Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 70 (1926)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Joel als Seminarlehrer und seine Wahl zum Rabbiner in Breslau
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 324 (sequence 5)
- Language
- German
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324 So mögen Sie. denn auch, unserer edlen Gemeinde fortan eine Zierde sein, wie Sie dem. Seminar es waren, und. möge Ihr Wirken fort und fort ein gesegnetes sein! Mit bekannter Hochachtung! Breslau* den 31. 12. 1;863. Das Antwortschreiben Joels lautet : Das Kuratorium. Einem Wohllöblichen Guratorio sage ich meinen tiefgefühltesten Dank für die wahrhaft herzlichen und mir unvergeßlichen Scheideworte, mit denen Sie die Güte hatten mich bei meinem Austritte aus dem Lehramt und־ dem Ihrer Obhut unterstehenden Seminar zu bedenken. Wenn auch Ihre Anerkennung das Beschämende für mich hat-, daß sie überdie Bedeutung meiner Leistungen hinausgeht, so erhebt mich doch auch wiederum’ das Bewußtsein, wenigstens dem Willen nach-, wennauch nicht der Tat nach, das gewesen zu sein, was Ihre freundliche Gesinnung als verwirklicht anzusehen die Güte hat. Genehmigen Sie, hochverehrte Curatoren, meine Versicherung, daß das Interesse für die gottgesegnete Anstalt, an der ich gewirkt, in mir nie schwinden, und daß ich mich ebenso stets dankbar erinnern werde an das mir von Ihnen persönlich zu Theil gewordene Wohlwollen. Mit der ausgezeichnetsten Hochachtung Eines Wohllöbl. Curatorii Gehorsamster Dr. M. Joel1. Breslau, den 7. Januar 1864. Von A, Eckstein: in Bamberg־. Seit dem vor etwa einem Menschenalter erfolgten Heimgang M. Joels haben die Reihen derjenigen, die einst an seinen beredten läppen gehangen oder unter dem unmittelbaren Eindruck seiner Persönlichkeit von seinem Geiste sieh berührt fühlten, sich sehr gelichtet und ein jüngeres Geschlecht von Rabbinern ist herangewachsen, das ihn nur Unpersönlich aus seinen Schriften und veröffentlichten Predigten kennen gelernt. Wenn nach einem bekannten Worte der Alten die Taten der Frommen ihre Denkmäler sind, so gilt dies noch mehr von den.Frommen, die zugleich Männer des Geistes sind: Die Werke, die sie hinterlassen, sind die dauernder denn Stein und Erz ragenden Denkmäler ihres Lebens und Wirkens. Wir können darum die 100. Wiederkehr von Joels Geburtstag nicht seiner würdiger feiern als durch Versenkung und• Vertiefung in die durch seine wissenschaftlichen Forschungen erschlossene und in seinen Predigten auch 1 Ans JoßJs Personalakten beim Kuratorium derFraenckel’schen Stiftungen zu Breslau.