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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1926-01-01 · Heft 6 · p. Seite 505

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
70 (1926)
Issue
Heft 6
Article
[Rezension]
Date
1926-01-01
Page
Seite 505 (sequence 2)
Language
German
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505 der Zusammenhang der Begriffe nicht klar hervor, weil er auch אעחקאד mehr- - mal? durch האמנה wiedergibt und dadurch den Unterschied von אעתקאד und .תצדיק verwischt. Die Unterscheidung der beiden Erkenntnisfunktionen findet sich auch bei den späteren jüdischen Religionsphilosophen (vgl. z. B. Levi ben Gerson, Milchamot Adonai I, 10, ed. Leipzig, S. 63 ff.), die jedoch das undeutliche .האמנה Tibbons durch das klarere אמרת ersetzen. Unter המשך fehlen die Bedeutungen ,,sich fortbewegen“ I, 21, S. 36 und ,,sich ausbreiten“ I, 24, S. 40, unter מבע der Gegensatz von פועל במבע ,,nach Naturnotwendigkeit wirkend“ und מיעל ־־רצון ,,durch Willensakt wirkend“ I, 53. S. 76, II, 22, S. 48. Für מנד״ג wird nur die farblose Stelle III, 17, S. 23 gebrächt, nicht dagegen die Verwendung des Wortes im Sinne des Kaläm, für den die Naturgesetze nur Sache der ,,Gewohnheit“ sind, I, 73, 10, S. 171. Unter מיתר hätte die Wendung שני קצרות הסותר, II 22, S. 49, in der סוחר das aus zwei einander widersprechenden Behauptungen bestehende Ganze bezeichnet, schön wegen des bei Levi ben Gerson und Chasdai Creskasso häufigen gleichbedeutenden שני חלקי הסותר nicht fehlen dürfen. Unter תנועה.findet sich zwar תנועה בהכרה aber nicht sein Gegensatz 11,4 ,תנועה מבעית, S.18. Von Ungenauigkeiten und Irrtümern seien nur einige erwähnt. Die in dem Artikel אפשרות versuchte Unterscheidung von אפשרות und כח, nach der das erste die ,,passive“, das zweite die ״aktive“ Potentialität bezeichnen soll, ist unmöglich, wie am deutlichsten die von E. zum Beweis angeführte Stelle in Maimunis Brief an Tibbon (אגרות הרמב״ם S. 27) beweist. Denn dort wird demselben Gegenstand, der irgend etwas der Potenz nach (בכה) ist, die Möglichkeit (אפשרות) zugesprochen, es auch aktuell zu werden. Unverständlich ist, wie E. unter ודולי behaupten kann, daß nach Maimonides die Himmelssphären keine Materie besäßen. Von der Materie der Himmelssphären und von ihrem Unter־ schiede von der Materie der sublunarischen Körper spricht Maimonides nicht nur I, 58, S. 86/87, II, 22, S. 48/49, sondern erwähnt sie auch wenige Zeilen vor der von E. für seine Meinung angeführten Stelle I, 75, 1, S. 130. Allerdings spricht er an dieser Stelle dem Himmel die היולי ab, allein schon Munk hat das richtig dahin erklärt, daß היולי hier im arabischen wie im hebräischen Text nur die niedere Materie und nicht, wie das arab. מאדת und das hebr. הומר die Materie schlechthin bezeichnet. Dieser Sprachgebrauch, der schon von Samuel ihn Tibbon in seinem פירוש מהמלות זרות s. v. היולי besprochen wird, ist im Arabischen wie im Hebräischen allgemein, wenn auch nicht ohne Ausnahme. Auch Gabirol ist ihm sicherlich im arab. Original seines Lebensquells gefolgt, . da sowohl die hebräische wie die lateinische Uebersetzung neben der allgemeinen Bezeichnung für die Materie noch eine besondere für die niedere Materie haben. Die hebräische Uebersetzung verwendet freilich, um das Fremdwort היולי zu vermeiden, dem allgemeinen Sprachgebrauch zuwider חימר für die niedere Materie und hat als allgemeine Bezeichnung für die Materie יסוד, die lateinische Uebersetzung aber hat für die niedere Materie das ״hyle“ des Urtextes bei־ behalten. Für הסכמה, Einleitung S. 4, möchte E. die Erklärung Munks ״nomen appellativum“ gegen Horovitz (Guttmann-Festschriit S. 65/67) aufrechterhalten, seine Verteidigung ist indessen gänzlich verunglückt und beruht auf unklarer Auffassung der in Frage kommenden grammatischen Termini. העברה, Einleitung S. 6, soll nach E. ״brevity of expression“ bedeuten; das ist jedoch keine Uebersetzung des Tibbonschen Ausdrucks, der vielmehr ״übertragene, uneigentliche Bedeutung“ meint, sondern trägt die Korrektur Schemtob ibn Falaqueras in Tibbon hinein. Der Berichtigung bedürften auch die unter העדר gemachten Ausführungen über 1,17 העדר מיוחד, S. 34. Munk ist selbstverständlich damit im Recht, daß העדר ׳ auch hier der aristotelischen «rcepTjotc entspricht, die von Aristoteles ebenso als drittes Prinzip neben Materie und Form genannt wird (vgl. Metaphysik XII, 2, S. 1069 b, 32, Physik I, 7, S. 191 a, 14 u. oft.), wie hier von Maimonides das העדר. Unter שם) משיתף) werden die in Millot Hahigajon I, 13 aufgeführten sechs Arten von שמות משותפים irrtümlich zu Arten von Homonymen gemacht. Der Ausdruck שם משותף hat dort eine viel allgemeinere Bedeutung, so daß die שמדת מוסכמים, gewiß keine Homonyma, zu seinen Unterarten gehören. Hier wäre Munks nomen appellativum am Platze. Ich sehe von der Anführung weiterer Einzelheiten ab und spreche nur noch mein Bedauern darüber aus, daß der Verf. sich in der Regel damit begnügt, zu den hebräischen Terminis die des arabischen Originals zu vermerken,

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