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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1928-01-01 · Heft 5 · p. Seite 518

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
72 (1928)
Issue
Heft 5
Article
Neue Funde zu Midrasch und Aggada
Date
1928-01-01
Page
Seite 518 (sequence 13)
Language
German
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518 locoruin zusammengestellt ist. Die Spitzen der Ergebnisse bietet uns der מפתל־׳ הכללי, ein Meisterwerk von einem Sachregister, in welchem das Wesentlichste über die einzelnen Midraschim knapp zusammengefaßt wird, vorzüglich über Tanchuma-Jelammedenu. Ein Register, nicht nur zum Nachschlagen, sondern zum Lesen, zum Forschen. Dabei bleibt G. stets ein Werdender, ein Fortschreitender. Nicht nur in den Zusätzen, schon im Laufe seines Werkes findet er Ge־ legenheit, Vorhergesagtes zu berichtigen (S. 452, 485). Manche zu־ künftige Arbeit wird zugesagt, z. B. die Fortsetzung der *שרידי ירושלמי (S. 387, 430). Wiederholt wird auf םפי* שני ממד שעכטער hin־ gewiesen (S. 476, 544, 546). Vor allem steht also zu hoffen, daß G. die Herausgabe der Genizahfunde fortsetzt. George Foot Moore (Judaism I 139) läßt erwarten, daß G. auch die Ausgabe des Midrasch haggadol zu Ende führt. Keiner wie G. wäre berufen, die Heraus־ gäbe des Corpus Tannaiticum zu vollenden. Heute, im Zeitalter nach Buber, J. H. Weiß, Friedmann, Scheckter, Bacher, Theodor, haben wir Ginzburg als facile princeps, als Führer der Wissenschaft der Aggada, und seine קמצי מדרש והגדה als seit Jahrzehnten und für Jahrzehnte das Meisterwerk der Aggada zu verehren. Auf die Septuaginta zurückgehende Uebersetzungsfehler. von Michael Holzman in Berlin. Die Förderung, die die Bibelexegese durch den Text, der den alexandriniscben Uebersetzern vorlag, und — besonders in lexikalischer Hinsicht — durch deren Uebersetzung erfahren hat, die Würdigung der religions־ und kulturgeschichtlichen Bedeutung ihres Werkes und die eindringenden Bemühungen um die Ergründung des echten griechischen Textes mögen dazu beigetragen haben, daß man■ Mißdeutungen wenig beachtet hat, die infolge der Uebersetzung biblische Begriffe und Gedanken im Gange der Zeiten bei verschiedene^ Völkern erfahren haben. Einige dieser Mißdeutungen sollen hier behandelt werden. Als ,,einen der folgenschwersten und schlimmsten Irrtümer, die uns in der exegetischen und literarischen Literatur begegnen“, be~ zeichnet Adolf Deissmann (Bibelstudien, Beiträge zumeist aus den Papyri und Inschriften S. 121) den ,,daß man meint, fXaaxr'ptov sei bei den LXX begrifflich identisch mit כפרת, das Wort bedeute bei ihnen Sühnedeckel/' Schuld aber an diesem Irrtum trägt die LXX. Denn sie hat כ&6ךת zwar an der ersten Stelle, an der es vor־ kommt, Exod 2517 (16) mit EXaoryjptov i7r^£{ra (zur Sühne dienender Deckel) wiedergegeben; an allen anderen Stellen aber (außer Exod 2634, wo wir bei ihr xaraTcsraaga lesen), nicht nur an den unmittelbar folgenden (17—21), sondern auch weiterhin (im Leviticus und Numeri) hat sie sich mit dem Adjektivum '£Xaa׳rvJp10v begnügt. Deissmann sieht hierin eine Breviloquenz. Es kann aber nicht in Abrede gestellt

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