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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1929-01-01 · Heft 4 · p. Seite 235

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
73 (1929)
Issue
Heft 4
Article
Neue Forschungen über die Beziehungen Israels zu Ägypten [Rezension]
Date
1929-01-01
Page
Seite 235 (sequence 1)
Language
German
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235 Neue Forschungen über die Beziehungen Israels zu Aegypten. Von Ed. Mahler in Budapest. Seitdem es — dank den großen Fortschritten auf dem Gebiete der Entzifferung der altorientalischen Schriftdenkmäler — gelungen ist, mit den Kulturverhältnissen jener Völker vertraut zu werden, die einst einerseits das Land zwischen dem Tigris und dem Euphrates andererseits das Niltal bewohnten, war man bestrebt, die so erworbenen Kenntnisse in den Dienst des Bibelstudiums zu stellen, und Assyriologen sowie Aegyptologen versuchten die Bibel im Lichte ihrer altorientalischen Forschungen zu erläutern und das Bibelstudium in neue Bahnen zu lenken. Während es aber kaum einen namhaften Assyriologen gab, der nicht versucht hätte, seine Kenntnisse dem alttestamentlichen Studium dienstbar zu machen, waren es unter den Aegyptologen nur wenige, die in einzelnen Teilen der ägyptischen Literatur Anknüpfungspunkte an die Genesis- und Exoduserzählungen suchten. Anderseits ist unter den Pflegern der alttestamentlichen Studien die Zahl jener, die es versuchten, neben ihrem Fachstudium sich auch mit der assyriologischen oder ägyptologischen Sprach- Wissenschaft so weit vertraut zu machen, daß sie die von den Assyriologen und eventuellen Falles auch von Aegyptologen auf gestellten Thesen sprach- und kulturwissenschaftlich in selbständiger Weise zu kontrollieren vermochten, äußerst gering. Nun liegt ein Buch vor uns1, das ,,die Sprache des Pentateuch in ihren Beziehungen zum Aegyptischen“ darzulegen verspricht, und dessen Autor nicht nur in die tiefsten Tiefen der alttestamentlichen Forschung einzudringen vermochte, sondern bestrebt war, sich auch jene sprachwissenschaftlichen und literarischen Kenntnisse im ägyptischen wie im babylonisch-assyrischen Schrifttum so weit anzueignen, daß er seinen Ideengang in völlig selbständiger Weise aufzubauen in der Lage sei. Und in der Tat muß man bei noch so kritischer Prüfung des vorgelegten Materials anerkennen, daß der Autor zufolge seiner tiefgehenden Sprach- und Bibel kenntnisse und seiner Vertrautheit mit den literarischen sowie kulturhistorischen Verhältnissen der zu behandelnden Probleme, wie kaum jemand dazu berufen und berechtigt war, an die Lösung der sich gestellten Aufgabe heranzutreten, die im wesentlichen darin besteht, das Hebräische im Lichte des Aegyptischen zu demonstrieren, um so für die Sprachforschung ,,neue Horizonte“ zu öffnen und auch der Bibelforschung neue Bahnen zu erschließen; es soll hier gezeigt werden, wie nötig es sei, ,,neben dem bereits erschlossenen Gebiet des Assyrisch-Babylonischen auch das bis jetzt beim Studium der Bibel vernachlässigte Gebiet des Aegyptischen zu durchforschen“. Inhaltlich zerfällt die ganze Arbeit in zwei größere Abschnitte, die folgende Titel führen: I. Die ägyptische Epoche im Pentateuch: Die Joseph- und Exodusgeschichte; 1 Yahuda A. S. Die Sprache des Pentateuch?n ihren Beziehungen zum Aegyptischen. Mit einer hieroglyphischen Beilage. Erstes Buch. Berlin und Leipzig. Walter de Gruyter & Go., 1929.

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