Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 74 (1930)
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1930-01-01
- Page
- Seite 240 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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240 Lederer, Franz Leh&r, Else Lehmann, Alfred Leicht. Ferner findet man zu viele Ungenauigkeiten, so z. B. S. 16 einen französischen Chiefrabbi, S. 63 Viberto statt Viterho, S. 64 Pagius statt Fagius, Aldkind statt Adelkind. Ein Prachtstück ist die Offenbachsche Bibliothek S. 195, obwohl S. 567 die Oppenheims che Bibliothek beschrieben ist. Dem Stichwort Lubliner, Moses merkt niemand an, daß der MHRM Lublin gemeint ist. Der Artikel ist ganz kurz, während andere unverhältnismäßig ausführlich sind. Der Herausgeber ist völlig abhängig von seinen Quellen. — Solche Nachschlagebücher gewinnen ja an Wert, je mehr sie sich dem Ende und der Vollständigkeit nähern, aber es muß doch dringend ge ־wünscht werden, daß der Verf. nicht nur Mühe, sondern auch Kritik und Sorgfalt walten läßt. I. E. Das Bavid-Wolffsolm-Haus der jüdischen National- und Universitätsbibliothek, Jerusalem 0. J. (1930), 57 S. Das Schriftchen enthält eine Be- Schreibung des Hauses, eine Kennzeichnung David Wolffsolms und Angaben über den Bücherbestand der Bibliothek, insbesondere die judaistische und die orientalistische Abteilung, sowie die Sammlung von'Autographen und Bildern. Trotz aller Opferfreudigkeit zeigen doch mehrere Lesesäle unzureichende Ausstattung; es wäre sehr zu wünschen, daß der Bibliothek auch in Zukunft warme Freunde erwachsen, die ihr den weiteren Ausbau ermöglichen. Betr. Qirqisäni’s Kitäb al־Anwar wal-Maräqib. Im Aufträge der Yale University und der Alexander Kohut Memoria[ Foundation wird eine vollständige Edition und Uebersetzung eines der ältesten und ausführlichsten Codices der karäischen Gesetze, nämlich des Kitäb al- Anwär wal-Maräqib des Abu Ya'qüb Yüsuf al-Qirqisäni, vorbereitet. Diese Edition wird auf Grund der Handschriften des British Museum in London und der Staatlichen Oeffentlichen Bibliothek in Leningrad hergestellt. Da bis jetzt nur wenige jüdisch-arabische Handschriftensammlungen katalogisiert worden waren, bleibt es immer möglich, daß andere noch nicht verzeichnete vollständige oder fragmentarische Handschriften des Kitäb al- Anwär existieren, aber dem Herausgeber unbekannt geblieben oder wegen ihres schlechten Zustands als Qirqisänls Werk nicht erkannt und irrig einem anderen Verfasser zugeschrieben worden sind. Hebraisten und Arabisten werden hiermit ersucht, die etwaige Existenz solcher unbekannten Qirqisäni-Handschriften, sowie alles andere, was sie für die Herausgabe des Kitäb al־Anwär als wertvoll erachten mögen, dem Herausgeber gefälligst mitteilen zu wollen. Alle solche Hilfeleistungen werden dankbar anerkannt werden. Alle Sendungen sind zu richten an: D1\ Leon Nemoy, Catalogue Division, Yale University Library, New Haven, Connecticut, U. S. A. Hinweis. Diesem Heft liegt eine Sammelbestellkarte des Verlags Gustav Engel, Leipzig bei zum Bezüge der Werke: Perles, Jüdische Skizzen; Herford, Die Pharisäer und der von der ,,Vereinigung für Schriften über jüdische Religion“ herausgegebenen Sammelbände: Die Lehren des Judentu ms. Die Mitglieder der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums erhalten erhebliche Ermäßigung. Verlag der MGWJ. Unberechtigter Nachdruck aus dem Inhalt dieser Zeitschrift ist untersagt. Für die Schriftleitung verantwortlich: Prof. Dr. I. Heinemann in Breslau. Druck von Th. S <h a tz ky Breslau 6.