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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1926-01-01 · Heft 5 · p. Seite 385

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
70 (1926)
Issue
Heft 5
Article
Eine apologetische Mischna
Date
1926-01-01
Page
Seite 385 (sequence 10)
Language
German
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385 zu sprechen gedenken. Die uns hier interessierenden Sätze des Gedichtes sind: .1 קול דם זרמה עכר, ישועה לעכו וכדו Blut vernichtete die Aegypter, brachte Hilfe Israel, d. h. durch das Pessachopfer und Circumcision. רעמה בה הימה חונה בעם מתחטאים. .111 קול כנים חילם חוממה, חימר, תמלא חטאים, רתמי להב רשפי טמיאים. טהור מלוכה עוטה בבושת רשע טאטא טלך הרבץ בעריציך. בכחו סגור עם יועציך .iv קול ערוב חוק כמטאטאים, טמאים לעלוקה תשטא, .V קול דבר טרוף חוטא, טאטא חניפים בניאוציך, .vi קיל שחין טלטל במנאציך Neuere Literatur zur jüdischen Sagenkunde. Von Bernhard H e 11 e r ׳ in Budapest. I. Zur biblischen Sagenkunde. Längst hat sich die Erkenntnis durchgerungen, daß die Heilige Schrift, indem sie den Kampf der geläuterten prophetischen Weltanschauung gegen den niederen Volksglauben spiegelt, zugleich mannigfache Bestandteile dieses zurückgedrängten Volksglaubens bewahrt hat. Da es sich dabei vorzüglich um Vorstellungen der Religion handelte, konnten die mythischen Bestandteile der verdrängten Anschauung früher erkannt werden. Es darf, ohne starke Uebertreibung, gesagt werden, daß eigentlich erst unser XX. Jahrhundert sein Augenmerk eindringlicher auch auf die in der Heiligen Schrift erhaltenen oder vorausgesetzten Märchen, Märchenbruchstücke, Märchenzüge, Märchenmotive gerichtet hat. Heute wird die Bedeutung der Sagenwissenschaft für die Religionsgeschichte wenn auch nicht allgemein anerkannt, so doch stets tiefer erfaßt. Nicht nur die mythischen Religionen werden durch die vergleichende Sagenforschung beleuchtet. Auch für die Heilige Schrift wird es klar, daß ihrer schriftlichen Aufzeichnung eine wachsende, gestaltungsfähige, lebende TJeberlieferung vorausgegangen ist. Berichte, die in der Heiligen Schrift selbst in mehrfacher Fassung vörliegen (z. B. über die Schöpfung, die Sintflut, über David am Hofe Sauls> über den Kampf mit Goliath) müssen miteinander verglichen werden. Ueberlieferungen, die den Vergleich mit entsprechenden nicht]üdischen Vorstellungen herausfordern (Schöpfung, Sintflut, Joseph und das Weib Potiphars, Jothams Fabel, Jephtas Tochter, Simsons Taten, Saul und die Eselinnen (Fortunat), Davids. Sieg über Goliath, Salomos Urteil, Jona im Innern des Fisches, Tobit), derartige Ueberlieferungen müssen in das Licht der Vergleichung gerückt, mit dem Stoffe und den Mitteln der Sagenkunde erhellt werden. Monatsschrift, 70. Jahrgang. 25

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