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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1929-01-01 · Heft 4 · p. Seite 250

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
73 (1929)
Issue
Heft 4
Article
[Rezension]
Date
1929-01-01
Page
Seite 250 (sequence 7)
Language
German
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250 des Fastengebetes keine antihasmonäiscbe Politik entdecken (S. 238). Dürfte man vielleicht taxo mit סךר (Ordner) vergleichen? (S. 266 zu S. 162.) Nur das Jubiläenbuch behauptet die Ewigkeit des Gesetzes. So? Was sagt R. Jehoshna ben Chan an ja zu Hadrian im Dialoge (M. Eccl. r. 9, 4, Midr. Ruth 3, 2, M. Koheleth Zutta, S. 120), ebenso anonym b. Sabbath 30a. R. Simon ben Jochai (Gen. r. 6, 14, pal. Sanh. 20 c Pesikta 168a etc.), Lev. r. c. 19, Gant, r. 5, 9, Eccl. r. II 2, Tanh. B III 28, vgl. auch REJ. 17, 64, R. Jehoschua ben Levi, alle betonen die ewige Dauer und die Unaufhörlichkeit des Gesetzes. Die alte Kirche lehrte auch dasselbe mit weniger Modifikationen (S. 288). Zur Vorstellung, vom Tode der Kinäer bei Lebzeiten der Eltern s. Raschi zu b. Ber. 5 B. םורין של אהבה\ Ich schließe mit dem Bedauern, die These des Verf. nicht annehmen zu können, obwohl jeder Leser für die Materialiensammlung, wie Behandlung von Einzelheiten dem Verf. Dank schuldig ist. Auf Wunsch des Herrn Herausgebers der MGWJ will ich noch auf Aptowitzers verwandte Ausführungen über בשכמל״ו, oben S. 93—118, zurückkommen. Man wird auch in diesem Aufsatze die große Belesenheit, den Sammelfleiß und Geistesschärfe des Verf. mit Bewunderung und vollem Lobe anerkennen. Trotz aller Verdienste muß man sich jedoch die Selbständigkeit des Urteils bewahren., Seine neuen Ausführungen haben mich nicht bewegen können, mein ,Urteil über die Parteipolitik der Hasmonäer zu ändern. Die Einführung einer liturgischen Formel, wie die des בשבמל״ו, kann nicht auf politische, sondern muß auf religiöse Bewegungen zurückgeführt werden. Wen wollte man mit dieser Formel necken? Die Sadduzäer und Hasmonäer? Wann? Am heiligen Versöhnungstage oder während des Fastengottesdienstes? Das wäre doch zu kindisch. Der Gebrauch der Formel am Jomkippur wie beim Fasten gibt den Ursprung deutlich genug an. Bei der Aussprache des Tetragrammatons wurde die Formel angewandt. Der Zweck war, die Königherrschaft, das Königreich Gottes anzuerkennen. Diese Idee ist aber gewiß älter als das erste vorchristliche Jahrhundert. Der Hauptbeweis Aptowitzers beruht auf Ps. Salomon 518; dabei übersieht er, daß der Verf. der Psalmen nichts anderes beabsichtigt, als die bekannte Benediktion, die im Talmud unter der Be- Zeichnung ברבת. השנים wohlbekannt ist, zu wiederholen. In den ältesten Texten dieser Benediktion, der neunten, wird stets auf Gottes Güte hingewiesen. Ich gebe hier nur drei Beispiele: 1. טעמו וראו כי טוב יי בטל לקרוא שנת רצון ליי 11. טובך שבעינו י ותברך בטל שנותינו 111. טוב אוצרך תפתו לנו בגשמי רינון Es wird wohl kein Zufall sein, daß diese alten Texte mit Psalmen Salomons übereinstimmen. Die Eulogie משפיל הדמים wird als siebente Benediktion im Namen des Symmachos hinzugefügt, die für die Verhältnisse unter Alexander Jannais keine Beweiskraft haben kann; übrigens vgl. m. The Amidah of the Public Fastdays J. Q. R. N. S. XV. 1925, 409—418, wo משפיל רמים überhaupt nicht erwähnt wird. Uebrigens gab es noch eine vierte Gelegenheit für בשבמל׳ץ, wie Sifre Dt. § 306 zeigt (vgl. Aptowitzer S. 93, A. 3) zeigt, wobei an hasmonäische Parteipolitik gewiß nicht zu denken war. Es ist hier nicht der Platz, auf den zweiten Teil von Aptowitzers lehrreichen und dankenswerten Ausfuhrungen über die Hinznfügung von בשכמל׳ץ näher einzugehen. Zu R. Abbahus Reform wäre auf Frankel, Mebo ha Jeruschalmi, 5913 und Graetz, Monatsschrift, 1885, 494, zu verweisen. London. A. Marmorstein. G. Dalmans Arbeit und Sitte in Palästina. Bd. I. Jahreslauf und Tageslauf. 1. Hälfte: Herbst und Winter. Mit 37 Abbildungen. Druck und Verlag von C. Bertelsmann in Gütersloh, 1928. XIV u. 280 Seiten (u. Abbildungen am Schlüsse des Bandes), gr. 8°. Es ist ein großangelegtes Werk des besten Kenners Palästinas, das hier angezeigt werden soll. Inhalt und Methode charakterisiert der Verfasser in folgenden Worten : ,,Das gesamte Werk soll eine möglichst vielseitige Erörterung palästinischen Lebens enthalten und somit eine biblische Archäologie bieten, aie nicht, wie es sonst geschieht, auf die schriftlichen Quellen des Altertums

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