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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1929-01-01 · Heft 7 · p. Seite 465

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
73 (1929)
Issue
Heft 7
Article
Aruch ms. Breslau
Date
1929-01-01
Page
Seite 465 (sequence 15)
Language
German
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465 bemerkt worden, solche biblische Schlagworte, nach denen allerdings ein Midrasch oder Targum folgt, gar nicht׳ aufzunehmen pflegt; in ed. pr. ist der Artikel da! — In 385 ,6) פסקa) nimmt K (Anm. 5) das Wort פירוש aus Hschrr. und ed. pr. auf; in B steht es nicht! — In פרדכש endet der Artikel bei K (6, 412b) mit!פרכשאד, ed. pr. und andere Drucke haben פרלכשאה, B hat abweichend פרדכשתא. — In!רחש wird das Wort ודאי von K auf Grund von Hschrr. aufgenommen; B hat es aber nicht, wohl aber ed. pr. Das sind, so glaube ich, entscheidende Merkmale des Getrenntseins von B und ed. pr. In Gruppe A konnten wir zwar viele Uebereinstimmungen zwischen den beiden wahrnehmen, doch sind sie nicht ausschlaggebend, weil dieselben Merkmale auch anderen Textzeugen eignen. Noch sei bemerkt, daß B in vielen Stücken zusammengeht mit Ms. ®ו, wovon oben gelegentlich genug Beispiele geliefert wurden; eine vollständige Beweisführung gehört nicht hierher. Die Kränchen der Thora. Von Ludwig Blau in Budapest. Moses Gaster hat den Kodex Nr. 85 seiner Handschriftensammlung, die jetzt dem British Museum gehört, in Faksimile herausgegeben und hierzu ein eigenes Buch als Einleitung veröffentlicht1. Mir liegt bloß letzteres vor, welchem ein Blatt des Kodex beigegeben ist. Ich werde mich indes auf die Besprechung einiger Probleme beschränken, welche in der gedachten Einleitung angeschnitten werden. Es sind nicht wenige, man könnte sagen bis auf die Literarkritik fast alle, welche mit der Geschichte des hebräischen Buches Zusammenhängen. Wie bekannt, befinden sich auf manchen Buchstaben der Synagogenrolle Strichelchen, nach alter Vorschrift von eins bis sieben, welche ״dünn wie ein Haar“ sein sollen. Gegenwärtig sind es aber nur sieben Buchstaben, welche in dieser Weise verziert werden, weil der babylonische Talmud, die maßgebende Autorität, lediglich diese erwähnt. Die Strichelchen werden Krönchen, hebräisch כתרים, aramäisch תנין, genannt. Eine Anweisung über״ den Gebrauch dieser Krönchen enthält das Büchelchen ספר תגין, wie auch ein מדרש קצר על התנין וויונין, welche B. Goldberg herausgegeben und Senior Sachs mit einer hebräischen, I. I. L. Barges mit einer lateinischen Einleitung versehen hat2 *. Gaster, der, sicherlich infolge 1 The Tittled Bible, a model Codex ■of the Pentateuch, reproduced in facsimile from ms. no. 85 of the Gaster Collection Now in the British Museum. Together with a dissertation on the History of the Tittles, their origin, date and significance by Moses Gaster. London, Maggs Bros, 1929. . 2 ספר תנין על תגי אותיות אשר בספר התורה וכר נמצא כתוב הדור באוצר הספרים להקיריה פה פרים וכר נעתקו על ידי איש ב״נ. מדרש קצר על התנין וויוגין ואותיות גדולות וקטנות וכר הנמצא באוה״ם וכר להגביר נינצבודג וכר ונלוה לוה חקר דבר קדמות‘ הספר תנין,? והעדה על דבר שמושא רבא, וספרי אותיות דר4 עקיבא, מאתי שניאור זק״ש וכר נרפם כפרים בשנת וכתר וכר. Lateinischer Titel: Sepher Taghin Liber Coronularum. J. J. L. Barges, Paris 1866. In ,,The Massorah“ von Chr. D. Ginsburg, Teil II sub תנין, ist eine Liste der zu verkürzenden Buchstaben in alphabetischer Reihenfolge nach den Stellen des Pentateuchs geordnet aus einem Manu־ skript abgedruokt.

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