Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 72 (1928)
- Issue
- Heft 5
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1928-01-01
- Page
- Seite 558 (sequence 4)
- Language
- German
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558 Diese beiden werden auch in Jebamoth als Ausnahmen genannt מן pn ד,שפחה וחנכרית im Gegensatz zu אח מכל מקרם. Unter ,,Bruder woher immer“ sind demnach die in Kidduschin genannten zwei ersten Gruppen kurz genannt. Die Frage des Talmuds, was ,,woher immer“ einschließen will, wie auch die Antwort Mamzer, mit welcher T. operiert, erübrigt sich. Gemeint sind die zwei Gruppen der verbotenen Ehen, präziser die verbotenen Verbindungen, wobei allerdings הילד ממזר der schwerste Fall ist. Die Frage aber, es sollte in der Mischna Jebamoth ausdrücklich Mamzer erwähnt sein, ist stilistisch nicht berechtigt, denn auch in anderen Mischnas von Jebamoth werden fast wörtlich die Mischnas von Kidduschin (auch Gittin) angeführt, um dieselben Fälle bezüglich des Levirats zu behandeln. — S. 403, Z. 14 lies 21,10 (statt 21,1). Ludwig Blau. Bficherschau (Besprechungen vom Herausgeber). Los vom Zionismus von Fritz Blankenfeld, Kimchi, Ernst Ludwig Pinner. Verlag . J. Kauffmann, Frankfurt a. M., 67 Seiten. Drei Zionisten sind unter dem Einfluß Konstantin Brunners an ihrem ehemaligen Ideal irre geworden und berichten über die Gründe ihrer Bekehrung. Aus unbekannten Schriften, Festgabe für Martin Buber zum 50. Geburtstag. Verlag Lambert Schneider, Berlin, 1928, 245 Seiten. Aus den 55 Beiträgen heben vir heraus: Hugo Bergmann, ein Spruch aus dem Talmud; Ernst Simon, eine rabbinische Vorschrift; Gerhard Scholem, Rabbi Abraham; ben Elieser Halevi: Ueber den Tod der Märtyrer; Leo Baeck, Samuel Laniado über III. M. 19,18; Isaak Laufbahn, Aus A. D. Gordons Nachlaß; Robert Weltsch, A. D. G-ordon über Erneuerungen; Friedrich Thieberger, Eine Erinnerung an Salomon Buber. Das Buch Schmuei, verdeutscht von Martin Buber gemeinsam mit Franz Bosenzweig• Verlag Lambert Schneider, Berlin, 259 Seiten. Als Probe geben wir einige Sätze aus II 22: Ja, mich umtobten Brandungen Todes, Sturzbäche Unheils umgrausten mich, Stricke des Gruftreichs umrangen mich, mich überraschten Schlingen des Todes. Da mir angst war, rufe ich IHN, ich rufe zu meinem Gott, von seiner Halle hört er meine Stimme, mein Notschrei war schon in seinen Ohren. Da schütterte, zitterte die Erde, die Gründe der Himmel erbebten, erschüttert, denn auf flammte er. . Hoch entstieg Dampf seiner Nase, Feuer fraß aus seinem Mund, Kohlengluten zündeten draus. Er neigte die Himmel, fuhr nieder, Wetterdunkel ihm unter den Füßen, er ritt auf dem Cherub, flog an, schoß herab auf Schwingen des Sturms. Finsternis setzte er nun rings um sich als Verschirmung, Wirbelnabe der Wasser, Dickichtkern der Lüfte, doch aus dem Glanz vor ihm her zündete Feuerglut noch. Rabbi Moses Avigdor Chaikin. Memorial Sermon by the Very Rev. The Chief Rabbi (Dr. J. H. Hertz) at the Great Synagogue London. 1928, 10 S. Mystic Currents in Ancient Israel by the Very Rev. the Chief Rabbi (Dr• J. H. Hertz). The University Press of Liverpool ltd. Hodder and Stoughton