Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 74 (1930)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Bemerkungen zur Liturgie und Geschichte der Liturgie
- Date
- 1930-01-01
- Page
- Seite 126 (sequence 23)
- Language
- German
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126 מלך העולם in den Benediktionen aus jener Zeit und aus derselben Tendenz stammen: Protest gegen die Regierung der Herodäer1. Doch darüber an anderer Stelle. S. 97. Tempelberg und Osttor als Versammlungsplatz für Gebete. — Ausführlich darüber bei Büchler, Types of Jewishpalestinian piety, S. 205 f. Hinweis Prof. Büchlers. S. 100 Anm. 1. Im Zitat aus Maimuni: ,,und zwar von der Linie Salomo/‘ — Diese Bemerkung Maimunis ist höchstwahrscheinlieh eine Polemik gegen die Ansicht, daß der Messias ben David von der Linie Nathan abstammt2 3. S. 106. Schema ursprünglich als Thoravorlesung gedacht. — Vielleicht läßt sich noch eine Spur dieser Auffassung darin erblicken, daß in manchen Gegenden vor קריאת שמע על המטה eine spezielle Benediktion gesprochen wurde: ברוך אתה יי א' מ׳ ה' אשר קדשנו 3במצוותיו וצונו על קריאת שמע. S. 110 Anm. 2. Judenchristen als Delatoren. — Vgl. noch Joel, Blicke I 32 ff., II 49 ff.; Guttmann MS. XLII, S. 344; Bacher, MS. das. S.506; Elbogen, Der jüdische Gottesdienst S. 37. S. 113 und Anm. 3. Das Trishagion in der Kirche. — Vgl. noch Diestel, Geschichte d. Alten Testaments in d. Christi. Kirche, S. 122; Mann, Hebrew Union College Annual IV, S. 263 ff. Jacob Perez de Valeetia. Von A. K a m i 11 k a in Wien. Im Vertrauen auf das sehr gelehrte Werk von Ludwig Distel, Geschichte des A. T. in der christl. Kirche (Jena 1869) habe ich in einem Artikel ,,Bibelexegese“, Encycl. Jud. IV (Col. 636) Jacob Perez de Valentia (gest. 1491) als getauften Juden bezeichnet4, Distel schreibt nämlich (S. 204) von ihm, daß seine ,,bedeutende Belesenheit im Talmud und in rabbinischen Schriften den Exjuden sehr deutlich verrät“; ferner: ,,er vereinigt den blinden Eifer des Renegaten mit der kleinmeisterlichen Verschrobenheit des Talmudschülers“. Nachträglich gelang es mir jedoch, seine ,,Centum et quinquaginta Psalmi Davidi ci“, seinen Kommentar zu Canticum und seine Schrift ,,Contra Judaeos“ näher kennen zu lernen, und ich muß es als ausgeschlossen betrachten, daß jener sehr gelehrte Bischof jemals ein Jude oder gar ein Talmudschüler gewesen wäre. Die ihm von Distel nachgerühmte Talmudkenntnis ist nicht zu finden, wenn nicht als solche eine hin und wieder vorkommende, gerade die Unkenntnis enthüllende Bemerkung aufgefaßt werden soll (so z. B. in Psalmi, ed. 1509, Fol. XVII 1, daß Rabina und Rab Asche die Erfinder der Punktation gewesen wären). Da wimmeln z. B. die Schriften von Hieronymus 1 Das. Anm. 2. 2 Vgl. darüber Aptowitzer, Parteipoiitik der Hasmonäerzeit S. 114 ff. 3 Vgl. Responsum R. Hais in שערי תשובה Nr. 57 und Genizafragment bei Mann, Hebrew Union College Annual II S. 287 Anm. 51. 4 Nachträglich während des Druckes richtiggestellt, wofür das Folgende eine Begründung ist. ’