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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1930-01-01 · Heft 3 · p. Seite 215

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
74 (1930)
Issue
Heft 3
Article
Urkundliches über jüdische Handwerker in Mähren
Date
1930-01-01
Page
Seite 215 (sequence 19)
Language
German
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Schubra, Lederbestandler, Ung. Ostra 16801; Salamon Markus Lederer, Göding 17002; Max Klein Kind Lederer, Jamnitz 17533. Der Prerauer Kreishauptmann berichtet am 10. Juli dem Gubernium über 9 jüdische Lederer4 namens Markus Isak in Chorin, Jakob Selig in Holleschau, Salamon und Markus Selig Gebrüder (Besitzer eigener Ledereien), Isak Markus Hustopetsch, Bernard Salamon Tutschin, Markus Aron Przestawlk, Jakob Markus Kowalonitz. Alle sind geprüft und erhalten vom Gubernium die Erlaubnisscheine5. Am 13. April 1782 sendet der Prerauer Kreishauptmann das Zeugnis des Lederhaus-Bestandjuden Josef Tschassny in Przedmost an das Gubernium, welches den Schein ausstellt. Am 27. April 1782 wird dem Samuel Salamon, Lederhauspächter in Augezd6 nach erfolgter Prüfung der Schein erteilt. Der Mandator der Herrschaft Jaispitz J. U. Dr. Johann Krziwanek bringt die Errichtung eines herrschaftlichen Lederhauses in Strelitz zur Anzeige und bittet, den Bestand]uden mit seinen Meisterstücken an die Brünner Lederzunft zu weisen und ihm zu erlauben, inländische Märkte zu beziehen7. Nach 1800 erscheint Philipp Flesch8 als herrschaftlicher Lederhauspächter in Raußnitz. Kappelmacher. Markus Jakob Kappelmacher, Ge witsch 16579■ Moses K., Kojetein 165710; Jakob Wolf K., Austerlitz 167011. Die Hohenplotzer Judengemeinde wendet sich im Jahre 1763 mit der folgenden Beschwerde an das Gubernium12. Ein Nikolsburger Jude, der in Hotzenplotz verschiedene Samte und andere ,,Schlappel oder Kappel'*, welche die Juden auf dem Kopie zu tragen pflegen, zu kaufen pflegt, ist zu diesem Zwecke vor kurzer Zeit hierher gekommen. Als der einheimische Jude in der Judengasse die Kappen feilbot, überfielen die christlichen Kürschner den Verkäufer und nahmen ihm die Ware gewaltsam weg". Das Gubernium gibt im Jänner 1764 den Bescheid, daß das Kappel von einem berauschten Kürschner weggenommen wurde, weil er glaubte, es sei mit Pelzwerk gefüttert. Da der Kürschner ,,nach Geständnis der Juden" durch den Stadtrat bestraft wurde, ergibt sich, ,,daß stadträtlicherseits der Judenschaft mehr Schutz und Billigkeit als Unbilligkeit zugewandt wurde". Knöpfelmacher (auch Knöpfmacher und Knepmacher Judendeutsch). Jakob Wolf K. in Austerlitz13 1670; um 1780 in Boskowitz eine Familie Knöpflmacher14. Im Jahre 1782 ersuchen die Knopf mache r Raphael Salamon und Löbl Salamon in Weiß- 1 1. c. S. 564. 2 1. c. &. 214. 3 ]. c. S. 257. 4 M. L. A. J. 42. 5 M. L. A. J. 42, Z. 559. 6 M. L. A. J. 42, Z. 11303. 7 M. L. A. J. 42, Z. 995. 8 Flesch, Fam. Flesch, S. 27. 9 Judeagem. S. 206. 10 1. c. S. 281. 11 1. c. S. 112. 12 M. L. A. J. 79, s. 0. S. 209 Anm. 1. 13 Judengem. S. 112. 14 Mazebotb. Boskowitz, Mscpt,

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