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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1930-01-01 · Heft 2 · p. Seite 139

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
74 (1930)
Issue
Heft 2
Article
[Rezension]
Date
1930-01-01
Page
Seite 139 (sequence 2)
Language
German
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139 (S. 170) Jes ll14 gänzlich verfehlt, weil Verf. נכרים anstatt נכדים punktiert. Ein Fehler wie (S. 174) Jes 2412j wo das unverständliche ,,und der Fluch verteilt diese Verse“ (sic) entstanden ist aus ואלה השלשה פסוקים anstatt ואלה. (S. 173) Jes 245 ist gänzlich mißverstanden. Da ist 'ולפי gelöst in ולפיכך, anstatt:בענש ישראל יבא להם מה שיבא מן הרעה — .ולפיתשנו wird übersetzt ״wenn sie Israel strafen werden wird ihnen begegnen was aus dem Bösen fortkommtcc (l) (S. 174) Jes 2413 übersetzt Verf. יסופו mit sammeln anstatt sterben. (S. 175) Jes 2416 ״ וזולתםmit Ausnahme usw. ״wodurch der ganze Passus verdreht wird. Es soll heißen: und außerdem (auch) die Bewohner. (S. 183) Jes 419 wird עבד במקום עתיד übersetzt ״jetzt geht er über in Futur“! Es soll heißen: hier steht Perf. anstatt Futur (perf. propheticum). (S. 185) Jes 428 ist der Sinn des Ausdruckes ישתתפו אותם עמי בשם אלד,ים "sie benutzen für sie (die Götter) den Namen Gtt als Homonym“ dem Verf. ganzlieh entgangen. Er liest עמי für עמי und verbalhornisiert die ganze Stelle. (S. 218) Jes 6018 hat Verf. ״ יספדוwerden nicht mehr gezählt werden“ und um das verständlich zu machen in einer Fußnote ״wahrscheinlich Soldaten“. Man lese ״ ןספרוes wird nur das Lob Gottes verkündet werden (S. 213) Jes 59!6 ר׳ יהושע בן לוי רמי. Hier wird die Tannaimschule mit einem neuen Namen bereichert in der Uebersetzung ״Weiter fragt noch R. Josua der Sohn des Levi Rammi (rab ammi)“. Daß רמי eine Verbalform ist und fragt bedeutet, war dem Verf. leider nicht bekannt. (S. 214) Jes 5916 übersetzt Verf. ״ מסופקיםsie schlagen die Hände ineinander“. Offenbar dacht er an Numeri 2410. Wir haben hier aber das Verb. ספק Denominativ von ספק — zweifeln, in Neuhebr. wohlbekannt. Weiter in demselben Passus liest er ועדין anstatt ויכלו; ועדין übersetzt er sie werden sich einigen anstatt ״sie werden verkümmern Haag. I. Maarsen. מקורות להיפטוריא ישראלית, לשמוש בבתי ספר תיכוניים חוברת א׳ וב/ הוצאת עברי וורשה. חרפ״ח, תרפ״ט. Für die jüdischen Mittelschulen in Lodz sind bisher zwei Hefte von Quellen-Schriften herausgekommen, deren Drucklegung — wie ich höre — dem Eifer des Dr. Markus Braude, Rabbiner in Lodz, zu verdanken ist. Der Mangel hebräisch geschriebener Geschichtswerke, so wird im Vorwort ausgeführt, machte diese Drucklegung notwendig. Grundsätzlich ist es ohne Zweifel zu begrüßen, daß die Schüler an die Quellen herangeführt werden; nur hätte die Quelle vielleicht einleitend ihrem Werte nach gewürdigt werden sollen. Ein solches Urteil wird in dem vorliegenden Falle dadurch erschwert, daß die Heranziehung der Quellen bis ins einzelne erfolgt, so daß die gebrachten Stücke zu kurz sind, um über den Verfasser etwas sagen zu können. Heft I gilt der Zeit vom Babylonischen Exil bis zur Hasmonäerzeit. Bibelstellen werden nur genannt, nicht im Auszug gebracht. Andere in Betracht kommende Stellen werden reichlich zitiert, so Josephus, die Makkabäerbücher, das N T, talmudische Schriften, Apokryphen usw. Die Uebersetzung geht leider nicht immer auf das Original zurück, so ist Josephus nach dem deutschen Text von Clementz übersetzt worden, bisweilen werden vorhandene Uebersetzungen benutzt, so für das N T die von Franz Delitzsch. Die erklärenden Bemerkungen im Text — sei es in Klammern oder auch in Fußnoten — dürften m. E. zu gering sein. Auch müßte bei den Stellen aus dem Talmud eine ungefähre zeitliche Ansetzung gegeben werden. Heft II gilt der Zeit von Herodes bis zur Zerstörung des zweiten Tempels. Außer den schon genannten Quellen finden wir hier an rechter Stelle die lateinischen Prosaiker und Dichter mit ihren bisweilen nur kurzen Meldungen und stets auch mit einem Hinweis auf die Hauptquelle, die ausgiebigen Werke des Josephus. und die vielen bei Philo zu benutzenden Stellen, auch die sibyllinischen Orakel, die Apokryphen, selbst Münzen und Inschriften — zwar nicht zur Genüge, Ostraka gar nicht — werden herangezogen, so daß die äußeren und inneren Verhältnisse der Juden jenes so unendlich wichtigen Jahrhunderts durch vielerlei Mund und in mancherlei Ursprachen zu den Schülern reden. Die Belesenheit des Sammlers ist groß, er kennt die Personen, deren Schriften er exzerpiert, weiß über ihre Lebenszeit und ihre Schriften das Nötigste zu sagen und nennt z. B. Josephus einen Hofhistoriographen (S. 13), dessen Mit-

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