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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1926-01-01 · Heft 4 · p. Seite 286

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
70 (1926)
Issue
Heft 4
Article
Über die böhmischen und österreichischen Juden zur Zeit Maria Theresias
Date
1926-01-01
Page
Seite 286 (sequence 3)
Language
German
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286 gruppe — und das gleiche gilt für die über 40 Jahre alten — kompensatorisch relativ schwächer vertreten als bei den Christen; bei den 20—40jährigen besteht kein Unterschied. Sehen wir uns nun die Verteilung nach dem Geschlechte an. Bei den Christen ist die Zahl der Frauen und Mädchen größer als die der Männer und Knaben. Bei den Juden ist in Böhmen und Schlesien das männliche Geschlecht in der Majorität. Dasselbe gilt für die Wiener Juden (Zählung im Jahre 1753, wiedergegeben in Pribrams Urkunden und Akten zur Geschichte der Juden in Wien 1526—1847). In Mähren überwiegt das weibliche Geschlecht, aber nicht in dem Ausmaße wie bei den Christen. Auf 100 Männer kamen Frauen: Juden Christen Böhmen . . 97 113 Mähren . . 102 108 Schlesien . . 93 110 99 111 In der jüngsten Altersklasse, in der sich die beiden Geschlechter fast die Wage halten, sind die Differenzen zwischen Christen und Juden nur angedeutet. Mit dem Alter werden die Unterschiede größer und deutlicher. In Böhmen sind die Differenzen größer als in Mähren. In Böhmen sind sie bis in die höchste Altersklasse zu verfolgen (bei Juden größter Männerüberschuß, bei Christen Abnähme des Frauenüberschusses), in Mähren schrumpfen jenseits des 40. Lebensjahres die zwischen den konfessionellen Gruppen bestehenden Differenzen ganz zusammen. Auf 100 Männer kamen Frauen: im Alter von Böhmen Mähren Juden Christen Juden Christen. 1—15 Jahren 99 102 99 100 ״ 20—15 89 108 89 112 ״ 40—20 101 124 111 122 ״ 50—40 93 118 101 103 ,, ־4 50 87 112 95 94 Seit einem Vierteljahrtausend, seit der Feststellung des Engländers Graunt, weiß man, daß mehr Knaben auf die Welt kommen als Mädchen. Die Grenzen, in denen das Verhältnis der Knaben zu den Mädchengeburten schwankt, sind ziemlich enge. Des weiteren ist bekannt, daß Knaben während und nach der Geburt im Säuglings- und Kleinkindesalter in größerem Maße absterben als Mädchen.

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