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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1929-01-01 · Heft 5 · p. Seite 314

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
73 (1929)
Issue
Heft 5
Article
Raschis Kommentar zu den zwölf kleinen Propheten und zwei der ältesten Handschriften
Date
1929-01-01
Page
Seite 314 (sequence 7)
Language
German
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314 Zur hebräischen Wortkunde. 1. Zu teräfim. Von I. L öw in Szeged. Meine These, teräfim sei nicht eine Bezeichnung gewisser Idole von seiten ihrer Gläubigen, sondern ein verächtlicher Ausdruck ihrer Gegner1, ist, so weit ich sehe, nüf in einer Andeutung Mandel■־ kerns sv berücksichtigt worden. Die Kombination mit rne^örn ha-töref, pudenda, findet sich bei G. Brecher (Das Transcendentale, Wien 1850, S. 141), wird aber dort irrtümlich dazu verwendet, die t graf 1m für Lingambilder zu erklären. teräfim ist Kakophemie für Götzenbild. Dies geht schon aus Gen 3119. 34. 35 hervor, wo der Erzähler an dem Worte festhält, während Laban und der ihm antwortende Jakob von ,elöhlm reden (V. 30, 32). Dies ist noch im Sprachbewußtsein wirksam, wenn es II Kön 2324 heißt: Dazu vertilgte Josijahu die Totenbeschwörer, die Zeichendeuter, die teräfim und die gillüllm und alle gikküslm, die im Lande Juda und in Jerusalem zu sehen waren. Aehniiche Synonyma sind noch ,eillim, böget und tö'ebä. Mignisqh heißt 2תלפות heidnische Versammlung A. z. 2, 3. T. I 46116, j. II 41b43, b 29b, 32b; von der Verbitterung des Mittelalters auf die Kirche übertragen: bet ha-töref: REJ 68, 132. 136. 145. 69, 111. Aruch sagt treffend: der Götze heißt kakophemisch tarpüt. Etymologisch hat schon die mignische Zeit teräfim mit h i t r I f, ,,verfaulen" kombiniert (Sifra 87a Weiß, Seeltöt Nr. 52, auch Tanh, vajese 12, REJ 14, 1013). Abot Natan 101b Schechter hat mittarflm. Aus der Bedeutung ״faulen" entwickelte sich die Bedeutung: pudenda mulieris, betha-torpä, wie ähnlich betha-böget (Preuß 135), Blöße, Scham, Schande und endlich der im Formulare leergelassene Raum ״die Blöße" (Gitt. 21b: meköm ha־.töref), b e t h a־torpä תולפה Ter. 8, 8 (j. Pes. I 28a30, b 15a, Bech. 33b); mek. ö m ha - torpä: Sefer Thora Ende; Soferim 5, 15 (S. 81, Müller3); Sabb. 64b, T. XII 12828, Ber. 24a (MsM); andere h a - t o r e f: Nid. 8, 1 (Maim. ed. Derenbourg בית תורפה של ♦ ♦ התרפה T. VII 64838, j. II 49d46, s4, b 57b (parallel הנופת Ned. 20a). Jerusalems Blöße תדפה של ירושלם törpah MTaan. VI (Neubauer, Chron 2U, TSnh. III 41826. תורפת ירושלם törpat j. I 19b,*, jSvu. II 33d 1. Z. b 16a. — 4תורף Ozar Midr. I 40 Nr. 29 Wertheimer. 1 WZ KM 10, 186. ־— Unwesentliches OLZ 1914, 504. Jeremias ATAO3 323, 684. 2 תדפותה Bechor Schor, Monatsschrift 1912, 6ל2ל. 8 Müller wiederholt den Unsinn Tuprjcpi aus Schönhaks Masblr ^ädäs. 4 החורף .1 בית התורף Ozar Midr. 161b Eisenstein, Leket midräsSt 12 b Wertheimer.

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