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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1927-01-01 · Heft 6 · p. Seite 391

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
71 (1927)
Issue
Heft 6
Article
Über eine verderbte Stelle im "Sephath Jether"
Date
1927-01-01
Page
Seite 391 (sequence 5)
Language
German
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391 אדונים פירשו עיני והקוראים ספרו יחשבו כי יודע חכר ואולי הוא כמו פד כי'יבוא שילה (בראש׳ מ״ט, י׳) או הב׳ ישרת עצמו ואחר עסו'כמו נזכירה דודיך מיין(שד,"ש א׳, ד׳) וב׳ באל שדי(שמות ר, ג׳) וככה פירוש כיולדה אפעה אשם ואשאף (ישע׳ מ״ב, י״ד). Bemerkungen Marm'orstein bespricht MGWJ 1927, 44 die Barajta Beza 3b, wie er dies schon im ״Haolam“ 1926 Nr. 35, 670 getan hat. Dabei wendet er sich gegen meine Ausführungen im ,,Jeschurun“ XIII, hebr. 17 ff. Inzwischen ist meine Entgegnung ebd. S. 82 ff. erschienen, worauf ich die Leser dieser Zeitsehrift aufmerksam zu machen mir erlaube. — Nr. 22 des laufenden Jahrganges des ״Haolam“, S. 439 f. bringt einen neuen (meiner Ansicht nach unzureichenden) Erklärungsversuch der interessanten Talmudstelle von S. Krauss- -Wien. S. Klein. Zu dem Aufsatz von J. Bergmann S. 161 ff. schreibt uns Herr J. W e r c zberger in Ghemnitz: Zu I: In einigen Gegenden im Osten ist es Brauch, in der Nacht vor der Beschneidung das sogenannte Mohelmesser unter den Kopf des Kindes zu legen, ähnlich wie bei den ägyptischen Juden, die die Braut durch Helm und Schwert gegen böse Geister schützen. Nach einer Erklärung1 geschieht es deshalb, weil man, falls die Beschneidung am Sabbath vorgenommen wird, das Messer schon am vorherigen Tage vorbereiten muß. Zu II. Noch in der Gegenwart werden die Brautleute bei den Ghassidim in Galizien und in anderen Ländern mit brennenden Kerzen, besonders sogenannten Hawdolokerzen (als Fackelersatz), unter die Chuppa geführt. Auch bei den Mizwahtänzen sitzen Braut und Bräutigam mit brennenden Kerzen in der Hand, während der Männerkreis um sie herumtanzt. Interessanterweise ist auch der zweite Brauch noch heute bei den gaüzischen Juden in Deutschland zu sehen (z. B. in Frankfurt am Main). Zu III. Am Vorabend der Beschneidung sind die Ghassidim auch in der Gegenwart die ganze Nacht, wenigstens aber bis nach Mitternacht wach. Es werden dabei gewöhnlich chassidische Geschichten erzählt, die sich alle mit Wundertaten der großen Rabbiner (z. B. des Beseht) beschäftigen, wie sie Knaben in der Wachnacht von bösen Geistern gerettet haben. Ich konnte bei diesen Gelegenheiten keinen Fall feststellen, bei dem gelernt wurde. Bei der Wachnacht vor der Beschneidung, wie auch bei den meisten Bräuchen bei der Wöchnerin, ist noch der Dämonenglaube ganz bewußt, dieser Glaube wird bei den Ghassidim unter dem Einfluß des Sohars noch wach gehalten. So z. B. kommen in den ersten 8 Tagen bis zur Beschneidung an jedem Abend die Schulkinder, besonders bevorzugt werden dabei Kinder aus dem 1. Schuljahr, und ״leinen Sehma2, Zu IV. Die Benennung des Eliakelches ist meiner Ansicht nach eine typisch jüdische. Nach einer Ueberlieferung vom W7ilriaer Gaon, soll die Benennung eine halachische sein. Im Talmud gibt es zwei Anschauungen betreffs der Anzahl der Kelche; nach einer Anschauung soll man 5 Becher Wein trinken, kann, ersieht man schon aus dem Zusammenhang der Stelle. Vgl, aber auch Targ. dortselbst: ארי• נבראד. דלוט מליתכי; Targ. Jon.: מן קדם מימו־־ך פריש ית״בית. So׳ auch Strack im KKzAT., München 1891, z. St. u. Ges. HW13, s, v. T I d. Kimhi hingegen: ויש לפרש מפני ידך מכתך כמו הכה יד דדהויה והמכה והזעם והכאב הוא בזותם אותו וקללם אותו עד שהיו מכים אותו כמו שכתוב und auch zu I Sam 5n übersetzt Targ.: מחתה מבה. Wir sehen also, daß an allen diesen.3 Stellen das Wort רעדי schwer anwendbar ist u. daß Saadja nicht mit Unrecht meinte, ידי in der Bedeutung von רעתי sonst nirgends als an unserer Stelle anwendbar sei. Es wird daher das Wort .והרעד, da doch מכה u. דעה keine Synonima sind, im השרשים'D zu streichen sein. 1 Sefer Hamatamim, Jod. Nr. 5. 2 Ebenda Jod. Nr. 3 und 4—6.

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