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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1928-01-01 · Heft 5 · p. Seite 549

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
72 (1928)
Issue
Heft 5
Article
[Rezension]
Date
1928-01-01
Page
Seite 549 (sequence 4)
Language
German
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549 (S. 456) Jes 301O1 ירום par. יחכה Ps 140g ירומו par מאוייי und זממו gehört zu arab. ״wünschen“. Y. begegnet sich in dieser Erklärung mit meinen Anal. N. F. 66, 76. — (Ebd.) Ezra 99 לרומם את ביתאלהינו. Jes 49n ומסלתי־ ירמו gehören nicht zu רום, sondern zu *רמם arab. das ״ein zerstörtes Gebäude oder einen zerstörten Weg wiederherstellen“ bedeutet. — (S. 458) Jes 3324 זכן£ bezeichnet hier den ״Lahmen“, ausgehend von der noch im Arab. und Syr. vorliegenden Bedeutung ״ruhen“, ״unbeweglich sein“. Königsberg i. Pr. ___ F. Perles. Leo Haefeli: Die Peschitta des Alten Testamentes mit Rücksicht auf ihre textkritische Bearbeitung und Herausgabe. (Alttestamentliche Abhandlungen, hrsg. von Prof. Dr. A. Schulz, Breslau, XI. Bd., 1. Heft.) Münster i.W. 1927, Verlag der Aschendorffschen Verlagsbuchhandlung. 121 S. 9,60 Mk. Während die syrischen Uebersetzungen der Evangelien wegen ihres hohen Wertes für deren Textgestalt schon mehrfach kritisch bearbeitet worden sind, ist man für die Peschita des A. T. noch immer auf die Reproduktion der ambrosianisehen Handschrift und auf die Drucke der Bibelgesellschaften und Missionen, die man nur für Jesaias, die Psalmen und die Chronik an den von Diettrich und Barnes gesammelten kritischen Apparaten kontrollieren kann, angewiesen. Eine einst von dem Ref. zusammen mit G. Beer geplante kritische Ausgabe hat der Krieg unmöglich gemacht. Ebenso ist Haefelis Plan, zusammen mit seinem Freunde Straubinger in den Klöstern von Persisch- Kurdistan alte syrische Bibelhandschriften aufzustöbern, leider durch den Krieg vereitelt. Um so dankenswerter ist es, daß er sich entschlossen hat, die 1914 in Rom zur Vorbereitung dieses Unternehmens gesammelten Materialien durch die seither erschienene Literatur zu ergänzen und zu veröffentliehen. Er hat damit eine sehr brauchbare Einleitung in die Peschita des A. T. geschaffen, für die ihm angehende Bibelforscher sehr dankbar sein werden. Er berichtet zunächst über die bisherigen Forschungen zur Geschichte der Peschita, die Einflüsse, die der LXX-Text auf sie ausgeübt, ihre Schicksale bei Jakobiten und Nestorianern, ihre wissenschaftliche und liturgische Bearbeitung. Er sucht dann z. T. im Anschluß an ältere Untersuchungen den Text der einzelnen Bücher zu charakterisieren; bekannt ist die durch den liturgischen Gebrauch bedingte Sonderstellung der Psalmen und die Eigentümlichkeit der ursprünglich außer dem Kanon stehenden Chronik, die nach S. Fraenkels Nachweis ein nur oberflächlich syrisiertes Targum darsteilt. Er handelt dann über die Drucke und die in Europa zugänglichen Handschriften, sodann über die Zitate der syrischen Kirchenväter und die bisherigen Arbeiten europäischer Gelehrter zur Herstellung des Textes. Zum Schluß macht er Vorschläge für die Gestaltung einer künftigen Ausgabe, die man im allgemeinen wird billigen können. Mit Recht befürchtet er, daß aus dem Orient, zumal nach den Wirren des Weltkrieges kaum noch eine Ausbeute alter Handschriften zu erwarten ist; aber das in Europa, speziell in England, vorhandene Material dürfte als Grundlage für eine Ausgabe schon hinreichen. Leider hat ihm Barnes mitgeteilt, daß weder er selbst noch ein anderer englischer Gelehrter z. Z. daran denke, eine kritische Ausgabe des A. T.s zu veranstalten. Also wird unsere Generation wohl auf eine solche verzichten müssen. Gewiß ist es unmöglich, einen Urtext der atlichen Peschita herzustellen. Aber mit einem bloßen kritischen Apparat zum Codex Ambrosianus wäre der Wissenschaft wenig gedient, wenn ein solcher auch die Benutzung der Peschita für die Kritik des masoretischen Textes erleichtern würde. Hoffentlich entschließt sich die Britische Bibelgesellschaft doch noch einmal, die unzulängliche und zudem vergriffene Leesche Ausgabe durch einen handlichen Druck zu ersetzen, der wenigstens die wichtigsten Varianten der beiden Hauptüberlieferungszweige verzeichnete. Die Peschita interessiert aber die Wissenschaft nicht nur als eine Quelle für die Geschichte des hebräischen Textes, sondern auch als eins der wichtigsten Denkmäler der syrischen Sprache die aramäische Philologie, für deren selbständiges Lebensrecht der zu früh verstorbene F. Schultheß in seinen letzten Arbeiten mit Wärme eingetreten war. Freilich scheint unsere Zeit für dieses Lebensrecht kaum noch Verständnis zu haben. Für die syrische Philologie

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