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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1927-01-01 · Heft 5 · p. Seite 287

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
71 (1927)
Issue
Heft 5
Article
Der Berliner Judenkalender und die Kalendergelder
Date
1927-01-01
Page
Seite 287 (sequence 14)
Language
German
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287 Träger der Abgabe waren1. Von den besonderen Regelungen in einigen Provinzen sei zu dem schon Gesagten noch Schlesien erwähnt, für das nach dem Regulativ vom 6. Mai 1751 — 800 Kalender, nämlich 550 für das Breslauer, 250 für das Glogauer Departement, jedes Stück zu 3 g berechnet, entfielen. Von dieser Summe wurden die Druck- und Versandkosten sowie eine kleine Abgabe für die mit der Verteilung befaßten Judentoleranzämter abgesetzt, den Rest erhielt der Kalenderpächter2. Die Bestimmung, daß die Abführung der Gelder halbjährlich am 1. Mai und 1. Oktober im voraus für das nächste Jahr erfolgen sollte, blieb Theorie3, wie denn überhaupt es mit der praktischen Durchführung recht schlecht bestellt war. Die Eingänge stockten, teils weil die Juden naturgemäß nicht gerade zahlungsfreudig waren, teils weil ihre wirtschaftliche Lage, besonders in Kriegszeiten, sich verschlechterte. Die Restantenlisten füllen in den Akten ganze Seiten aus. Oft half erst die Androhung oder Durchführung der Exekution. Von den beteiligten Stellen wurden die verschiedensten Reformpläne in Erwägung gezogen. Aber dies half nichts. Das Nachsehen hatten zumeist die Pächter, die schließlieh insoweit nicht auf ihre Rechnung kamen, als die erhofften Gewinne ausblieben4. Aus diesen Verhältnissen entsprangen dann die verschiedenen hier geschilderten Mißhelligkeiten. Anhang5 Engagementsvertrag zwischen Aron Heno (Aron Moses) und Levin Cohn (siehe Seite 282) ב״ה להגיר יושר דברי אמת6 איך שאנחנו ח״מ התקשרנו עצמינו בקשר אמיץ וחזק בכל אות' ע״ד החסד שנתחלק מאדונינו המלך יר״ד, לי לשמי בתוקף החריות על הדפום להדפיס ספרי קודש ונתן דשות מאדונינו המלך יר״ה לקח אצלי המצטרכים ההברחים למלאכת הדפום דהיינו ועטציר בעל הגהה ודרוקד ועד עתה היה בכה הקיומים הנ״ל להחזיק פה קהלתינו איש אחד מיודעי־ ביכה ודעת להגיה הספרים הנדפסים בדפוס שיובל לדור פה קהלתיכו הוא ובב ויה*- נמנה תוך מנין ומספר האנשים ההמה הצריבים למלאכת קודש הנ״ל. וכעת שחסר בעל מניה דדה התורני מהור״ר זלמן בורגר באשר הוא זקן ושבע ימים7 וכהו עיניו מראות8 ומוטל על ערש דוי ובלעדו א״א להוציא. מלאכה ההיא לפועל כידוע. ויש לחוש אולי חלילה עי״ז יתבטל המלאכת הדפום. ודבר זח יהי- נגד רצון אדונינו המלך יר״ה. והואיל שאחרמי לי נביא רבא ויקירא הראוי והגון לדבר ההוא הדד. התורכי מהורהר ליב כ״ץ אחד מתושבי ק״ק הלברשטט במדינת אדונינו המלך יר״ה והוא מוכשר וראוי לוה חן מצד עצמי הן מחמת שהוא ממדינת אדרכי־נו המלך יר״ה ומהראוי לו הקדימה מבני עיר אחרת. בבן כל הזכיות שיש לי בכה הקיומים הנ״ל להחזיק פה מי שהוא ראוי לכך כתתי עליו עלי' דהאי גברא מהור״ר ליב הנ״ל ונבחרתי לו שיהא היא אותו הנבחר להיות בעל מגיד, בל הספרים שיזדמנו להרפים הן רב או מעט אפי- להגיה הלוח מידי שנה בשנה מוכרח להגיה. ושברו יהי- כנהוג בק-ק 1 Gemeindebuch der Berliner Gemeinde Bi. 191 unter -ח; ein ähnliches Verfahren geschah mit den 50 Intelligenzblättern, welche die Gemeinde heziehen mußte und das Stück für 1y2 Taler absetzte. 2 Akad. Akten Nr. 223. 3 Daseihst Nr. 220, besonders Jablonskis Aktenvermerk vom 14. März 1733. 4 Daselbst Nr. 219, 223 und 225, namentlich Schreiben des Generaldirektoriums an den Minister Hertzberg vom 12. August 1790 und Siwickes Mitteilungen vom 24. Mai 1790 und 23. September 1793. * In den Akten Nr. 224 geht diesem Vertragsdokument eine nicht wärtliehe deutsche Uebertragung voran. 6 Koh 120נ. 7 Gen 3526. 8 Gen 27!.

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