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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1928-01-01 · Heft 4 · p. Seite 401

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
72 (1928)
Issue
Heft 4
Article
Judentaufen von Papst Klemens XI. 1704 in eigener Person vollzogen
Date
1928-01-01
Page
Seite 401 (sequence 7)
Language
German
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401 aus Bergkristall, ganz gefüllt mit verschiedenartigen Wertgegenständen, und eine andere voll von verschiedenen Früchten in Form einer Pyramide. Die Stadt Rom hatte keine ähnliche Handlung gesehen, seitdem Papst Gregor XIII. (1572—1585) feierlich eine zahlreiche Judenfamilie, der erden eigenen Namen Buoncompagni gab, getauft hatte. Man erfuhr, daß besagte Maria Gasimira, Gattin des demente Cosimo, portugiesischen Ursprungs sei, verwandt mit wohlhabenden Personen, und man hofft, mancher Verwandte von ihr könne' bei dieser Gelegenheit die jüdische Falschheit aufgeben, um den heiligen Glauben anzunehmen. Am Sonntag darauf, am 16. des laufenden Monats, begaben sich alle drei Neugetauften, weißgekleidet, in einer der Karossen der Herzogin Mattei mit einem ihrer Reitknechte, in dieselbe Basilika, in welcher sie vom Heiligsten Vater durch das Taufwasser von dem Schmutze des Judentums gereinigt worden waren, und ebendort statteten sie mit besonderer Ergebung jenen heiligen Aposteln Dank ab und baten sie um ihren Schutz. Zur Üottesnamenfrage. Von Harold M. Wiener in Jerusalem. Aus dem Englischen von F. W. או הוחל לקרא בשם ה׳ Gen 4»6 רק אתכם ידעתי מכל משפחות האדמה Am 32 ״Gottesnamenfrage“ ist eine ungenaue Bezeichnung für jenes Problem, das sich infolge des Wechsels von ״Elohim“ und dem Tetragramm (das hier mit JW bezeichnet werden wird) vor Ex 36ff. und 62 erhebt. ״Gottesbezeichnungenfrage“ wäre besser, denn Elohim ist kein Name; aber es sei der Bequemlichkeit wegen der allgemeinen Gewohnheit gefolgt. Seitdem Astruc sein epochemachendes Werk im Jahre 1753 veröffentlicht hat, ist angenommen worden, daß die Genesis aus Quellen zusammengetragen sei, die durch den Gebrauch verschiedener Gottesbezeichnungen charakterisiert sind. Nach und nach ist die Theorie erweitert worden, bis in vielen Kreisen die Ansicht vertreten wird, daß zwei von ihnen, J und E sich bis ans Ende von Josua vorfinden und vielleicht auch in den späteren historischen Büchern, während das Vorhandensein eines J und eines E im Pentateuch zu einem Glaubensartikel für nahezu, alle kritischen Richtungen geworden ist. Der Gegenstand kann von vielen Gesichtspunkten aus betrachtet werden, von denen in diesem Aufsatz nur einige behandelt werden können. I. Die zwei oben angeführten Zitate beabsichtigen sogleich die Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Phase unseres Problems zu lenken. Auf Grund gewisser Stellen im massoretischen Text der Genesis war JW von. den Tagen eines Enosch und selbst früher allgemein bekannt (Gen 4X usw.). Nach einer großen Zahl anderer Stellen offenbarte sich JW selbst nur Israel, das allein sein Volk war. Monatsschrift, 72. Jahrgang. 26

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