Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 73 (1929)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Aruch ms. Breslau
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 452 (sequence 2)
- Language
- German
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452 102 ,3) דפקרפלן): disciplina (mit gr. Aussprache, Lehnw. 209) Auffallend ist, daß Schlagwort etwa disciplin, das Zitat jedoch disciplina lautet. Nun hat aber B als Schlag ort דיסקופלם, lies דיפקיפלינס, also acc. pl., wie oft in Lehnwörtern, und hier auch noch durch den Context gegeben, also unzweitelhaft richtig. Nur die Späteren, die it. disciplina im Aruch lasen, fanden es gut, auch das midraschische Wort gleich so zu' gestalten. 125 ,3) דקליקום) it. אבוקטו avocato (K, besser avvocato); B hat aber (1. אבוקטרו ('״טורי avvocatore. Dazu in dem mir vorliegenden Vocabolario della Lingua Italiana von N. Zingarelli (Milano 1925): Magistratura veneziana cui era confidata la tutela delle leggi . . . Man vgl. nun, wie das vortrefflich den von Aruch angeführten Text erklärt. 271 ,4) כסבר), Aruch: So auch Arabisch: כסבד, dann it. coliandro, aber mit פירוש eingeleitet, als ob das Erklärung des Arabischen wäre! B hat dieses לעז nicht, folglich erweist sich dasselbe als von Späteren, etwa von Mussafia, zugefügt. 336 ,4) כרפט), auch קרצטיון geschrieben (Lehnw. 570), aus dem Gr. genommen und auch ins Syrische und Arabische eingedrungen1. Das לעו des Aruch lautet אישתדירא, was K durch stadera widergibt (besser stadera), gegen Levy, der statera setzt. Aber Levy hat recht' denn in des Aruchs Zeiten hat das it. Wort noch so gelautet. B hilft uns zu entscheiden; es hat nicht nur קרצטין, was besser ist (obzwar unter kaf eingereiht), sondern auch it. אשתאר1י[ר]א, also statera. 6,136) סרט Anm. 5). Vor uns steht אפטרדא strada; so im It. heute, aber B hat איפתראטא, und das ist altit. strata. Der Fall ist dem früheren gleich. 327 ,6) 0ירשצ) Buchsbaum. Im Aruch erst (gr.) פלקסעון, dann: Manche sagen: הומו bosso. K merkt an, daß das in keiner Handschrift stehe, steht auch nicht in B, folglich nicht echt. Es ist vielleicht nicht richtig, B so sehr zu bewerten, aber alle Indizien sprechen dafür. 345 ,6) פלייטון), natürlich lat. foliatum in gr. Gewände (Lehnw. 459, angemerkt: ms. Maim. arab. Berlin פלייטום). Nun hat B einmal פליטום, das andere Mal פלייטוס, was augenscheinlich ם sein soll; außerdem noch פלליטון und פליטין, und erst das ist griechisch. DIDp (7, 148, Lehnw. 535). Das Wort ist gr., wozu Aruch it. אילרא setzt. K hat nicht erkannt, daß edera ellera, und erst im Index seines Sohnes George AI. Kohut wird richtig ellera gesetzt; lies ellera. Nun fügt aber B hinzu: ובלשון יון איידד. Ich möchte dafür קרעי lesen, Plural von xpwov, vgl. L ö w, Flora I, 220. 175 ,7) קצה) Färberröte, it. רוייא, K richtig robbia. B bietet aber רוגא, und zwar mit Strich auf dem g, die Aussprache andeutend. Nun gibt es ein veraltetes roggio, wie robbia aus rubia, so dieses aus rubeus gebildet (Zingarelli), und das ist unzweifelhaft gemeint: rosso, fulvo; es wäre auch verwunderlich, daß rubbia mit רוייא zwei Jod geschrieben wäre, aber für roggio ist das gut. 1 Siehe Fleischer zu Levy II 457.