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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1928-01-01 · Heft 6 · p. Seite 623

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
72 (1928)
Issue
Heft 6
Article
Zu Ginse Schechter [Nachricht]
Date
1928-01-01
Page
Seite 623 (sequence 3)
Language
German
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623 ich auf Seite 34 näher ausgesprochen und H. hat nichts beigebracht, was mich veranlassen könnte, sie zu ändern. Wenn H. den Gebrauch von biblischhebräischen Ausdrücken als Neigung zum Musivstil bezeichnet, so genügt ein flüchtiger Blick auf Gf. IV, um zu sehen, wie unrichtig eine solche Auffassung'jst. Zu גונב דעת vgl. Ps.-Philo Bibi. Ant. 45 A: ut nonfurare nt ur in sensu suo, was wohl auf אשר לא יגנבו דעת zurückgeht. Die Bemerkung H.s, daß die Haggada über Sauls Tod in Gf. XXII ‘,ganz islamisch klingt“, ist unzutreffend, denn die Vorstellung, daß Saul in den gewissen Tod sich begab, um für seine Sünde zu sühnen, ist eine in der alten Midraschim (vgl. Wa-Yikra R. XXVI und Parallelstellen) dem Amora Resch Laldsch zugeschriebene Haggadah. Das Neue, was Gf. bietet und wofür sich eine Parallele nur bei Ps.-Hieronymus (nicht Hieronymus, wie H. irrtümlich schreibt) findet, ist der Zusatz, daß Saul dies auf Anraten seines SQhnes Aminadab tat. Ob die Anschauung von der Wirksamkeit des Gebetes für die verstorbenen Sünder christlichen Ursprungs *sei oder nicht — vgl. Sotah 10b und Tosafot daselbst Stichwort .דאתויד — hat mit der literarischen Frage über die ursprüngliehe Fassung der Legende von R. Akiba und dem toten Sünder nichts zu tun. In der Einleitung zu Gf. XXIX handelte ich ausschließlich über die literarische Frage.,und nicht die theologische; die Legende ist nach meiner Ansicht zuerst in arabischer Sprache abgefaßt, während die derselben zugrunde liegende Anschauung ganz wohl christlichen Einflusses sein mag. H. schreibt, Gmeint ... die Legende sei dem Islam entlehnt, er verwechselt also arabische Sprache mit Islam! Der Leser wird nicht weniger als der Verfasser Prof. Heller dankbar sein für die Berichtigungen mancher Druckfehler und für seine Emendationen. Zu einigen derselben möchte ich folgendes bemerken. Auf Heinemann in HUCA IV 132 ist im Nachtrag zu Seite 21 verwiesen. Dvבשחר ist kein Druckfehler, sondern ist die ältere Form für בשחרית der Ausgaben, ebenso haben korrekte Texte בערבים für בערבית der vulgären Texte.!אימרד ist die Lesart unserer Ausgaben der Mekilta und ist nicht in אמירה des Gf. zu ändern, ebenso hat Alphabetot רגע אחת, wenn ich mich nicht irre. Von יוצא ist 'צ׳א noch sichtbar und daher nicht in יוצאין zu ändern, denn in Hand- Schriften wird die Pluralbildung besonders am Ende einer Zeile häufig ausgelassen. In der Anmerkung zu אני נספו ist diese unmögliche Lesung zu היא נספה emendiert und wird daselbst darauf hingewiesen, daß die Streichung von אני durch den Schreiber noch zu erkennen ist, so daß H.s Vorschlag אני אספו als unhaltbar sich erweist. שיהדותן darf nicht in שנתחתן oder שהתחתן geändert werden, denn es liegt ein Wortspiel vor mit Tod. יחיתן das ל) שיהזזתן Segol vgl. מפתח כללי Buchstabe י׳) naher steht als שהתחתן oder שנתחתן wie H. vorschlägt. גרסא ist ein masculin in status emphaticus; gegen seinen Gebrauch als masculin bei mir ist nichts einzuwenden. Ebenso ist פעם schon in der Bibel mehrmals als masculin konstruiert und ich folgte diesen! Gebrauch. Z. Z. Antwerpen. Louis Ginzberg. Hierzu bemerkt Herr Prof. Heller: In einer Frage hat mich Prof. G. überzeugt: der Midrasch vom Tode Sauls (Fragment XXII) verrät keinen islamischen Einfluß, da ja Saul der Gemeinschaft mit Samuel im ewigen Leben nicht dadurch teilhaftig wird, daß er gegen Ungläubige kämpft, sondern dadurch, daß er bußfertig die göttliehe Strafe auf sich nimmt. Uebrigens wird Erubin 53כד diese Aggada dem Amoräer Jochanan zugeschrieben. — Sonst aber bin ich genötigt, den Ausführungen des hochgeehrten Verfassers auf Schritt und Tritt zu widersprechen. Zu der herrlichen דרשה על כתובים המכחישים זה את זה hatte Ginzberg S. 216 erklärt, er kenne keinen zweiten Midrasch, der dieser Schriftdeutung gleichkäme, oder auch nur ähnlich wäre. Demgegenüber mußte ich auf Wertheimers מדרש שני כתובים hinweisen. Da ich Herrn Prof. G. noch die erste Korrektur meiner Besprechung zukommen ließ, ist ihm im Korrekturzusatz der Hinweis auf Num. R. XI, 7 ed. Wilna: 44b—45b entgangen. Ausgehend von gewissen Kühnheiten des Priestersegens bietet Num. R. einen förmlichen Midrasch scheinbar widerspreehender Bibelverse: der Vortrag beginnt mit entgegengesetzten Aussprüchen über das Wesen Gottes, wird

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