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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1929-01-01 · Heft 4 · p. Seite 232

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
73 (1929)
Issue
Heft 4
Article
Die mandäische Religion und das Judentum
Date
1929-01-01
Page
Seite 232 (sequence 22)
Language
German
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232 in den ältesten Büchern als eine und dieselbe Religion. Daher ist ihr Abscheu gegen Judentum und Christus von gleicher Stärke; und dennoch waren sie nicht imstande, sich von vielen judenchristlichen Ideen und Gebräuchen, die sie gleichsam mit der Muttermilch aufgesogen hatten, frei zu machen. ־ Wert und Bedeutung der Septuaginta zu den 12 kleinen Propheten. Von Dr. T r e i t e 1 in Laupheim1. Die Septuaginta zu den zwölf kleinen Propheten zeigt natürlich Mängel, wie wir ihnen auch bei der Uebersetzung der anderen Bücher begegnen. Zu ihnen gehört das Fehlen etymologischen Verstandnisses bei weniger gebräuchlichen Ausdrücken, wie Micha 2X, wo der Uebs. אל in der Bedeutung Macht, Gewalt nicht kennt und als Gott auffaßt: Die Bösen führen am Morgen die schlechten Pläne der Nacht aus, sie haben die Hände nicht zu Gott erhoben (was sie zum Aufgeben der bösen Gedanken hätte führen müssen). Ferner ebd. 6ולשונם דמיה כפיהם ״, wo der Uebs. nicht erkennt, daß דמיה von דמה täuschen stammt, den Ausdruck vielmehr von רום ab- T * leitet, danach übersetzt xat jj ylcoaaa aöräjv ö(pd)frrjTt iv za> azöfiavt auTwv Hochmut im Munde sei der Grund ihrer Verfehlung gewesen. Weiter Mal 114 וארוד נ1כל, wo Uebs.. נוכל mit dovazas wiedergibt, in Gedanken es von יכול können, vermögen abgeleitet, da er נבל arglistig handeln wie (Gen 3 718) דתנכא אתו להמיתו nicht gekannt hat. Wo ihn sein etymologisches Verständnis im Stich läßt, hat er sich mit Vertauschung einzelner Konsonanten oder Vokale, auch ganzer Wörter geholfen, wie Hosea ^18 י wo er den Sinn von רןל1ן מנ|יה, was bildlich hier für Obere, Fürsten steht, nicht gefunden und statt dessen מגאונה aus Uebermut gelesen. Neben diesen Mängeln hat die Uebersetzung der־ Septuaginta auch zu den kleinen Propheten, wie dies Z. Frankel schon in den Vorstudien zur Sept. ganz allgemein ausgesprochen, ihre unbestreitbaren Vorzüge, wie insbesondere, daß die Bearbeiter Erklärer sein wollten, nicht bloß sklavisch wortgetreue Uebersetzer. Selbst Abweichungen vom Grundtexte erweisen sich stellenweise als sinnverbessernd, wie zu Micha 613 *]החליתי הכות xdi tyw äp^opat zou 7zazd%at 0s übersetzt, in dem er für החליוזי liest החליתי, was nur textverbessernd ist; da הב1תץז nach החליתי nur leere Wiederholung wäre, wollte man החליתי yon הלי krank sein ableiten, eine Verbesserung, die auch von Neueren angenommen worden. An anderen Stellen wie Secharja 42 1 Der folgende kleine Beitrag dürfte auch denjenigen Lesern willkommen sein, die über Grundfrage!} der Septuaginta-Forschung anders denken und stärkere Rücksicht auf manche — dem hochbetagten Herrn Vf. schwer, erreichhare — neuere Werke zur Bibelwissenschaft gewünscht hätten. Die Schriftleitung.

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