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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1925-01-01 · Heft 7 · p. Seite 448

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
69 (1925)
Issue
Heft 7
Article
Einige besondere Wortspiele im Pentateuch
Date
1925-01-01
Page
Seite 448 (sequence 3)
Language
German
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448 umstrittenen Wortes האבנים als Anklang zu: אם בן הוא, wenn wir eben ים— ID—הא in drei Teile zerlegt von rückwärts lesen. Eine ähnliche Umkehrung, allerdings nicht bloß der Worte, sondern auch der Silben nimmt ein R. Jochanan mit den Worten מנא תקל ופרסיץ Dan 52s, vor: ר׳ יוחנן אמר אנס אנם לקת ניסרפו (Sanh. 22 b). Wohl mögen manche der aufgezählten Anklänge vom modernen Leser nicht als solche empfunden werden; vom antiken Leser konnten sie durchaus so empfunden worden sein, wie die Etymologien aller antiken Literaturen, einschließlich der hebräischen, beweisen. Persische Königsnamen in einem halachischen Merkspruch. Von Bernhard Heller in Budapest. Eine verschüttete Spur geschichtlicher Erinnerungen wollen wir aufdecken in einem halachischen Satze, dessen richtigem Verständnis sich nicht nur die alten Erklärer, sondern auch die neuen Lexikographen des Talmud von Levy bis Dalman verschlossen haben. Die stelle lautet: אבר רב; שבור אנדרפתא שרי, פירוו אנדרפתא אפור וסימניך פירה רשיעא. Rab lehrte: Der Vogel Schäpür Andrapta ist religionsgesetzlich zum Genuß erlaubt, der Vogel Pirüz Andrapta verboten. Zum Merkzeichen diene dir: Pirüz der Böse (Chulin 62b). Raschi, einem richtigen Gefühl folgend, erklärt: Pirüz hieß ein Mann, der seinerzeit als Bösewicht galt. Diese Deutung wird von Levy (Neuhebräisches und Chaldäisches Wörterbuch IV, 105b) übernommen und noch verdunkelt: ,,Piros (viell. Pyrrhus), der Bösewicht; ein Mann, der zu jener Zeit dafür bekannt war." Aehnlieh in JastrowsDictionary II, 1170: Peruz, name of a (wicked) man. Da es sich um Persisches handelt, greift man mit gesteigerter Erwartung nach Kohuts Arüch. Die Belehrung fließt reichlich, doch nicht ganz befriedigend. Kohut (I, 143 a, b) gibt an, die Vogelarten seien nach ihren Fundorten bezeichnet, wie auch bei uns oft; die Namen können keinen Bezug auf König Schäpür noch auf König Peroses haben, da letzterer lange Zeit nach Rab lebte. Die Namen seien nach dem Persischen zu deuten: Pirüz bedeute ,,Widerwillen erregend", Schäpür wieder ,,schön angenehm". Auch den Vogelnamen Andrapta leitet Kohut vom Persischen her. Dalman (Aramäisch-neuhebräisches Handwörterbuch zu Targum, Talmud und Midrasch, Frankfurt a. M. 19222 S. 3465) verhält sich ablehnend diesen Versuchen gegenüber; er bezeichnet n^cht nur Andrapta sondern auch Pirüz als Worte,,unbestimmter Abstammung". Und doch scheint der persische Ursprung des Wortes פירה zweifellos. Schon Nöldeke1 hat darin den Königsnamen Piröz erkannt. Wie verhält es sich aber mit Kohuts Einwand, Rab habe den König Piröz nicht kennen können? Gewiß nicht, da Rab im III. Jahr- 1 Th. Nöldeke, Geschichte der Perser und Araber? zur Zeit der Sasaniden. Aus der arabischen Chronik des Tabarl. Leyden 18117 .8 ,9ל, Anm. 2.

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