Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 72 (1928)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Michael und Gabriel
- Date
- 1928-01-01
- Page
- Seite 506 (sequence 8)
- Language
- German
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506 zum Paradiese werden Michael und Gabriel Gottes Weisung einholen, wie sie weiterhin verfahren sollen. Der Heilige, gelobt sei er, wird ihnen aber erwidern: ,,Laßt sie eintreten, damit sie meine Herrlichkeit schauen l“1 Neue Funde zu Midrasch und Aggada. Von B. Beller in Budapest. גנזי ש־1כסער/ סבר א' קטעי מדרש והגדה מן העיזה שבמצריים. ועוד נוסף מאמר על ד,ילמדנו מאת לוי בן מרנו הרב יצחק וצ״ל גיכצבודג נויארק תרפ״ח♦ Genizah Studies in memory of Doctor Solomon Schechter. J. Midrash and Haggadah by Louis Ginzberg. (Texts and Studies of the Jewish Theological Seminary of America. Volume VII.) New York 1928. 8°. VIII -f 549 + .א—ח גנזי שעכטעד Schechterschätze nennt sich die jetzt beginnende Reihe der bedeutsamen Veröffentlichungen des Jewish Theological Seminary in New York. Die Benennung klingt an die Genizah an, der diese Schätze entstammen, und ehrt das Andenken Schechters, des hochverdienten Finders. Schechter haben wir nicht nur die Sirach-Fragmente und die sogenannte Zadokitische Urkunde zu danken. Er hat auch viele andere Genizahstücke aus Kairo nach Cambridge gebracht. Als er 1902 an die Spitze des Jewish Theol. Sem. berufen wurde, gestattete ihm die. Cambridger Universität, daß er die Handschriften zu Forschungszwecken mitnehme. Die Pflichten seines neuen Amtes, sein frühzeitiger Tod verhinderten Sch. an der Bearbeitung seiner Funde. Nun ehrt das New Yorker Seminar das Andenken seines Leiters und dient der Wissenschaft des Judentums, indem es die Cambridger Handschriften zugleich mit dem eigenen Genizahbesitz von seinen Professoren bearbeiten läßt. Zwei Bände liegen bereits vor, einer von L. Ginzberg, der andere von Israel Davidson. Wir fassen hier Ginzbergs קפזעי מדרש והגדה ins Auge. Seitdem es überhaupt eine Genizahforschung gibt, steht G. in ihrem Dienste. Erst wollen war uns seiner Führung überlassen, dann ermessen, was wir diesem Führer zu danken haben. Nur eines sei vorweg genommen: hier wird glänzend bestätigt, was soeben Paul Kahle in seiner Einführung zur zweiten Auflage von Abr. Geigers Urschrift (Frankfurt a. M. 1928, S. Y) fordert: ,,Und dann sollte es Regel werden, keinen älteren jüdischen Text herauszugeben ohne sorgfältige Berücksichtigung des aus der Alt- Kairoer Geniza uns erhaltenen Materials.; Dies ist meist um Jahrhunderte älter als das, was die ältesten Handschriften uns bieten/f Inhalt. Der Band bietet 41 Funde, darunter Einzigartige, ferner eine Untersuchung über Jelammedenu, schließlich Register, Berichtigungen und Zusätze. 1 Othot na־Maschiach; Genesis raboa 1 und 8; Deut, rabba 11; Exod, rabba 18; Alphabet des R. Akiba.