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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1928-01-01 · Heft 2 · p. Seite 167

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
72 (1928)
Issue
Heft 2
Article
Der jüdische Grabstein in der Burg zu Graz
Date
1928-01-01
Page
Seite 167 (sequence 11)
Language
German
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167 weder chlain noch groz vn habnt auch dieselben jaden darvmb auf« gebn vnd in geantwurtt dem vorgenantn Abt vnd seinem Gotzhavs zu sand Lamprecht alle die brief vnd vrchund die sew darüb(er) gehabt habnt; Hauptprief, behabprief vnd schermprief vnd habnt auch die vorgenanten judn offenl. vor mir bechennet vnd vergechn, das sew chainen andrn brief mer darüber habnt. Das ze vrchund vnd sicherhait gib ich den brief versigelten mit meinem anhangendn Insigel. Gebn nach Christes gepürd drewzehn Hundert jar darnach in dem sechs vnd achtzigisten jar des Eritags vor sand Jacobs tag des heiligen zwelfpotn1. Die Medizin im Sohar2. Von Dr. med. Karl Preis in Budapest. Vorliegender Aufsatz ist gleichermaßen für die Wissenschaft des Judentums, wie für die Geschichte der Medizin bestimmt. Was für medizinische Tatsachen und Anschauungen sind im Sohar enthalten und wie werden sie mystisch verwertet? Das eine dürfte für die Autorenfrage dieses so tief in die jüdische Geschichte einschneidenden Buches von entscheidender Bedeutung sein, das andere wieder könnte das Verständnis dieses berüchtigt schwierigen Werkes erleichtern, ja in wichtigen Stücken überhaupt ermöglichen. Gleichwohl ist über dieses Thema bis heute so gut wie gar nichts veröffentlicht worden. Offenbar schrak der Theologe vor der Medizin, der Mediziner aber vor dem Sohar zurück. Denn dunkel ist der Rede Sinn im Buch des ״Glanzes“. Nicht etwa wegen der dunkeln chaldäischen Sprache, die wäre bei dem relativ armen Wortschätze des Sohärs noch das־ allerwenigste. Zur klaren Sprache gehören eben zuallernächst klare Gedanken; die hat aber der Sohar nicht, sondern nur bunt durch« einandergewürfelte und weithin zerstreute, manchmal hell auf-, leuchtende, sehr oft aber völlig dunkle Gedanken Splitter3 und 1 Apostel. 2 Herrn Professor Dr. G. Scho lern sage ich für die freundliche Durchsicht dieser Arbeit herzlichen Dank. Einige Zusätze von seiner Hand sind im folgenden mit der Zeichnung Sch. aufgenommen. Benutzte Literatur, Abkürzungen: Sohar, Mantuaner Ausg. R. M. ist Abkürzung für den Soharteil Raja Mehemna. Tikkunim Tik, Ausg. Poremba, Lemberg 1864. Neuer Sohar, Venedig 1663. Buch der Schöpfung Jezira, Warschau, Lewin-Epstein; Komment, wie Botarel, Rabad werden nach Seitenzahl zitiert. Bahir. Emden מטפחת ספרים, Altona 1768. A. F r a n c k, Die Kabbala, übers, von Gelline k. H. Joel, Die Religionsphilosophie des Sohar. A. J e 11 i n e k, Beiträge z. Geschichte d. Kabbala. Ders. Moses ben Schern-Tob de Leon. M. Kunitzer, יוחאי p. Hvrtl, Das Arabische und Hebräische in der Anatomie. Geschichte der Medizin: K. Sprengel, Haeser, Page 1, Neuburger. Avicenna, Kanon, hebräische Uebersetzung, Neapel 1490. G r a e t z. 3 Der Sohar selbst hat in einem ähnlichen Zusammenhang das Bild von dem in Fetzen zerschnittenen (Gedanken־) Kleide, das mühsam wieder zusammengefügt werden muß (III 254 a R. M., Tik 92 b).

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