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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1926-01-01 · Heft 3 · p. Seite 221

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
70 (1926)
Issue
Heft 3
Article
[Rezension]
Date
1926-01-01
Page
Seite 221 (sequence 4)
Language
German
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221 S. 47, Z. 15, statt de dans zu lesen: dedans. S. 49, Z. 13, statt garderobede zu lesen: gaxderobe de. S. 53, Z. 16, print unklar. S. 58, von unten Z. 13, statt peusttant zu lesen peust tant. S. 59, VII, statt ung palme zu lesen u n e palme. S. 61, infra 16, statt ses zu lesen c e s. S. 62, infra 7, meu de miiiö soll wohl heißen meu (= mu) d’amitie oder de p i t i 6. S. 65, Z. 10, concent gewiß coneeut (modern französisch: conput) zu lesen. S. 65, Z. 8, statt ses merveiller zu lesen sesmerveiller (== s’ömerveiller). S. 68, Z. 2, ist nach icelle das Hauptwort ausgefallen, ich vermute icelle terre. Abrahams eigene Uebersetzung fließt leicht und klar. Dieser Teil des Buches gilt nicht nur der gelehrten Welt, sondern jenen weiteren Kreisen, für die das angekündigte Werk über Moses in Geschichte und Sage bestimmt sein dürfte. Wir sehen ihm mit vertrauensvoller Erwartung entgegen. Haben wir doch bereits vor uns den festen Unterbau, auf dem es aufgeführt werden soll. Budapest, im Juli 1925. Bernhard Heller. Fi TadMr a$8־ihhat. Gesundheitsanleitung des Maimonides für den Sultan al־Malik ai-Äfdal. Zum ersten Male im Urtexte herausgegeben, ins Deutsche übertragen un"d kritisch erläutert von Rabbiner Dr. H. Krone r, Oberdorf-Bopfingen, Württemberg. Separat-Druck Janus, Bd. XXVII—XXIX. Buchhandlung E. J. Brill, Leiden 1925. Mit vollem Recht bezeichnet der verdiente Herausgeber und Uebersetzer die vorliegende Edition des Regimen sanitatis des Maimonides als Erfüllung eines in wissenschaftlichen Kreisen längst gehegten Wunsches, und namentlich die Historiker der Medizin haben Grund, Kroner dafür dankbar zu sein, daß er es ihnen endlich ermöglicht, das Urteil über diese schriftstellerische Leistung an der Hand des arabischen Originaltextes bezw. der darauf beruhenden Uebersetzung zu rektifizieren. Bisher standen ihnen ja nur hebräische, lateinische und eine nach Steinschneiders Urteil mißglückte deutsche Uebersetzung (Winternitz, Diätetisches Sendschreiben an den Sultan Saladin (!), Wien 1843) zu Gebote. Begreiflich, daß unter solchen Umständen sogar ein Medizinhistoriker vom Range eines Pagel einen wenig günstigen Eindruck von der hygienischen Abhandlung des großen Cordovaners empfing. Ganz anders steht die Sache fortan, denn der Originaltext und die Uebertragung Kroners, dem wir schon so viel Bedeutsames für die Kenntnis des Mediziners Maimonides verdanken, läßt deutlich genug dessen Gelehrsamkeit, Erfahrung und tiefdringende Kritik hervortreten. Es ist eine geradezu leidenschaftlich bewegte Sprache, die Maimonides hier führt, insbesondere, wenn er aus eigener Erfahrung heraus, mit dem Einsatz seiner ganzen Persönlichkeit gegen intellektuelle und ethische Defekte, gegen Schablone, Scharlatanerie und Pfuschertum ankämpft, für einfache individualisierende Behandlungsweise unter steter Berücksichtigung der natürlichen Heilungsvorgänge, der Selbsthilfe des Organismus eintritt. Wie andere medizinische Autoren des Mittelalters hängt freilich auch Maimonides der Hauptsache nach an hippokratisch-aristotelisch-galenischen Grund Vorstellungen in Physiologie, Pathologie und Therapie, aber daß er wenigstens in theoretischen oder praktischen Einzelfragen bereits Irrtümer und Widersprüche Galens und seiner blind folgenden Anhänger aufzudecken weiß, bedeutet für die damalige Zeit schon eine wahrlich seltene geistige Größe. Die Schrift zerfällt in vier Kapitel, von denen das erste eine allgemein gültige Gesundheitsanleitung, das zweite die Krankheitsbehandlung in Fällen, wo kein oder kein fähiger Arzt zur Verfügung steht, das dritte die Diätetik und Therapie für das Leiden des al-Malik al- Afdal zum Inhalt hat, das vierte zusammenfassend hygienische und therapeütische Fragen (z. B. Wohnungshygiene, Nahrungshygiene, Kleidung, Bädergebrauch, Sexualhygiene, individualisierende Behandlung) großzügig erörtert. Auf die Fülle des Gebotenen kann hier nicht eingegangen werden. Nicht allein medizinisch Wertvolles, sondern auch kulturhistorisch Interessantes findet sich in der Abhandlung reich vertreten, die für jeden Bearbeiter der Medizin des Mittelalters unentbehrlich ist. Wien. Max Neuburger.

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