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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1928-01-01 · Heft 3 · p. Seite 332

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
72 (1928)
Issue
Heft 3
Article
Jüdisches, besonders jüdische Eigennamen im Koran im Lichte zweier neuer Arbeiten von Josef Horovitz [Rezension]
Date
1928-01-01
Page
Seite 332 (sequence 5)
Language
German
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IRI
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Fülle religionsgeschichtlicher Belehrung sich in diesen etymologischen Ableitungen, in diesen alphabetischen Wörterverzeichnissen birgt. Auch verheißen wird uns Einiges: eine ausführliche Zusammenstellung״ aller koranischen Worte von unzweifelhaft christlichem Ursprung (H. U. G. A. 186), sowie eine vollständige Liste aller Fremdwörter im Koran (187). Indem wir die Bedeutung des Gebotenen dankbar anerkennen, erwarten wir voll Zuversicht das Verheißene. Her mann Propst: Die geographischen Verhältnisse Syriens und Palästinas nach Wilhelm von Tyrus, Geschichte der Kreuzzüge. I. Teil 84; II. Teil 42 S. ( Das Land der Bibel, Bd. IV, Heft 5/6; V, 1), Leipzig, J. C. Hinrichssche Buchhandlung, 1927. Wilhelm v. Tyrus, einer der bedeutendsten Politiker und Historiker der Kreuzfahrerzeit, wurde um 1130 in Jerusalem geboren und wirkte bis etwa 1185. Seine aus Autopsie stammenden Mitteilungen bezüglich Palästinas und Syriens sind daher von großer Wichtigkeit. Studienrat Propst hat aus der 23 Bücher umfassenden Historia rerum in partibus transmarinis gestarum das historisch und geographisch Wichtige gesammelt, geordnet und erläutert. — Nach einer Einleitung, die über die Persönlichkeit Wilhelms und über sein Werk gut orientiert, werden in einem umfangreichen Abschnitt die von W. erwähnten Länder, Landschaften und Oertlichkeiten nebst den wuchtigsten Wegen besprochen (S. 11—83). Der zweite Teil der Arbeit enthält W.’s Aussagen über die Landesnatur und die Bewohner Syriens und Palästinas. Zum Schluß folgen Anmerkungen, Literatur und Verzeichnis der Eigennamen. — Propst läßt W. ,,oft genug und mit Fleiß selbst reden“ (II, 29), um seine recht eindrucksvollen Schilderungen auf den Leser wirken zu lassen. Die ganze Bearbeitung zeugt von liebevoller Versenkung in den Stoff und von reicher Kenntnis der historischen und topographischen Verhältnisse. Einige Angaben bedürfen wohl der Berichtigung oder der Ergänzung. Propst meint S. 7, W. habe auch wohl einigermaßen hebräisch verstanden. Betrachtet man nun was W. I, 40 über den hebräischen Namen von S 0 r (צור) Tyrus schreibt, er wäre gleich תירם (Gen 102), so wird man diesem Urteil nicht beipflichten können. Auch die I, 69 gegebene Erklärung von בית גובנרין ,,Haus Gabriels“ spricht nicht für hebräische Kenntnisse. Eigenartig ist auch die Erklärung von Bersabee ,,Ueberfluß“ (d. h. שבע). Doch mag er dies anderswoher geschöpft haben. W. ewähnt (I, 52), wie die Kreuzfahrer ,,die Namen beinahe aller Städte entstellen “ (etwa Paneas — Belinas). Propst bemüht sich nun hinter dem entstellten ״abendländischen“ Namen den ursprünglichen orientalischen zu entdecken. Einige Ergänzungen dürften auch hier angebracht sein. I, 29 soll der alte Name von Biblium (Biblos) E ve (s. Nachtr.) gewesen sein. Das ist zweifellos eine Verschreibung aus Gevel — 3בל. — Ob N e r ä a I, 31 nicht Verschreibung aus B e r ä a ist? — Seandrion (I, 38) ist wrohl sicher Scala Tyriorum. — I, 42, Tyrus antiqua ist das heutige E t ־ T i r e. — Ebd. Messaara ist Mas chrara östl. Sidon. — I, 43 Mergium ’== Merg Ijjun. — I, 47 Mons Gisardi dürfte Teil Geser sein. — I, 53 Cohagar el H adr. — Sehr wichtig ist II, 17—29, wo über die Bewohner des Landes gesprochen wird. Juden werden nur einmal genannt: jüdische Aerzte wurden besonders von weiblicher Seite geschätzt. Im ganzen eine anregend geschriebene, gründliche Arbeit, die weiteste Verbreitung verdient. S. Klein. Bücherschau (Besprechungen vom Herausgeber). Zacharias A. Dauber* Die Thora im Lichte der Wissenschaft, Cernauti, 1928, Selbstverlag des Verfassers, 21 S. Enthält halbhomiletische Bemerkungen zu Genesisstellen. Festschrift zum 75 jährigen Bestehen der Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft Frankfurt a. M. Frankfurt a. M., Hermon- Verlag, 1928, 175 S. deutscher Text, 59 S. hebräischer Text, 7 Tafeln. Die Festschrift enthält eine Schulgeschichte der letzten 25 Jahre (von Karl

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