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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1926-01-01 · Heft 3 · p. Seite 219

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
70 (1926)
Issue
Heft 3
Article
[Rezension]
Date
1926-01-01
Page
Seite 219 (sequence 2)
Language
German
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219 denn eine Acthioperin hatte Moses znm Weibe genommen (Num 12גדולת .2 .וד משד, wofür, wie richtig bemerkt wird, עלית משח entsprechender wäre, da es sich um den Aufstieg Mosis in den Himmel handelt, nach Exodus 193, Moses war zu Gott emporgestiegen. 3. מדרש מטירת משד דביכו über das Ableben Moses, angelebnt an Deut 24p, 6. Dort im Lande Moab starb Moses, der Diener des Ewigen, durch den Mund des Ewigen; und er begrub ihn dort. .. und niemand kannte sein Grab bis zum heutigen Tag. — Die zwei letzten Midraschim übersetzt Abraham selbst ins Französische, für die Chronik Mosis folgt er der Anregung von Adolf Lods, indem er die Handschrift 5093 der Bibliothek des Arsenals, das Autogranh von Paul Paradis (Paulus von Canossa) aus dem Jahre 1539 zum Abdruck bringt, das erste Werk in französischer Sprache von einem Juden, wohl nur von einem getauften. Philologisch vollkommener wäre es allerdings geschehen, wenn der französischen TJebersetzung der hebräische Originaltext gegenüberstünde. Für die גי־ולת משח wäre dies wünschenswert, weil sie nicht so leicht zugänglich ist, für die פטירת משה רביכו konnte dies um so verlockender erscheinen, da ja Abraham ohnehin die wichtigste Handschrift (Bibliothäque nationale Fonds höbreu 710) gründlichst durchforschte und nutzte. An die Spitze seiner Arbeit stellt Abraham eine sorgfältige Bibliographie (leider entstellt durch eine Menge von Druckfehlern in den nichtfranzösischen Wörtern). Hinzuzufügen wäre: Beer, B., Leben Moses nach Auffassung der jüdischen Sage. Ein Fragment aus dessen handschriftlichem Nachlasse. Leipzig 1863. Grünbaum, M., Neue Beiträge zur semitischen Sagenkünde. Leiden 1893, S. 182 f. — K ohut, G. A., Notes on the Biblical Commentary of Ab’oo Manzur al-Dhamari. New ־'York 18921. Der TJebersetzung gehen gewissenhafte, aufschlußreiche Untersuchungen über den Inhalt, die Ausgaben, die Handschriften, die Uebersetzungen jedes einzelnen der drei Midraschim voraus. Da wird viel Neues, Kerniges geboten. Betreffs des דברי הימים של משה erfahren wir, daß dieser Midrasch aus dem ספר הישר geflossen ist (nicht umgekehrt). Auch das Verhalten der großen Schrifterklärer des Mittelalters zu dieser ״Chronik“ wird beachtenswert geschildert. Ihn Esra erkennt sie für durchwegs phantastisch, Raschbam erscheint die Erklärung, Zippora sei das Num 12! genannte aethiopische Weib, als bloße Ags*ada. Er fühlt sich daher genötigt, die ״Chronik“, welche Moses nach Aethiopien führt und dort die Königin heiraten läßt, für Geschichte hinzunehmen. Der Talmud und der ältere Midrasch schweigen von Mosis Aufenthalt in Aethiopien. Und doch ist diese Ueberlieferung durch Josephus und Artapan schon für die älteste tannaitische Zeit bezeugt. (Abraham S. 28, Anm. 2.) Die גדולת (עלית) משה war selbst der Aufmerksamkeit eines Zunz, eines Jellinek entgangen. Abraham weist nicht weniger als 5 vor dem Erscheinen der Gottesdienstlichen Vorträge gedruckten Ausgaben nach. Auch unterläßt er es nicht, auch auf andere jüdische, jüdisch-christliche und heidnische Himmel- und Höllenfahrten hinzuweisen (S. 24, 25). Ihr Vorbild sucht er, mit Greßmann, in Aegypten, in der zweiten Erzählung von Setine Kamoisch und nimmt hier neupythagoraeischen Einfluß an. Besonders eingehend wird der Text der פפיידת משה untersucht, die seit Jellinek unbestrittene Voraussetzung dreier Fassungen widerlegt, da der von Gaulmyn im Jahre 1628 in Paris herausgegebene Text ebenderselbe ist, den die Bibliotheque nationale (Fonds höbreu 710) bewahrt. Nebst diesen grundlegenden Ausführungen wird uns eine Reihe richtiger, wertvoller Beobachtungen geboten. Ueber יוה נא וממרא (Menachöt 85a), Tawijc; ’Iawßp?j<z (II Timoth 3g) ינים וממרים die Zauberer, welche sich Moses widersetzen, erhalten wir eine förmliche Monographie (S. 18, 19, 57, 1 Abgedruckt in Eisensteins אוצר המדרשים New-York 1915, S.368—371, Diese reiche Sammlung ist überhaupt in Abrahams Zusammenstellungen vernachlässigt, obwohl sie sowohl die דברי הימים של משה als auch fünf Fassungen der פטירת משה zum Abdruck bringt, darunter auch die Aus י gäbe von Gaulmyn, Paris 1628.

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