürfte. Es ist somit auch nicht ausgeschlossen, daß mir manche Arbeit entgangen ist, die ich für diesen Aufsatz hätte berücksichtigen müssen. Der letztere ist in seinen wesentliehen Ausführungen seit August 1928 abgeschlossen. (Der Abdruck hat; sich, nicht durch die Schuld des Herrn Vf-, hinaus geschoben. Die Schriftleitung.) 2 Brockelmann, Grundriß I, § 244c. 3 Kahle, Masoreten des Ostens 133. 4 Daß nicht alle Wortformen, die auf CP־ ausgehen, mit der Dualform identisch sind, ist für jeden klar. In Wörtern, wie עךב!ןם ,צהרץם u. ä. wird wohl lediglich äußere lautliche Aehnlichkeit vorliegen, die entsprechend zu erklären ist. Vgldarüber Torczyner, Der semitische Sprachtypus 160 ff. 17*