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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1926-01-01 · Heft 4 · p. Seite 250

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
70 (1926)
Issue
Heft 4
Article
Neue Arbeiten zur Septuaginta-Forschung
Date
1926-01-01
Page
Seite 250 (sequence 14)
Language
German
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250 besprochenes Buch auseinanderzusetzen. Ich möchte mir aber doch die allgemeine Bemerkung gestatten, daß in vielen Fällen — es handelt sich ja gerade um den Pentateuch, wo W.s Stellung noch schwierig ist, wie oben ausgeführt wurde — W.s und F.s Lösungen etwas für sich haben, daß es also für die Entscheidung darauf ankommt, wie man zu der neuen Theorie im allgemeinen steht. Und da muß festgestellt werden, daß F.s allgemeine Erwägungen die bereits in seinem größeren Buch ausgesprochenen Bedenken gegen W. im wesentlichen nur wiederholen. In einem Nachtrag gibt F. noch einige wenige Bemerkungen zu dem inzwischen erschienenen Psalmenbuch von Wutz. Auch hier hält er die Geltung der neuen Theorie für fraglich. In die Polemik zwischen beiden Gelehrten, deren Stattfinden sehr zu begrüßen ist und die hoffentlich zu einer allerseits überzeugenden Klärung führen wird, soll hier nicht weiter eingegriffen werden. Die Passivbildung des Grundstammes im Semitischen. Von Dr. Ephraim Porath in Gzernowitz. (Schluß) III. Dagegen aber muß man annehmen, daß die oben besprochener aramäischen pe‘Il~F0rmen passiver Bedeutung erst nachträglich zum Verbaladjektiv ketll hinzugebildet sind, das seinerseits ursprünglich einem intransitiven katila entsprungen ist (vgl. hebr. מהירה־־־ מהרה 89(יגיע־-יגע/ המיץ—חמץ. Schon der Umstand, daß diese Verbalform lediglich im Perfekt aber nie im Imperfekt vorkommt, legt uns dies nahe. Sodann weist ja der gedehnte i-Laut, der im Biblisch- Aramäischen, wie in den Assuan-Papyri stets plene geschrieben ist, auf diesen Zusammenhang untrüglich hin. Wenn wir nun nach dem Ursprung dieses Verbaladjektivs bzw. Partizips forschen, das, wie wir oben gesehen, sich in sämtlichen aramäischen Dialekten vorfindet, so ist m. E. das Perfekt unzweifelhaft als Ausgangspunkt zu betrachten95. ,,Lagen ja seit altsemitischer Zeit ein intransitives G Perfekt und ein intransitives Adjektiv nebeneinander.“91 Und die im aramäischen Sprachgebiet — wie schön im Akkadischen weitverbreiteten katila-Perfekta hätten die Anregung zur Bildung dieser Form geben können. Ein Blick auf das Biblisch-Aramäische — so z. B. מאש Dan 615> 246 כמגד ,10 ,79 ח־זב ,624 טאבu.a.m. —, auf das Mand. — שכיב, פליט, דחיל und ähnliche —, auf das Christlich- 89 S. Knudtzon, ib. 415, cf. Brock, GR I § 264e, Lagarde Uebersicht 595 ff- 90 In ähnlicher Weise wird auch im Türkischen das Partizip-Perf. von der Perfektkonjugation abgeleitet. 91 Sarauw, ZA XXII (1909) 62. Dieses Zitat ist mir umso wertvoller, als ich auf anderem Wege bereits vor Kenntnis davon >zu demselben Ergebnis gelangt war.

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