Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 74 (1930)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Urkundliches über jüdische Handwerker in Mähren
- Date
- 1930-01-01
- Page
- Seite 217 (sequence 21)
- Language
- German
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hergestellt1; das Eisentor stammt ans dem Jahre 1768, doch das Steinportal dürfte älteren Datums sein. An der Ostwand der Friedhofsmauer in Meseritsch ist das Kaddischgebet auf einer Steintafel eingegraben, darauf nennt sich der Schreiber und Steinmetz Aber bri, Diener und Beglaubigter (Scliammasch we-Neeman), der Steinhauer heißt Baruch b. Hirsch Lob (undatiert). Aus dem Jahre 1710 stammt das schöne steinerne Waschbecken, welches aus jüdischer Meisterhand hervorgegangen ist. Es hatte früher im Vestibül der Neusynagoge in Trebitsch seinen Platz und steht jetzt am Eingänge des Friedhofes in T. Strumpfstricker (Judendt. Strimpfstricker). Im Jahre 1592 leben Israel S. und Jekl S. in Ung. Ostra2. Aus Leipnik (1655) kennen wir Moses S.3 und aus Holleschau (1675) Jelinek4 S. — Aron Wagner in Neu Raußnitz wird um 1800 von der Tuchmacherzunft freigesprochen und so wird ihm ein Lehrzeugnis erteilt5. Im Jahre 1825 wird Karl Grünfeld in Raußnitz als Kasemirmacher gesell genannt6 7. Abkürzungen in den Literaturn ach Weisungen. D’Elvert, Gesch. d. J.: D’Elvert, Christian, Zur Gesch. d. Juden in Mähren u. österr. Schlesien, Brünn 1895. Jahrb. d.jüd. liter. Geselisch.: Jahrbuch der jüd.-literarischen Gesellschaft, Frankfurt a. M. Juden gern.: Die Juden und Judengemeinden Mährens in Vergangenheit und Gegenwart, Brünn 1929. M. L. A.: Mährisches Landesarchiv. Müller, Beiträge: Müller, Willibald, Beiträge zur Geschichte der mährischen Judenschaft, Olmütz 1903. Scari, Juden: Scari, Hieronymus, Systematische Darstellung der in Betreff der Juden in Mähren und im k. k. Antheile Schlesiens erlassenen Gesetze und Verordnungen, Brünn 1835. Wekebrod, Sammlung: Wekebrod, Franz Xaver, Sammlung der seit dem Jahre 1600 bis zum Jahre 140ל ergangenen allerhöchsten Gesetze, Brünn (ohne Jahreszahl). wörtlich Zitat. _ Zur Frage der slowenischen Bestandteile Von B. W e i n r y b in Breslau. Ich habe bereits auf den Seiten dieser Zeitschrift8 die Schwierigkeiten betont, auf die man stößt, wenn man die slawischen Elemente der jiddischen Sprache auf die einzelnen slawischen Sprachen zurückführen will. Man müßte dazu, auf Geschichte, 1 Judengem. S. 226; hebr. Inseln*, auf dem Portal. 2 Judengem. S. 563. 3 Judengem. S. 302. 4 Judengem. S. 235. Jelinek ist Vorname. Der Rufname für Naftali, mit Bezug auf Gen 492ן : ,,Naftali ist eine flüchtige Hindin (Hirschkuh)“, Hirsch, Hirschl, Judend. Herschel, Harschl, Haschl, Verkf. Haschele, poln. Jelin, c. Verkf. Jelinek, s. Flesch, jüd. Farn.-Forsch. II, 1 S. 110. 5.Flesch, MGWJ 1927, S. 272. 6 Flesch, Hickl’s jüd. Volkskalender J. 5688, S. 105. 7 Vgl. MGWJ. 1929, S. 475 ff. 8 MGWJ. 1929, S. 276.