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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1930-01-01 · Heft 3 · p. Seite 227

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
74 (1930)
Issue
Heft 3
Article
[Rezension]
Date
1930-01-01
Page
Seite 227 (sequence 1)
Language
German
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227 Besprechungen Bergs trägst, Hebräische Grammatik. Mit Benutzung der von E. Kautzsch bearbeiteten 28. Auflage von Wilhelm Gesenius* hebräischer Grammatik verfaßt von — ( Wilhelm Gesenius’ hebräische Grammatik, 29. Auflage). II. Teil: Verbum, 2. Hälfte. Leipzig, J. G. Hinrichs’sche Buchhandlung, 1929. 8°. S. 87—182 nebst Titel und Inhaltsverzeichnis für den ganzen II. Teil. 6,— RM. Die zweite, abschließende Hälfte der vorliegenden Lehre vom Verbum, deren erste Hälfte zusammen mit Teil I (Einleitung, Schrift־ und Lautlehre) in dieser Zeitschrift, Jahrgang 1927, S. 230—232 angezeigt worden ist, ist nach einer Pause von drei Jahren erschienen. Da wird der Wunsch und die Bitte berechtigt sein, daß die weiteren Teile in etwas kürzeren Abständen folgen, damit die alte berühmte Grammatik, wenn auch in völliger Umgestaltung, bald wieder vollständig vorliegt. Diese Bitte ist um so dringlicher, als das [Register, das zunächst für Teil I und II ausgearbeitet und der vorliegenden Lieferung beigegeben werden sollte, und das den überaus reichen Inhalt dieser Teile der Benutzung erst recht erschließen würde, nun tatsächlieh nicht erschienen ist, der Benutzer vielmehr auf ein Gesamtregister zu allen Teilen vertröstet wird. Desgleichen vermißt man schmerzlich die Paradigmentafeln, ohne die die vorliegende Darstellung der Lehre vom Verbum unanschaulich und unvollständig ist. Dagegen ist es dankbar zu begrüßen, daß eine Reihe von Nachträgen und Berichtigungen zum ersten und zweiten Teil schon jetzt geboten werden; sie füllen in Petitdruck die Seiten 175—182. Wie in den ersten Lieferungen so bietet der Verf. auch in der vorliegenden eine überaus reiche Fülle von Stoff, den er zum großen Teil aus dem Lexikon und der Konkordanz neu erhoben hat. Dabei sind auch die massoretischen Varianten, insbesondere die Abweichungen der orientalischen Punktation, in möglichstem Umfang berücksichtigt worden. Desgleichen ist die vorhandene Literatur in weitestem Umfang herangezogen und in den Anmerkungen zum großen Teil mit kritischer Auseinandersetzung angeführt. Während die erste Hälfte des zweiten Teiles die Flexion des Verbums im allgemeinen und außerdem von den einzelnen Konjugationen das Kal behandelte, bringt die vorliegende zweite Hälfte zunächst in § 15—20 die Besprechung der weiteren Konjugationen, wobei das den starken und schwachen Verben Gemeinsame zur Darstellung kommt, und sodann in § 21—31 die der Besonderheiten einzelner abweichender Verbalgruppen, der Verba mit Laryngalen, der Verba פ״י ,ט״ן usw. Daß hier den Hauptgruppen der doppelt schwachen Verba keine gesonderte Behandlung zuteil ward, erscheint mir als ein Nachteil gegenüber den früheren Auflagen; der Lernende wird schwer־ lieh imstande sein, sich von der Flexion eines Verbums wie נטה ein einigermaßen klares Bild zu machen, weil er die Angaben verschiedener Steilen kombinieren muß. Hier zeigt sich wieder, was ich bereits in meiner vorigen Besprechung bemerkte, daß der Verf. die Grammatik nicht mehr auf die Bedürfnisse derer berechnet, die das Hebräische erst erlernen wollen, sondern für solche schreibt, die das Hebräische bereits nach einer Elementargrammatik gelernt haben. Das zeigt sich *auch sonst mannigfach. In den einzelnen Paragraphen registriert der Verfasser den Tatbestand der vorkommenden Bildungen, richtet aber sein Interesse ganz wesentlich auf die Fälle, in denen mehrere Bildungen nebeneinanderstehen, wobei dann die Hauptbildung und die selteneren Nebenbildungen nicht auf Text und Anmerkungen verteilt sind. Erscheinungen, die regelmäßig und konsequent eintreten, die also aus dem — freilich noch nicht vorliegenden — Paradigma abgelesen werden können, interessieren ihn. so wenig, daß er sie bisweilen überhaupt nicht erwähnt, sondern sie als selbstverständlich bekannt voraussetzt. Die Abwandlung des Vokals der letzten Stammsilbe in der Flexion ist im ursprünglichen Text nur in einigen Einzelheiten besprochen, erst ein Nachtrag zu § 2 d sucht diese Lücke, die also der Verf. selbst bemerkt hat, auszufüllen durch eine kleine Tabelle typischer Formen, die doch schließlich nur ein ganz dürftiges Exzerpt aus der Paradigmentafel ist und die Formen ohne jedes erklärende Wort lediglich vorführt. Aber selbst mit dieser nachträglichen Ergänzung reichen die Angaben nicht aus. Wenn es z. B. in § 17 d vom Perf. Piel heißt: ,,Der Vokal der 2. Stammsilbe 15*

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