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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1928-01-01 · Heft 4 · p. Seite 427

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
72 (1928)
Issue
Heft 4
Article
Zur Gottesnamenfrage
Date
1928-01-01
Page
Seite 427 (sequence 27)
Language
German
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427 Ex 2219 nach dem Wort ״Opfern" ausgesprochen, und er wird auch häufiger gebraucht infolge der ausdrücklichen Befehle, ihn zu gebrauchen. Dieser Fall läuft also dem Prinzip von Ex 202* nicht zuwider. Die Geographie der Urgeschichte ist zu unbestimmt, als daß wir über Gen 4X und ö20 etwas sagen könnten; und 109 gibt uns ein Wort, das zitiert wird, ohne über Geographie etwas aussagen zu wollen. Es ist leicht, andere Texte anzuführen, die die Abschreiber zu gunsten von JW beeinflußt haben könnten, in anderen Fällen zu gunsten von Elohim1. Vermutungen dieser Art sind jedoch wesentlich subjektiv. Ueberdies beweist die Tatsache, daß wir Paralleltexte besitzen, die verschiedene Worte enthalten, daß es bezüglich der Sache Meinungsverschiedenheiten gab. Wenn selbst die Abschreiber nicht immer derselben Meinung waren, in bezug auf die genaue Aenderung, die man vorzunehmen hatte, ist es ausgeschlossen, daß wir hoffen können, ihren Gedanken bis ins einzelste nachzugehen, aber die allgemeinen Prinzipien sind klar. Variationen in den Gottesbezeichnungen sind nicht dem Wechsel der Autorschaft zuzuschreiben, sondern vielmehr der Anwendung theologischer Prinzipien seitens der Herausgeber. Eine angebliche Lücke in Levi ben Gersons Milchamot Adonai. Von Julius Guttmann in Berlin. Im 37. Bande dieser Monatsschrift (Seite 125—126) hat David Rosin zu beweisen versucht, daß in den Ausgaben der Milchamot gegen Ende des ersten Buches ein Kapitel fehlt. Da seine Ausführungen meines Wissens unwidersprochen geblieben sind, dürfte eine Richtigstellung nicht ohne Interesse sein. Rosin ist zu seiner Ansicht durch die Beobachtung geführt worden, daß die dem ersten Buche des Werkes vorangehende Uebersicht (ed. Leipzig Seite 12) über den Inhalt seiner Kapitel von deren wirklichem Inhalt teilweise abweicht. Nur bei Kapitel I bis VI sowie bei Kapitel XIV, dem Schlußkapitel des Buches, stimmen beide überein. Dagegen wird das Thema, das nach der Uebersicht in Kapitel VII behandelt werden soll, bei uns erst im VIII. Kapitel besprochen. Dieselbe Verschiebung findet sich auch bei den folgenden Kapiteln, so daß unsere Kapitel VIII—XIII den Kapiteln VII—XII der Uebersicht entsprechen. Das VII. Kapitel unserer Ausgaben wird somit in der Uebersicht nicht erwähnt, wie umgekehrt deren XIII. Kapitel bei uns fehlt. Rosin nimmt nun an, daß im Text unserer Ausgaben tatsächlich das XIII. Kapitel ausgefallen ist. Die Entstehung unseres in der Uebersicht nicht erwähnten Kapitels VII erklärt er dadurch, daß man später, um die Zahl 14 zu erreichen, das sehr lange Kapitel VI geteilt habe, ohne jedoch die Uebersicht der veränderten Gestalt des Buches anzupassen. 1 So mag etwa auf Grund von Deut 117 (״das Gericht ist Gottes“) Elohim für solche Stellen bevorzugt worden sein, wo es sich um Rechtspflege handelte.

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