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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1928-01-01 · Heft 5 · p. Seite 487

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
72 (1928)
Issue
Heft 5
Article
Die religionsgeschichtlich erklärte Barajta
Date
1928-01-01
Page
Seite 487 (sequence 11)
Language
German
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487 wie bei uns gefaltetes Papier, und tut es e i n Ei nicht, so kann ja r 1 der Mann mehrere nehmen, denn was hat es dem Landwirt zu bedeuten, wenn ihm gar mehrere Eier ausrinnen? So stelle ich mir t die Sache vor, und ich glaube, natürlich genug.;; M.s ,,wissenschaftliche Exegese“ scheint bei weitem nicht so! einfach zu sein, und wenn er, wahrscheinlich gegen mich gewendet, i ,,jeden philologischen oder historisch-archäologischen Pilpul“ zurück- 7 weist, so ist das sein gutes Recht, aber es fragt sich, ob meine Methode; 7 diesen Vorwurf verdient. Er spricht zuletzt auch von einer Textj i{ änderung, die nach seiner Methode nicht nötig sei; nun, sie war . i auch für mich von Anfang an nicht nötig und ist es auch jetzt nicht. Noch bespricht M. die Barajta b. Sanh. 101a שלי שטן ושלי ביצים :Hj usw. ,,Oelgeister und Eigeister — mit ihnen darf beschworen werden“;•;{׳! (oder wie sonst der Satz zu übersetzen ist). Daß hier etwas wie •j$ Magie vorgeht, räume ich M. gern ein, wie ich schon oben erklärt , V habe, für den Fall, daß es der Text gebieterisch verlangt. Raschi :; | z. St. schwächt übrigens die Magie bedeutend ab. Bemerkenswert b; ist, daß Raschi die Magie mit der Schale des Eis geschehen läßt, obgleich das Textwort בצים keine Handhabe dazu gibt; das nämliche jjrt nun habe ich für mich in Anspruch genommen, indem ich ביצה in der Ausgangsstelle b. Beza 3b auf die Eierschale erklärt habe. jj;j Die Familie Lwow. Von Rabbiner R. Horowitz in Dresden. 1. Die Familie Lwow war eine sehr angesehene Rabbiner- und Gelehrtenfamilie. Aus ihr stammt auch Karl Marx, der Schöpfer des Sozialismus in Deutschland. Der erste Vertreter dieser Familie, von dem wir etwas Näheres wissen, ist Aron, der Sohn des Moses aus Lemberg (Lwow). Er war ein Nachkomme des Mayer Katzenellenbogen aus Padua und auch des Josef Katz aus Krakau, Schwager des Moses Iserls, genannt Remoh1. Seine erste Frau war die Tochter des Josef Samuel, Rabbiner in Frankfurt a. M., der unter dem Namen ,,Samuel des Chaim Jesaias“ bekannt und Verfasser des טם1לת הש״ם ist2. In seiner Jugend war 1 Vgl. die Responsen seiner Söhne Josua Reschel Lwöw und Moses Lwow, die in den Büchern אור הישר Nr. 32 und שב יעקב Abt. Eben Haezer Nr. 6 veröffentlicht sind, wo sie den Meier Kazenellenbogen aus Padua wie auch den Josef Katz aus Krakau als Großeltern anführen. 2 Vgl. Landshut תולדות אנשי שם, Buber אנשי שם Nr. 422 und Dembizer 1 כלילת יופי S. 30 Anm. 3. Sie wußten alle nicht, wessen Schwiegersohn Aron Lwöw war. Dembizer a. a. O. II S. 122 vermutete, daß Aron Lwow der Schwiegersohn des Metzer Rabbiners Gabriel Eschkeles wrr, weil er eine Approbation von Aron Lwöw hinter einer seines Schwiegervaters Gabriel Eschkeles abgedruckt fand. Ob aber Aron Lwöw Kinder hatte, wußte weder er noch Landshut und Buber. Wachstein ist der Ansicht (s. die Festschrift ניר דוד s. 277 ff.), daß Aron Lwöw erst durch seine zweite Ehe der Schwiegersohn des Gabriel Eschkeles wurde, weil es in einer Approbation, die er als Rabbiner von Westhofen im Jahre 5460 (1700) für das Buch אגודת שמואל (Amsterdam 546) gegeben hat, heißt: ״Mein zukünftiger Schwiegervater Gabriei, Rabbiner zu Metz.“ Da er damals schon Rabbiner von Westhofen war, so schließt Wachstein daraus, daß es sich hier nur um seine zweite Ehe

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