Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 72 (1928)
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1928-01-01
- Page
- Seite 213 (sequence 1)
- Language
- German
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213 Besprechungen ,1. עמנואל הרומי! מונוגרפיה מאת שאול ט.ש ר נ י ח ו ב ם ק י. הוצאת אשכול, ברלין 166 S. .תרפ״ה 2. מחברות עמנואל לרבי עמנואל ב״ר שלמה הרומי, מוגהוח ומתוקנות עפ״י כתבי־יד וספרים נדפסים בצרוף הערות ובאורים מאת חיים בראדי. מפר ראשון! מבוא, הקדמה, XVI und 240 S. .מחברת א-ה. הוצאת אשכול, ברלין, תיפו Die Schrift Saul Tschernichowskys über Immanuel von Rom, die das bewährte Verlagshaus Eschkol in prächtigem typographischem Gewände herausgegeben hat, ist eine sympathische und gefällige Plauderei des bekannten Dichters über seinen mittelalterlichen Vorgänger. Vorzüglich in Form und Stil, wofür schon der Name Tschernichowsky bürgt, kann sie sicher das hebräische Leserpublikum, das sich meist zu wenig mit den mittelalterliehen Schriftstellern beschäftigt, zu eingehenderer Lektüre des römischen Dichters anregen. Wenn wir so das Erscheinen des Buches wegen seiner literarischen Qualitäten und wegen seiner Nützlichkeit als eine gemeinverständliehe Darstellung freudig begrüßen, müssen wir doch zugleich feststellen, daß es vom wissenschaftlichen Gesichtspunkt aus ziemlich weit von der Höhe entfernt ist, auf der der Name des Verfassers steht. Deshalb können wir uns hier, bei dem Charakter dieser Zeitschrift,'mit diesem kurzen Hinweis begnügen. Von großem wissenschaftlichen Wert ist dagegen die Ausgabe der Mechabberotb, die derselbe Verlag Eschkol den erprobten und zuverlässigen Händen Dr. H- Brodys anvertraut hat, und von der das erste Bändchen bereits erschienen ist. Sie ist von höchster Wichtigkeit für den Forscher und zugleich eine willkommene Gabe für jeden Leser des Hebräischen. Bis jetzt hatten wir keine lesbare Ausgabe der Mechabberoth Immanuels: die vier vorhergehenden Ausgaben, Brescia 1491, Konstantinopel 1535, Berlin 1796, Lernberg 1870, wimmeln samt und sonders derartig von Fehlern, daß es oft schwer ist, überhaupt einen Sinn herauszubekommen. Nun, dagegen sind wir in der glücklichen Lage (vorläufig, im ersten Bande, nur für die Einleitung und für die ersten acht Mechabberoth, aber wir hoffen, daß das übrige bald folgt), sie in einer vorzüglichen Ausgabe zu besitzen, mit einem nach philologischen Regeln rekonstruierten Text und den genauen und zuverlässigen Anmerkungen eines Gelehrten von höchster Kompetenz auf dem Gebiete und von erstem Range. Wie Dr. Brody in seinem Vorwort nachweist, gehen die Ausgaben von Konstantinopel, Berlin und Lemberg sämtlich (auch die von Konstanr tinopel, für die man an .die Möglichkeit der Benutzung einer Handschrift gedacht hatte) ausschließlich auf die Ausgabe von Brescia zurück, und zwar unmittelbar die von Konstantinopel und die von Berlin, mittelbar die von Lemberg, die auf der von Berlin beruht, hie und da aber auch die von Konstantinopel benutzt. Daher sind die Unterschiede zwischen den Ausgaben nur neue Fehler, die zu den alten hinzugekommen sind, oder aber Verbesserungen, die die Herausgeber auf Grund von Konjekturen angestellt haben, Verbesserungen, die häufig selber offensichtliche Fehler sind; für die kritische Forschung stellen die vier Ausgaben also nur einen einzigen Text dar, der sich besser als in allen anderen in der Ausgabe von Brescia widerspiegelt. Außer diesem Text hat Brody zwei Handschriften herangezogen, die eine aus der Biblioteca Palatina in Parma (die für ihn zu entleihen ich mich bemühte), die. andere aus der Bibliothek des Jewish Theological Seminary in New York. Vermittelst eines minutiösen vergleichenden Studiums der drei Texte hat Dr. Brody den Grad der Verwandtschaft festgestellt, die zwischen ihnen besteht, und die wir durch folgendes Schema bezeichnen können: x J ms. New York t w ms. Parma L z i ed. Brescia