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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1930-01-01 · Heft 3 · p. Seite 190

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
74 (1930)
Issue
Heft 3
Article
Aus ostjüdischer Geschichte [Rezension]
Date
1930-01-01
Page
Seite 190 (sequence 7)
Language
German
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190 Bielsk (1569), Biezun (1796, 1908 1767 J.), Chocz (1620?), Chodecz (1569), Czersk (1483), Dobra (1712, 1908 1257 J.), Dobrzin an der Weichsel und Dzialoszyn (16. Jahrhundert, 1908 3171 J.). Vielleicht läßt das Fehlende in den kommenden Abhandlungen bei den Monographien der betreffenden Bezirke oder Landesteile (z. B. Provinz Posen, Ost- und Westpreußen usw.) sich nachholen. Gegenstand dieser Untersuchung war es nicht, inwieweit die jüdischen Personlichkeiten dieser Länder berücksichtigt worden sind. Auf den ersten Blick fehlt so mancher, z. B. die Posener Chajim ben Zebi Hirsch, Verfasser des חיים DD, Asarja ben Simson, Verfasser der Glossen zum Issur we-Hetter haaruch, Abraham Basch u. a. Im einzelnen ist noch zu bemerken: I 36, Zempelburg liegt nicht im Kreise Thorn. I 62, Aaron aus Krakau wird nach Wetstein im 1907 המצפה Nr. 33 S. 6 nicht 1465, sondern am 16. 6. 1469 erwähnt. III 1154 statt 1655״ während der Kosakenaufstände“ lies: am 22. Oktober 1656 während des Schwedenkrieges (Lewin, die Judenverfolgungen im 2. schwed.-poln. Kriege, Posen 1901, S. 12). IV 870 ist das Frage- Zeichen zu streichen; Blücher war 1861 Rabbiner in Kosten (Posen) (Hamagid, Lyck 1861, S. 16). IV 1131 f. Büchner. Weshalb bei den in Galizien geborenen oder dort wirkenden nicht Bochner, da doch dieses auf Bochnia in Galizien als Herkunfts- oder Wohnort hinweist, und auch David Kaufmann, Wachstein und Jewish Encyclopedia so lesen? Jüdisches Lexikon, Ein enzyklopädisches Handbuch des jüdischen Wissens in vier Bänden. Jüdischer Verlag, Berlin (1927 ff.). Bisher sind drei Bände erschienen. Unübersehbar ist die Zahl der ostjüdischen Mono- und Biographien, die sich durch Prägnanz, Objelctivität und Treffsicherheit auszeichnen. Eine Verschmelzung von multa und multum trotz der Gedrängtheit, die dem ganzen infolge seiner Anlage hat auferlegt werden müssen. Zahllose schöne Illustrationen schmücken die Darstellung. Wo es notwendig ist, wird mit dem Raume nicht geknausert, z. B. bei den Artikeln Amerika, Antisemitismus, Beilis-Prozeß, Böhmen, Chassidim, Jüdisches Drama, Galizien, Gemeinde, Gemeindesteuern, Grabsteine, Handwerk, Haskala, Jiddische Sprache, Kahal, Kolonien, Kommunismus, Literatur, Maggid, Mähren, die einen bedeutenden Ausschnitt aus ostjüdischer Geschichte, Literatur und Kultur bieten. Die Redaktion ist bestrebt, möglichst Vollkommenheit zu erreichen und sandte Desideratenlisten an Gelehrte und Literaten mit der Aufforderung, Lücken auszufüllen. Die Bitte an die Leser um Mitteilung von Fehlern ist bezeichnend für den hohen Ernst und die Gewissenhaftigkeit, mit denen man an die Arbeit ging und sie durchführte. Ueber die polnischen Zweige der Familie Bacharach s. Jahrbuch der jüd.-lit. Gesellschaft V 315 f. Auch hier wieder der Fehler, daß Sabbatai Baß’ Eltern in den Kosakenverfolgungen ihren Tod gefunden hätten (s. oben bei Encyclopaedia judaica). Jakob Hamburger war Rabbiner in Neustadt bei Pinne (Lwöwek, Lwowko, ועלופקי!). Bei R. Jakob Lissa lies Kalusz (Galizien) statt Kalisch. Das Judaisieren hat in Polen und Rußland seit dem Mittelalter bestanden, s. MGWJ 1905 S. 744 f., Jahrbuch der jüd.-lit. Gesellsch. VII 375 ff., IX 498 ff., XI 268 ff., Philippson-Festschrift S. 96 ff. Der Posener Märtyrer

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