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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1928-01-01 · Heft 4 · p. Seite 358

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
72 (1928)
Issue
Heft 4
Article
Der Anteil der Berliner Judenschaft an den Kontributionen während der feindlichen Besetzungen der Stadt im siebenjährigen Kriege
Date
1928-01-01
Page
Seite 358 (sequence 9)
Language
German
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358 sich aus den Geld Veränderungen während des siebenjährigen Krieges ohne weiteres erklären1. Im Mai des Jahres 1761 wurden dann der Judenschaft 200 000 Tlr. derjenigen Beiträge, welche nicht in Gold entrichtet waren, zurückgezahlt, während die Goldbeträge gegen Zinsen stehen blieben. Es ergab sich danach folgende Abrechnung, die der Magistrat am 19. Mai 17612 der Judenschaft übermittelte: 1. den 10. Okt. 1760 in Sachs. 1/3 100 000 die Zinsen bis ult. May 7V8 Monath fac. 2968 :18 2. für 18. Dez. ej. in Preuß. 1/3 .... 41900 an Gold so stehen bleibt .... 58 1003 Zinsen von 41 900 bis med. huj.. 851 : 3 3. für 13. Januar 1761 in Pr. 1/3300 29 ־ zu Golde so stehen bleibt ... 11 7004 Zinsen von 29 300 bis med. huj.. 488:8 4. den 5. Mart. 1761 in Pr. 1/3 . . in S. 1/g ..... 12800 15 800 . in Gold so stehen bleiben ... 14 2005 Zinsen von 15 800 bis med. huj.. 148 : 3 5. 11. Mart6in Goldesostehen bleibt 11 5007 Summe des Goldes so stehen bleibt: 95 500 6. den 26 ej. in Pr. 1/3 . . 7000 in Sachs. 1/3 . ► . 1500 500 8 =־ Zinsen von 8500 bis med. huj. ._57 : 14 195 500 4513 : 22 Summa Kapital und Zinsen . . . 200 013 : 22 Nach Zahlung der erwähnten 200 000 Tlr. blieb demnach ein Saldo von dem Kurantgeld von 13 Tlr. 22 Gr. Gleichzeitig wurde noch die Vereinbarung getroffen, daß für die 81 200 Preußische Eindrittel-Taler, die sich aus den Posten 2, 3, 4 und 6 der obigen Aufstellung ergeben, und die die Juden bei der Auszahlung in den minderwertigen, sächsischen Eindrittel - Talern zurückempfangen hatten, ihnen noch ein Agio von 15% vergütet wird. Das Goldgeld von 95 500 Tlr., das stehen blieb, wurde mit 5% verzinst. Bis zum Jahre 1767 zog sich die Rückzahlung hin. Nicht alle Einzelheiten dieser Rückzahlung sind aus den Dokumenten ersiehtlieh. Nur das Gemeindebuch gibt einigen Aufschluß über die Zahlung der letzten Beträge in der Zeit vom 7. Februar 1765 bis 2. April 1767. — Im einzelnen sind folgende Rückzahlungsbeträge bekannt8: 1 Siehe z. B. Gemeiadebuch, Bl. 134. 2 Im Gemeindebuch, Bl. 1440 ist irrtümlich 19. März angegeben. Bei Position 1 lese ich 78/ג Monat, es wird aber 71/3 heißen müssen. 3 44 600 neue Friedrichsdor Acta etc. (Magistratsakten Vol. V in der Zusammenstellung der Beiträge Nr. 533). 13 500 Augustdor. 4 10 400 Neue Friedrichsdor, 1 300 Augustdor, daselbst Nr. 549. 5 Daselbst Nr. 617. 6 Daselbst Nr. 640 mit dem Datum vom 26. März aufgeführt. 7 Daselbst. 8 Gemeindebuch, Bl. 149 v und 165.

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